Abwettern (Donsö)

Der Wetterbericht für Heute hat ab nachmittags schlechtes Wetter vorausgesagt.
Wir sind gestern daher schon mit dem Vorsatz ins Bett gegangen, dass wir heute einen Hafentag machen werden.

Nachdem wir gestern Abend noch nett mit Jelva und Jens bei uns im Cockpit gesessen und bei Wein (und alkoholfreiem Sekt) Seemannsgarn gesponnen haben, passt es sehr gut, dass wir heute ausschlafen können.
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Finn hält sich auch an den Wunsch und schläft herrlich bis 8h am Morgen. *tolles Baby*
Danach beginnen wir den Tag mit einem morgendlichen Bad und einem leckeren Frühstück im Schatten der Kuchenbude. Noch ist herrliches Wetter…
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Im Anschluss widmen wir uns der Technik,
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d.h. Laptop, Kindl, IPhone.
Lars ist fleißig und bearbeitet die Nachfragen zu unserem Elterngeldantrag. *mein Held*
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Die Waschmaschine läuft, d.h. auch ich habe das Gefühl produktiv zu sein und kann mich mit gutem Gewissen mit meinem Kindl in die Sonne setzen.
Finn spielt während dessen mit seinem Activity Center.
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Nach einiger Zeit müssen wir Finn das Activity Center immer mal wegnehmen, da das Spielen so viel Konzentration erfordert, dass er müde wird. Er fängt dann an zu quängeln, kann aber unter dem Activity Center nicht schlafen, weil es ja so spannend ist.
Also helfen wir ihm dabei in den Schlaf zu finden, damit er sich für die nächste Spielrunde erholen kann.
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Während Finn schläft machen wir auch eine Pause von dem anstrengenden Tag. *zwinker*
Es gibt Espresso und Kuchen. Heute hat selbst Lars mal Lust auf etwas Süßes, d.h. ich muss den Kuchen teilen. Natürlich mache ich das gern. ;o)
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Zu dieser leckeren Pause gibt es noch ein nettes Telefonat mit Wolle und Mutsch.
*ein perfekter Moment*

Um 16h kommt dann das angesagte schlechte Wetter. Heftiger Regen und der Wind nimmt merklich zu. Aktuell über 20kn Wind und das in der Abdeckung der Schäre. In den Böen sehen wir Wind von 30-33kn, d.h. gute 7 Windstärken.
Wir sitzen gemütlich in unserer Kuchenbude und hörem dem Plätschern des Regens zu. Lars liest die Yacht, ich bearbeite meine Post und schreibe den Blog.
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Heute Abend gibt es leckeres Essen aus einem der Restaurants hier am Ort „to go“ und im Anschluss machen wir die Heizung an und Finn wird gebadet.
Aus unserer Sicht trotz Regen und Wind ein perfekter Tag. :o)

Aber ob die Fifty-Fifty es heute wirklich noch bis zu uns schafft, wie es ursprünglich angedacht war? Wir hoffen, das Wetter hat sie nicht auf See erwischt, sondern dass sie in Göteborg geblieben sind.

PS: Und wieder ein Abschied… *schnief*
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Finn ist wieder aus zwei unserer Lieblingsstücke herausgewachsen. Der kleine Seemannsbody von Lis, Ralph und Silke – er sah darin immer zum Knutschen süß aus – und der Schlafsack, den er von Lars bekommen hat bevor er geboren wurde. Lars hat mich und Heidi auf eine Babymesse begleitet, zum Glück hat er es überlebt. *zwinker* Dort hat er Finn diesen Schlafsack gekauft.

Abendspaziergang (Donsö)

Wie jeden Abend machen wir uns irgendwann auf den Weg, um das Hafengeld zu bezahlen. Hier auf Donsö ist es – wie eigentlich fast überall – auch an einem Automaten zu entrichten.
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Warum hat Laboe eigentlich nicht so einen Automaten?

Im Anschuss drehen wir noch eine kleine Runde durch den Hafen der Insel.
Donsö ist, zumindest hier unten im Hafenbereich, eine autofreie Insel. Die Straßen, oder sollte ich lieber sagen, die Wege sind hier so schmal, dass die Inselbewohner hier nur Elektroautos, Golfcars oder Mopeds nutzen.
Vor diesem Hintergrund erkennen wir das als den „Groß-Parkplatz“ von Donsö,
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denn natürlich hat hier nahezu jeder Haushalt ein Boot, um von der Insel weg zu kommen.

Als nächstes folgen wir diesem Schild
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und landen auf den Schären Donsös mit einem wunderschönen Ausblick:
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Als wir auf dem Rückweg diese Hütte sehen denken wir wieder ganz lieb an unsere Familie zu Hause. *Liebe Grüße!*
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So klein ist die Welt… (Marstrand – Donsö)

Marstrand ist in diesem Jahr der nördlichste Punkt unserer Reise auf der Westseite Schwedens.
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Wir fahren zwar Heute noch etwas durch die Schären, aber dann sind wir auch froh wieder auf die offene Ostsee zu kommen. Das Schärensegeln – so sehr wir es auch lieben – ist mit Baby etwas anstrengender als bisher. Da ich mich um Finn kümmere und dadurch immer mal wieder unter Deck bin, muss Lars häufig an Deck alles allein machen. D.h. Segel trimmen, steuern und navigieren. In den Schären ist die Navigation jedoch deutlich anspruchsvoller, so dass ein zweiter Mann/ Frau an Deck nicht schlecht wäre.
Wir haben es in den Schären dennoch sehr genossen, werden jetzt aber umdrehen und freuen uns auf das schöne Dänemark, dort werden wir uns noch ganz viel Zeit lassen.

Heute Morgen starten wir aber erstmal ganz ruhig.
Wir haben Ole und seine Crew zu uns zum Frühstück eingeladen.
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Unser kleines Schiff hat ein extrem gemütliches Cockpit und spätestens als Lars den Milchkaffee mit Milchschaumhaube serviert war die Begeisterung auf ihrem Höhepunkt.

Irgendwann trennen sich jedoch unsere Wege. Die Nordstern will nach Göteborg zum Shoppen und um ein neues Crewmitglied am Samstag in Empfang zu nehmen.
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Wir fahren erstmal tanken
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unsere zweite Gasflasche tauschen (für Pizza, Brot etc. muss ja ausreichend Gas an Bord sein) und einkaufen auf der Festlandseite von Marstrand.
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Während dessen spielt Finn unter Deck.
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Im Anschluss starten wir ebenfalls. Es ist so ein schöner Segeltag :o)
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Wir motoren noch durch den Sund,
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dann setzen wir die Segel
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Finn ist auch mit an Deck, bis er so müde wird, dass er einschläft.
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Die Maro aus Laboe fährt an uns vorbei
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und die Wuchtbrumme sehen wir auch wieder
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Um 16h kommen wir auf Vinga an, unser Ziel für heute.
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Der Hafen – ein Tipp von Nils *Danke!* – sieht aus, als wenn er genau unseren Geschmack trifft. Leider ist er bereits so voll, dass uns der Hafenmeister keinen Platz mehr anbieten kann. Es gäbe die Möglichkeit bis 17:45h Kreise zu drehen, denn dann legt die letzte Fähre ab und hinterlässt freie Plätze für die Nacht. Wir entscheiden uns gegen diese Option und fahren weiter.

Sehr schade. Vinga, wir versuchen es erneut, versprochen!

Schnell muss ein neuer Plan her. Lars stellt sich dieser Aufgabe allein, da Finn lautstark sein Essen einfordert. Die Auswahl treffen wir dennoch gemeinsam. Lars stellt mir die  möglichen Alternativ-Häfen vor und wir entscheiden uns für Donsö. D.h. wir cruisen noch etwas durch die Schären.
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Donsö ist sechs Meilen entfernt. Wir kommen um 17h dort an.
Der Hafen sieht ebenfalls voll aus, aber wir sind uns einig:
Hier bleiben wir für heute, denn wir haben Hunger! ;o)

Als wir auf der Suche nach einem Platz in den Hafen einfahren entdecken wir die Atlantis von Jens und Jelva. Das ist doch der perfekte Platz für uns…
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Hier liegt unsere kleine „Perfect Match“ gut und sicher.
Die Wettervorhersage für morgen sagt Wind mit bis zu 32kn voraus.
Es könnte also sein, dass wir hier Morgen einen Hafentag einlegen.
Es könnte schlimmere Plätze geben ;o)

Fundstücke
Hausboot aus einem Container
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In Marstrand findet nächste Woche die Meisterschaft der RC44 statt. Die Vorbereitungen laufen. Die Schiffe sehen klasse aus:
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Starthafen: Marstrand / Startzeit: 12:30 Uhr

Zielhafen: Donsö / Ankunftszeit 17:45 Uhr

Tagesmeilen: 27,48 sm / Gesamtmeilen 954,48 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 5,23 kn / Speedmax: 7,4 kn

tatsächlicher Wind: 7 kn

Hafengeld: 200,- SK/Tag

Heimspiel (Kungläv – Marstrand)

Bevor ich vom heutigen Tag berichte möchte ich Euch noch ein paar Bilder von gestern zeigen.
Spaziergang zur Burg:
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Abendstimmung im Hafen:
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Heute Morgen starten wir mit einen extrem leckeren Ausnahme-Frühstück.
Vitamine hatten wir ja gestern *zwinker*
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Pfannkuchen und Espresso *lecker*
Ok, ich trinke dazu außerdem noch einen Stilltee, da Finn mir gerade die Haare vom Kopf ißt, aber irgendetwas ist ja immer. ;o)

Nach dem Frühstück sieht Lars auf dem AIS, dass uns ein Frachter im Kanal entgegen kommt. In 59 Minuten wird er an der Brücke sein, die wir auch als erstes passieren müssen.
Da für den Frachter auch im Berufsverkehr sicher die Brücke geöffnet wird, beschließen wir ebenfalls zu der Zeit an der Brücke zu sein.
59 Minuten, das bedeutet noch genug Zeit für den Abwasch, Aufklaren und noch einen Kaffee in Ruhe.

Das AIS hat uns in diesem Urlaub schon viele gute Dienste erwiesen.
Super Anschaffung von Lars!

Wir legen pünktlich um 10h ab und werden dabei herzlich von den anderen Crews verabschiedet.
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Vielleicht sieht man sich wieder, wir würden uns freuen!
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An der Brücke angekommen meldet Lars uns auf Englisch an.
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Der Brückenwärter antwortet einen langen Text auf Schwedisch von dem wir nur verstehen, dass die Brücke in fünf Minuten öffnen wird. Auf unsere Bitte das Ganze noch einmal auf Englisch zu wiederholen kommt keine Antwort.
Ein paar Minuten später funkt uns der Kapitän des Frachters an – der kann scheinbar Englisch. Er erklärt uns, dass wir sofort wenn die Brücke öffnet mit vollem Speed durchfahren sollen, da er sehr groß ist und danach den kompletten Platz benötigt.

Wir befolgen die Anweisungen, kommen gut an dem Dampfer vorbei und bedanken uns bei dem netten Kapitän winkend.
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Danach geht es erstmal gemütlich weiter den Kanal entlang. Zeit für eine ruhige Tasse Tee. Ich trinke maximal einen Espresso am Morgen und das auch sehr selten – ich will Finn ja nicht aufstacheln ;o)

Heute ist unser Brücken-Glückstag. Auch die nächste Brücke öffnet sofort als wir kommen. *freu*
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Dann folgt eine letzte Brücke.
Diese ist geschlossen und es leuchtet ein rotes Licht. Wir beschließen nicht auf die Brückenöffnung zu warten, sondern so durchzufahren. Die Brücke ist 17,2 Meter hoch und wir müssten mit 15 Meter Durchfahrtshöhe auskommen.
Es ist trotzdem immer ein leicht komisches Gefühl an so eine Brücke heranzufahren, denn man kann von unten schwer einschätzen, ob es wirklich passt. Lars lässt mich fahren. Wahrscheinlich macht er das, damit ich schuld bin, wenn der Mast herunter kommt. Er hat ihn ja schon einmal herunter gesegelt. *zwinker*
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Natürlich geht alles gut :o)

Als wir durch Göteborg fahren kommen Gedanken an die Heimat auf. Mit der Stena schicken wir gedanklich Grüße nach Hause.
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Ein Stück weiter draußen, um 12:30h, setzen wir die Segel. Ein schönes Gefühl bei 14-17kn Wind erst mit halben, später mit raumschooten Wind so dahinzugleiten.
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Finn mussten wir fürs Segeln von seinem Spielplatz im Vorschiff in seine Babywanne legen. Das hat super geklappt, denn er schlief gerade, erschöpft vom Spielen an seinem Activity Center.
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Das Segeln durch diese Schären fühlt sich wie ein Heimspiel an. Alles ist so vertraut, die Wege bekannt. Als wir durch die enge Stelle Richtung Marstrand fahren macht Lars sich erstmal ein Willkommens-Bier auf.
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Und dann liegt sie vor uns, die Burg von Marstrand.
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Die Häfen sind hier deutlich voller als alles was wir bisher gesehen haben.
Dennoch ist es schön wieder hier zu sein. Um 15:45 liegen wir fest in Marstrand.

Natürlich wird geshoppt. Es ist „udsalg“ :o)
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Die beiden Männer warten vor der Tür während ich erfolgreich bin *freu*

Nach dem Shoppen folgt das zweite Heimspiel.
Ole und seine Crew kommen ebenfalls hier in Marstrand an. :o)
Erstes Treffen bei uns an Bord:
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Nachher treffen wir uns dann bei bei ihnen an Bord.
Wir haben das Babyphone aktiviert, mal sehen ob es klappt. *freu*

Anbei noch ein paar Bilder von Finns Tag.
„Mit Mama spielen ist großartig.“
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„Aber danach bin ich immer furchtbar müde.“
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„Mama, ganz ehrlich, ich bin kein kleines Baby mehr.“
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„Mir gefällt es immer noch nicht, dass auf meinem Shirt „Perfect Match Crew“ steht. Da müsste „Perfect Match Captain“ stehen!“ (Jetzt bin ich beleidigt)
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Starthafen: Kungälv/ Fästningsholmen/ Startzeit: 10:00 Uhr

Zielhafen: Marstrand/ Ankunftszeit 15:45 Uhr

Tagesmeilen: 31,58 sm / Gesamtmeilen 927 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 5,49 kn / Speedmax: 7,51 kn

tatsächlicher Wind: 14-17 kn

Hafengeld: 300,- SK/Tag

Letzte Schleusen zu alten Bekannten (Spikön – Kungälv)

Das war wirklich fair von Finni, nachdem er uns gestern aus dem Bett gequarkt hat, hat er heute super lange geschlafen. Es verblieb richtig Elternzeit am Morgen *herrlich*

Als Finn aufgewacht ist (und natürlich gestillt wurde) sind die beiden Männer einkaufen gegangen.
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Wir haben jetzt neue Kräuter an Bord und eine Menge anderer Lebensmittel. Milch, Joghurt und frische Sachen, da ich immer Vitamine für Finn und mich einfordere –
die stecken ja bekanntlich leider nicht in HotDogs *schade eigentlich* – und vor allem Wasser. Dem Kinderwagen sei Dank ist der Transport recht einfach. Wir könnten gar nicht so viel Wasser bunkern, wie wir bei dem Wetter hier trinken.
Aber natürlich standen auch Kaffe und Nutella auf der Einkaufsliste. ;o)

Um 10:30h starten wir dann als wir hören, dass die Brücke direkt bei uns vorm Hafen geöffnet wird.
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Kurz nach der Brücke wartet die Schleusentreppe von Trollhättan auf uns.
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Die Sportschiffe liegen in der Schleuse im Päckchen.
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Insgesamt vier Schleusenkammern mit einem deutlich größeren Hub als beim Göta-Kanal.
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Beim Verlassen der Schleuse kann man mit einem Blick zurück die alten Schleusentreppen links von der neuen Schleuse sehen. Früher hat man noch mehr Schleusenvorgänge benötigt, um die Höhe zu überwinden.
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Wir liegen, da wir zu den kleineren Schiffen zählen, meist außen oder in der Mitte der Päckchen. Nie direkt an der Schleusenwand.
Lars hilft dann aber bei dem Schiff an der Schleusenwand mit dem Abhalten, Leinen führen etc.
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Bei der letzten Schleuse kommen uns direkt in der Schleusenkammer Schiffe entgegen. Jetzt verstehen wir auch die Vorschrift, das 25% der Wasseroberfläche beim Schleusen freibleiben muss. Diese Fläche wird zum Rangieren benötigt.
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Mein „Super-Schleusen-Kapitän“:
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Nach der letzten Schleuse geht es weiter im Kanal. Der Strom schiebt mit uns, daher sind wir mit 7,7-8,4 kn unterwegs.
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Der Trolhätte Kanal ist viel schöner als wir es erwartet haben.
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Ich habe nur etwas Sorge, dass Lars als unser Steuermann, heute Nacht von den Abstandswarnern träumt:
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Die kommen auf beiden Seiten des Kanals alle paar Meter.

Zwei Schleusenvorgänge haben wir längsseits von der Wuchtbrumne (X 412 aus Flensburg) verbracht. Sehr nettes Schleusen :o)
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Um 14:30h passieren wir die letzte Schleuse für diesen Urlaub. *schön*
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Und um 17h kommen wir in Kungälv/ Fästningsholmen an. Der Hafen ist versteckt im Schilf. Wir tasten uns rein. Teilweise zeigt das Echolot nur 1,70m, aber es ist ein schlammiger Untergrund, daher trauen wir uns weiter, obwohl wir einen Tiefgang von 1,90m haben.
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Im Hafen liegen alte Bekannte.
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Die Fifty-Fifty mit Hans und Chrischi, aber auch die First 36.7 von Thorsten (Audace) und die Lumme (Comfortina 35) liegen ebenfalls dort. Die Audace und die Lumme haben wir in Vadstena bereits getroffen.
Wir werden herzlich in Empfang genommen. *freu*

Dann geht bei uns zunächst jeder auf seinen Posten, d.h. ich stille, Lars kocht uns etwas leckeres. *freu*
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Anhang:
Ein Blick auf Lars Crew des heutigen Tages:
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O.k., das ist nicht ganz richtig, denn ich war auch an Deck:
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und Finn hat ein neues Activity-Center von uns bekommen. Da kann man schon mal müde werden, wenn man das den ganzen Tag bespielt…
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Man kann Finn übrgigens nicht ruhig unter dem Ding liegend fotografieren. Kaum ist das Ding angebracht fängt er wie wild an mit Händen und Füßen zu spielen. Das Gesicht ist dabei dann hoch konzentriert. :o)

 

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Starthafen: Trollhättan Spikön/ Startzeit: 10:30 Uhr

Zielhafen: Kungälv/ Fästningsholmen/ Ankunftszeit 17:00 Uhr

Tagesmeilen: 27,92 sm / Gesamtmeilen 895,42 sm

Tagesanzahl Schleusen: 5

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: 2

Hafengeld: ? SK/Tag

 

Von Entenhausen in den nächsten Kanal (Läckö – Spikön)

Heute ist der Himmel bedeckt und es regnet immer mal wieder.
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Wir haben bei Spiegel-Online gelesen, dass es gerade ziemlich starke Waldbrände in Mittelschweden gibt. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Wolken und den Regen natürlich sehr, denn die Natur hier ist so wunderschön und soll auf jeden Fall erhalten bleiben!

Wir sind wieder in unserem Familienrhythmus, heute allerdings etwas von Finn aufgezwungen. Aufgrund des Wetters hätten Lars und ich nämlich nichts dagegen gehabt uns um 8h noch einmal umzudrehen und etwas länger zu schlafen. Finn war aber langweilig im Bett, daher hat er so lange herumgequarkt bis wir aufgestanden sind. Dann war genug Aktion um ihn herum und er war wieder versöhnt.

Als wir am Frühstückstisch saßen ist der kleine Mann dann wieder seelenruhig eingeschlafen. *grrr*
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Dieses Mal haben wir übrigens das erste Mal Pech, denn wir haben so ein typisch schwedisches „Luft-Brot“ erwischt. Alle anderen Brote und Brötchen – das müssen wir an dieser Stelle unbedingt einmal erwähnen – waren sehr lecker und damit gar nicht so, wie wir es sonst aus Schweden kennen.
Wir sind in diesem Jahr sehr positiv überrascht von der Backkunst der Schweden!

Da wir nun schon mal wach sind starten wir zu unserer gewohnten Zeit, um 10h.
Die Ente von gestern hat uns beim Auslaufen verabschiedet.
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Wir motoren durch die Schären, da wir leider keinen Wind haben.
Finn konnten wir zusammen mit seinem Thron, schlafend unter Deck ins Vorschiff tragen.
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Plötzlich fällt aus Lars Jackentasche ein Zettel… Seht Ihr ihn?
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Der Zettel schwimmt in unserem Kielwasser. Lars stoppt auf. Es könnte sein, dass es sich um eine Quittung handelt, die noch für die Steuererklärung benötigt wird.
Wir fahren also rückwärts und ich fische den Zettel auf der Badeplattform stehenden aus dem Wasser. Was für eine Aktion in dem engen Schärenfahrwasser *puh*

Als nächstes passieren wir eine besonders enge Stelle.
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Die Schären hier sind wunderschön.
Mit blauem Himmel wäre es wahrscheinlich eine traumhafte Fahrt dadurch.
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Aber das Wetter wird mit jeder Seemeile etwas besser. Schon bald hört es auf zu regnen. Wir holen Finn für eine kleine „Spazierfahrt“ an Deck:
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Er ist zufrieden:
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Dann gibt es Mittagessen für die Erwachsenen:
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Um 16:00 erreichen wir den Trolhättenkanal. Wir passieren drei Brücken, zwei davon müssen für uns geöffnet werden, und die erste große Schleuse.
Das Ölzeug haben wir mittlerweile abgelegt, von den Klamotten darunter können wir uns noch nicht ganz trennen.
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Lars meldet uns per Funk bei den jeweiligen Brücken an
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Finn und ich gucken nach dem Stillen immer erstmal nach dem Rechten an Deck ;o)
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Danach fahren wir ein weiteres Stück auf dem Kanal und kommen durch eine imposante Hebebrücke.
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Um 18h erreichen wir Trollhättan Spikön.
Ein neu gebauter Hafen, der wieder nur mit ganz wenigen Booten belegt ist.
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Es fährt noch ein Göta-Kanal-Dampfer an uns vorbei.
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Wir fühen uns an die letzten Tage erinnert. Schön war’s hier!
Jetzt freuen wir uns aber auch wieder auf unsere schöne, salzige Ostsee :o)

Fundstücke

Diese Poller (Bild ist von gestern) haben wir nicht kaputt gemacht *ehrlich nicht*
Wir hatten aber die Hoffnung, das er unser Schiff noch für den Moment des Tankens hält:
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Finn im Glück:
Sein Fuchtel-Tuch, sein Schnuller und sein Greifring im Zugriff *besser geht es nicht*
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Starthafen: Läckö/ Startzeit: 10:00 Uhr

Zielhafen: Trollhättan Spikön/ Ankunftszeit 18:00 Uhr

Tagesmeilen: 47,30 sm / Gesamtmeilen 867,5 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 5,91 kn / Speedmax: 7,20 kn

tatsächlicher Wind: ca 7 kn

Hafengeld: 150,- SK/Tag

Schloss am Väneren(-See) (Mariestad – Läckö)

Unglaublich, schon wieder blauer Himmel und gefühlte 30 Grad. Wir können gar nicht anders als immer weiter segeln. Im Hafen hält man die Hitze einfach nicht aus.

Zunächst wird aber im Schatten der Kuchenbude gefrühstückt. Heute sitzt Finn bei Lars und er ist mächtig stolz, denn er darf wie ein Großer auf der Bank sitzen ;o)
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Danach dauert es heute noch etwas bevor wir auslaufen können. Der Ausrüster hier vor Ort ist super sortiert. Lars nutzt die Chance und baut unseren Achterstagspanner um. Nein, wir tauschen nicht nur die Farbe von Mint-Grün *bäh* zu Weiß-Schwarz *yeah*, sondern wir erhöhen auch die Übersetzung, so dass auch ich das Achterstag problemlos bedienen kann.
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Derweil fülle ich unseren Wassertank auf und dabei kühle ich auch immer wieder meine Füße ;o)
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Finn ist es auch viel zu warm und er ist vor Erschöpfung wieder eingeschlafen.
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Im Anschluss an unsere Aktionen wird noch getankt.
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Dann geht es endlich aufs Wasser. Ein schöner Segelwind von 8kn bläst uns hoch am Wind, aber ohne Welle zu unserem Ziel.
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Finn konnte ich schlafend in seine Babywanne heben. Bei der Hitze hat er keine Energie zum Aufwachen :o)
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So könnte es weiter gehen. Mal sehen, ob wir noch ein Gewitter abbekommen.
Die Luft wirkt so, als wenn Druck drin ist.

Langsam ziehen ein paar Wolken auf. Wir erreichen Läckö, der Hafen liegt direkt vorm Schloss, aber noch trocken.
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Um 15:45 liegen wir fest . Zu unserer Freude ist der Hafen für uns gerade noch tief genug (2,40m). Wir bauen schnell wieder die Kuchenbude auf, diesmal nicht als Sonnen- sondern als Regenschutz.

Wobei, als erstes wird die Kuchenbude dann als „Enten-Schutz“ benötigt:
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Finn und Lars haben ganz verdattert geguckt, als die Ente so dicht bei ihnen vorbei geschaut hat…
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Dann kommt das angesagte Gewitter. Das Donnergrollen zusammen mit dem Schlosspanorama wirkt großartig.
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Wir entscheiden uns an einer Schlossführung teilzunehmen. Finn kommt in der Manduca mit, guckt sich alles mit großen Augen an und sagt aber kein Ton. *braves Baby*
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Als wir aus dem Schloss kommen ist das Gewitter vorbei.
Wir hätten aber nichts gegen einen beschaulichen Abend in unser Kuchenbude. Vielleicht gucken wir sobald Finn schläft einen Film?

Ob das mit dem Film klappt… Die Sonne ist zurück und damit ist das Wetter eigentlich zu schön für so einen „Lümmel-Abend“. Vielleicht wandern wir doch noch über die Schären und gucken uns den Sonnenuntergang an?
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Wir liegen wirklich direkt vor dem Schloss:
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Starthafen: Mariestad/ Startzeit: 12:00 Uhr

Zielhafen: Läckö/ Ankunftszeit 15:45 Uhr

Tagesmeilen: 21,62 sm / Gesamtmeilen 820,2 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 5,77 kn / Speedmax: 6,79 kn

tatsächlicher Wind: ca 7 kn

Hafengeld: 150,- SK/Tag

Abschied vom Göta-Kanal (Lyrestad – Mariestad)

Gestern Abend haben wir uns mit einer groben Törnplanung für die nächsten Wochen beschäftigt. Es ist schön einen Überblick über unsere Möglichkeiten zu haben.
Wie immer wird die endgültige Route aber von Tag zu Tag entschieden.
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Heute Morgen starten wir um 10:10h. Man könnte denken, dass wir uns jeden Morgen den Wecker stellen. Mit Nichten, viel mehr ist es so, dass wir mittlerweile unseren Familienrhythmus gefunden haben. Um 10h sind wir meist alle gewaschen, satt und aufbruchbereit. Und das, obwohl Finn heute bis acht Uhr geschlafen hat. *freu*

Heute ist der Himmel bedeckt.
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Gar nicht schlecht, das Bad in der Sonnencreme entfällt, die Temperaturen passen deutlich besser zu uns, aber es ist immer noch kurze-Hose-Wetter.

Impressionen von der heutigen Kanal-Fahrt:
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In einer Abwärtsschleuse erwischt uns plötzlich ein Gewitter. Die Schleusen werden aus Sicherheitsgründen bei Gewitter angehalten, daher müssen wir liegen bleiben und warten bis das Unwetter vorbeigezogen ist.
Gefangen in einer Schleuse – das kennen wir doch schon ;o)
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Finn guckt, wann das Wetter wieder besser wird:
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Die Wartezeit verbringen wir unter Deck:
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Finn spielt, Lars telefoniert: „Liebe Grüße Heidi!“

Nach 15 Minuten ist der Spuck vorbei und der Himmel reißt wieder auf:
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Um 12:50h verlassen wir die letzte Schleuse des Göta-Kanals:
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Der Göta-Kanal hat uns richtig gut gefallen. Eine tolle Entscheidung ihn in diesem Jahr zu besuchen. Es war abwechslungsreich, wunderschön, aktiv und wir hatten die Chance Finn ganz dicht bei uns zu haben.

Ein besonderer Dank gilt dem Göta-Kanal-Personal
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Hier eine Mitarbeiterin exemplarisch für die vielen überaus freundlichen und hilfsbereiten Schleusenwäter/innen, die wir kennenlernen durften.

Unsere „must haves“ des Göta-Kanals:
– Sonderköping – schöner Ort in dem man übernachten sollte
– Berg – hier braucht man einfach eine Verschnaufpause, außerdem ist es schön mal anderen beim Schleusen zuzusehen
– Vadstena – total schöner Ort, unbedningt mit dem Schiff bis direkt zum Schloss durchfahren!
– Djäknesundet – Geheimtipp der Schweden vor Ort, wunderschöner Steg in der Schärenlandschaft

Sjötorp, der Endpunkt des Göta-Kanals, läd uns nicht so sehr zum Verweilen ein.
Wir entschließen uns weiter zu fahren. Um 14:20 erreichen wir Mariestad.
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Wir haben uns für eine Stadt entschieden, da das Wetter sich nicht wirklich entscheiden kann – Gewitter oder Sonnenschein. In einer Stadt sind wir dann bestens versorgt und liegen geschützt. Bisher hat sich die Sonne aber voll durchgesetzt.

Wir haben die Stadt einmal mit dem Kinderwagen erkundet. Unsere Kreditkarten konnten dabei ganz entspannt bleiben, denn heute ist Sonntag.
Für so einen langen Spaziergang braucht es auch eine Belohnung:
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Jetzt lassen wir es uns im Cockpit gutgehen.
Anbei noch ein paar Schnapschüsse von Finni:
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Eben hat sich doch das Gewitter durchgesetzt. Wir waren mit Finn in der Manduca noch einmal im Hafen unterwegs. Hier war so ein schönes Live-Konzert von zwei Sängerin, denen wir zugehört haben. Plötzlich gab es einen Wolkenbruch und wir mussten ganz schnell laufen, um noch einigermaßen trocken zum Schiff zu kommen.

Während ich den Text veröffentliche regnet es noch in strömen.
Finn schläft in der Manduca vor meinem Bauch und Lars kocht uns etwas Leckeres.
Tolles Leben, auch wenn wir die 800-sm-Marke heute knapp verfehlt haben.

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Starthafen: Lyrestad/ Startzeit: 10:10 Uhr

Zielhafen: Mariestad/ Ankunftszeit 14:20 Uhr

Tagesmeilen: 14,77 sm / Gesamtmeilen 798,58 sm

Tagesanzahl Schleusen: 7 / Gesamtanzahl-Schleusen: 58

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: 4 / Gesamtanzahl Brücken: 46

Hafengeld: 120,- SK/Tag

13x Abwärtsschleusen (Vassbacken – Lyrestad)

Heute Morgen ist es wieder so richtig heiß. Nach unserem Frühstück
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macht Lars ein paar Wasserspiele im Cockpit, angeblich haben wir das ganz dreckig gemacht ;o)
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Noch ein Wort zum Frühstück:
Bei uns ist der Notstand ausgebrochen. Der super leckere Honig von Britts Mann ist alle. ;o(
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Es geht also nicht nur mit den Schleusen im Göta-Kanal abwärts, sondern auch mit unserer Versorgung ;o) Falls jemand von Euch gerade in Laboe ist:
„Bitte reserviert ein Glas Honig bei Britt für uns. Danke!!!“

Um 10:15h starten wir. Es geht direkt durch eine Brücke.
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Wir lassen wieder unsere Kuchenbude aufgebaut, um wenigstens einen Schattenplatz im Cockpit zu haben, außerdem können wir Finn so auch mal mit zu uns ins Cockpit nehmen.
Der Weg geht vorbei an Feldern, diversen Brücken, Kühen und sogar einem Eisladen als „Sail in“
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Dann kommen 9 Abwärtsschleusen, die ganz dicht aufeinander folgen.
Das Abwärtsschleusen ist auch mit größerem Hub weniger spektakulär als das Aufwärtsschleusen. Wir sind während des Schleusens beide an Bord und bedienen jeder eine Leine, das „Berg-hoch-Laufen“ entfällt für mich. *freu*
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Anbei der Hub veranschaulicht an Lars:
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Finn ist heute etwas anhänglich. Er findet es nur ok, wenn er auf Lars oder meinem Arm/ Schoß ist. Alles andere (inkl die Manduca) wird mit Geschrei bestraft. *grrr*
Damit haben wir wieder die benötigte Herausforderung beim Schleusen, denn wir müssen das Boot möglichst schnell vertäuen, damit einer von uns beide Leinen bedienen und der andere Finn auf den Arm nehmen kann.
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Sehr clever der kleine Pampersmatrose, weiß er doch, dass es seinen Eltern ohne Herausforderung zu langweilig wäre ;o)

Um 14:30h sind wir nach insgesamt 14 Brücken und 13 Schleusen in Lyrestad angekommen.
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Wir beschließen hier für heute Schluss zu machen und nehmen unseren „Terror-Zwerg“ in die Manduca (diesmal bei mir) und gehen einkaufen.
Finn schläft nach den ersten Schritten seelenruhig ein, als wäre nichts gewesen. *ohne Worte*
Direkt neben dem Supermarkt ist eine Pizzeria. Wir können nicht wiederstehen, es gibt leckere Pizza im Cockpit.

Den Rest des Tages wird gechillt, gebadet (Lars und ich!), gelesen…
Finn ist wieder ausgeschlafen und super gut drauf.
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Aber keine Fotos, keine Autogramme – 29 Grad sind für uns einfach zu viel :o)

 

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Starthafen: Vassbacken/ Startzeit: 10:15 Uhr

Zielhafen: Lyrestad/ Ankunftszeit 14:30 Uhr

Tagesmeilen: 12,21 sm / Gesamtmeilen 783,81 sm

Tagesanzahl Schleusen: 13 / Gesamtanzahl-Schleusen: 51

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: 14 / Gesamtanzahl Brücken: 42

Hafengeld: ./. SK/Tag

Dem Himmel so nah – Viken (Djäknesundet – Vassbacken)

Nach der heutigen Nacht kann ich berichten, dass das Drehen von Finn kein Zufallsprodukt war. Es ist seine neuste Errungenschaft!
Grundsätzlich freuen wir uns über Fortschritte, aber heute Nacht…
Finn hat neben mir geschlafen. Leider musste er immer, wenn er aufgewacht ist, probieren ob das mit dem sich drehen noch funktioniert. Das führte dazu, dass er immer aus seinem Bettchen gekullert ist. Da er die Bewegung noch nicht rückgängig machen kann fängt er an zu quicken (= Unzufriedenheitsbekundung) wenn er genug in der Seiten- oder Bauchlagenposition gelegen hat, er es ungemütlich findet halb im Bettchen und halb draußen zu liegen oder er findet, dass er Applaus verdient hätte, weil die Drehung besonders flüssig war. Ich wurde also super oft geweckt *grrr*
Nur fürs Protokoll, ich hab mein Baby furchtbar lieb, aber so eine Nacht durchschlafen hätte auch mal wieder etwas *zwinker*

Heute Morgen ist eine leichte Wolkendecke am Himmel. Wir verlassen die wunderschöne Ankerbucht nach einem guten Frühstück um 10h. Damit sind wir fast das letzte Schiff, die Schweden sind deutlich vor uns auf den Beinen.
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Wir segeln nach Karlsborg.
Ich weiß nicht, ob es der Schlafmangel aus der letzten Nacht ist oder die leichte Bewölkung. Lars und mir ist etwas frisch. Wir tragen heute unsere Funktionswäsche unter den kurzen Hosen.
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Nicht super modisch, aber damit zerstören wir unseren Schnitt wenigstens nicht, denn wir tragen weiterhin unsere kurzen Hosen. D.h. in diesem Urlaub hatten wir bisher keine lange Hose an. ;o)

Wir segeln hoch am Wind mit vollem Groß und Genua bei 16kn Wind. Obwohl der Wind ablandig ist kommt uns eine nicht unerhebliche Welle entgegen. Dieser See ist wirklich erstaunlich.

Seit die Segel oben sind schläft Finn wieder seelenruhig in seiner Vorrichtung.
Schlaf nachholen *ohne Worte*
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Um 11h kommt die Sonne raus und wie auf Knopfdruck ist der Wind weg.
Ich bin die Erste und ziehe meine Funktionswäsche wieder aus.
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Gut dass Lars heute Morgen getankt hat, so können wir ohne Sorge auf unseren Motor zurück greifen. Wir haben es auch nicht mehr weit. Um 11:20h erreichen wir Karlsborg und biegen damit wieder in den Kanal ein.
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Tschüß Vättern!
Du hast uns beeindruckt durch Deine tolle Schärenlandschaft und Dein klares Wasser, welches – wie uns die Schweden gestern stolz erzählt haben – sogar Trinkwassserqualität hat.

Direkt hinter der Brücke in Karlsborg bunkern wir Diesel und Wasser. Finn ist mit dabei.
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Während sich der Wassertank füllt, schaut Lars welchen Zielhafen wir anpeilen sollten.
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Nach dem Stopp passieren wir die Schleuse bei Forsvik, die älteste Schleuse des Kanals. Wir müssen das Schiff erstmal wieder aufs Schleusen umrüsten. Dies machen wir diesmal besonders sorgfähltig, da bei dieser Schleuse die Wände nicht gerade sind und das Risiko einer Wandberührung damit noch einmal größer ist.

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Die Schweden, die wir gestern getroffen haben, haben uns den Tipp gegeben auf der Steuerbord-Seite zu schleusen, da diese glatter ist. Der Tipp war gut. Wir passieren die Schleuse ohne Schwierigkeiten.

Nach der Schleuse fahren wir durch ein wunderschönes Stück des Kanals.
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Teilweise ist es sehr eng:
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Dann erreichen wir den Viken.
Der See ist der höchste Punkt des Kanals –> „dem Himmel so nah“
Ein Blick zurück:
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Nachdem wir die Brücke bei Brosundet passiert haben machen wir Mittagspause.
Für uns heißt das: HotDog-Time
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Finn hält derweil ein Schläfchen:
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Dann geht es auf den größeren Teil des Viken mit wieder traumhafter Landschaft:
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Den Abschluss des Tages bildet die erste Abwärts-Schleuse:
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Es handelt sich um eine „Übungsschleuse“, denn der Hub beträgt nur 80cm.
Dennoch ist die Schleuse besonders, denn sie arbeitet handbetrieben und Lars muss mit anfassen, um uns zu schleusen:
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Noch ein kurzes Kanalstück, dann sind wir in unserem heutigen Hafen angekommen.
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Die Häfen hier sind alle überschaubar gefüllt. Wir sind zwar in der Hauptsaison unterwegs, aber es scheint das Ende der Hauptsaison zu sein.
Auch in Vassbacken liegen nur acht Schiffe, obwohl der Hafen sicher für ca. 25-30 Schiffe ausgelegt ist.
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Dennoch bekommen wir zum Essen ein Livekonzert, welches wir direkt aus dem Cockpit sehen und hören können:
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Während ich den Blog hier vervollständige sitzen meine beiden Männer im Cockpit und hören weiter dem Konzert zu:
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Und danach wird Finni gebadet… :o)

PS: Anbei noch ein paar Finn-Bilder von einer seiner Spielphasen
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Nachtrag: Baden fand Finn wieder großartig!
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Starthafen: Djäknesundet/ Startzeit: 10:00 Uhr

Zielhafen: Vassbacken/ Ankunftszeit 16:45 Uhr

Tagesmeilen: 27,12 sm / Gesamtmeilen 771,60 sm

Tagesanzahl Schleusen: 2 / Gesamtanzahl-Schleusen: 38

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: 3 / Gesamtanzahl Brücken: 28

Hafengeld: ./. SK/Tag

Segeln pur – Vättern! (Vadstena – Djäknesundet)

Finn hat wieder bis 7h geschlafen. Als wir aufwachen ist der Himmel blau. Wir liegen jedoch im Schatten des Schlosses, so dass es nicht gleich wieder zu heiß ist.
Die Duschen in diesem Hafen sind so richtig, richtig gut.
Lars und Finn haben frisches Brot geholt und es ist noch warm als wir es anschneiden und super lecker.

–> Der Tag beginnt perfekt! :o)

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Blauer Himmel und Wind: Die Bedingungen sind einfach zu gut. Wir bauen unser Schiff wieder zum Segelschiff um, die letzten Tage waren wir ja nur unter Motor unterwegs.
Es dauert etwas bis wir wieder segelfertig sind ;o)

Um 11:45h sind wir endlich soweit. Wir legen ab.
Hans und Chrischi von der FiftyFifty winken uns noch zum Abschied. Wir vermissen sie jetzt schon und freuen uns sie irgendwann wieder zu treffen.

Im Hafen wartet noch ein kleines „Hindernis“ auf uns:
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Dieses Schiff/ diese Crew haben wir schon im Kanal mehrmals getroffen. Zweimal haben wir beobachtet wie sie fast in die Böschung gefahren sind (einmal kurz hinter uns und einmal direkt vor uns) und in der Schleuse sind sie uns einmal fast ins Heck gerutscht. Nur Lars beherztem Eingreifen ist es zu verdanken, dass wir keine Schramme davongetragen haben.
Vor diesem Hintergrund fahren wir ganz, ganz langsam und in gebührendem Abstand an ihnen vorbei ;o)

Dann liegt er vor uns, der Vättern-See mit traumhaften Bedingungen.
Wir haben 16-20 kn Wind bei einem Halbwindkurs, daher starten wir mit einem Reff. Wunderschönes Segeln!
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Während wir so dahin rausschen müssen wir uns mehrfach fast kneifen vor Glück.
Wir segeln mitten in Schweden, auf einem See, der unglaublich tief und klar ist und fliegen nur so dahin. *strahl*

Unser Baby haben wir bei seinen Babysittern „Wind“ und „Welle“ abgegeben.
Das bedeutet: Finn schläft glücklich und zufrieden in seiner aufgehängten Babywanne unter Deck, während seine Eltern draußen Spaß haben.
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Nachdem wir die Landzunge, die uns noch etwas Abdeckung gibt, hinter uns gelassen haben entscheiden wir lieber noch ein zweites Reff einzuziehen.
Wir wollen uns ja nicht mit Finn komplett auf die Seite legen.
Ich umsegle vorher noch eine Ansammlung von Fischernetzen – denn wir wollen auch nicht mit sieben Knoten plötzlich stecken bleiben *zwinker* – Lars guckt an sich runter und sagt: „O.k., vor dem Manöver ziehe ich mir lieber Segelschuhe an.“
Das bringt uns zum Lachen, denn seine Segelschuhe hatte Lars jetzt schon mindestens eine Woche nicht mehr an. Er muss sie fast unter Deck suchen ;o)

Irgendwann muss ich wegen einer Stillmahlzeit für Finn das Ruder an Lars abgeben, aber das Segeln hat super Spaß gemacht!

Wir haben uns für heute eine Ankerbucht ausgesucht. Um 14:30h sind wir da.
Die Sonne wird jetzt immer mal wieder von einer Wolke verdeckt, dies ist aber eher angenehm. Die Landschaft sieht wunderschön aus.
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In der Bucht angekommen bekommen wir noch einen Platz am Steg. Dort liegt man per Heckanker.
Wir fahren ein gutes Manöver. Den Anker bringen wir etwas weiter draußen aus, da noch Gewitter angesagt sind und wir damit mehr Sicherheit bei ggf. aufkommenden, stärkeren Winden haben. Unsere Ankerleine ist nicht lang genug, daher verlängert Lars diese durch eine weitere Leine. Dann passiert es, der Knoten, der die Leinen verbindet, geht auf und wir haben unseren Anker verloren. ;o(
Nette Schweden, die ebenfalls schon an der Brücke liegen, fassen mit an, um unser Schiff zunächst ohne Anker zu sichern. Lars springt ins Wasser und macht sich auf die Suche nach dem Anker. Nach drei Versuchen hat er ihn bzw. die Ankerleine gefunden *freu, mein Held!*
Zum Glück ist der See so klar, dass man relativ gut gucken kann und zum Glück lag unser Anker nicht ganz so tief.
Ein netter Schwede ist ebenfalls beherzt zu Lars ins Wasser gesprungen und hat ihm die Leine entgegen gebracht, damit Lars die Ankerleine erneut an der Verlängerungsleine befestigen konnte.
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Wenn man eine Reise macht, dann hat man etwas zu erzählen. *zwinker*
Jetzt liegen wir wie vorgesehen an der Brücke. Den Schweden geben wir ein Bier aus!

Später erkunden wir diese schöne Ankerbucht zu Fuß:
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Lars trägt Finn und es geht über Stock und Stein:
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Dafür werden wir mit traumhaften Ausblicken belohnt:
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Neues von Finn:
Finn hat sich heute Morgen, als er bei Lars in der Koje lag, das erste Mal selbst vom Rücken auf den Bauch gedreht. Sein Gesicht, als er realisiert hat, dass plötzlich alles anders aussieht, war zum Schießen komisch. *total erschrocken*
Es war wahrscheinlich nur ein Zufallsprodukt, wir werden berichten, aber meine Männer sind auf jeden Fall ein Dream-Team:
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Starthafen: Vadstena/ Startzeit: 11:45 Uhr

Zielhafen: Djäknesundet/ Ankunftszeit 14:30 Uhr

Tagesmeilen: 17,09 sm / Gesamtmeilen 744,48 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,84 kn / Speedmax: 8,08 kn

tatsächlicher Wind: 16-20 kn

Tagesanzahl Schleusen: ./. / Gesamtanzahl-Schleusen: 36

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: ./. / Gesamtanzahl Brücken: 25

Hafengeld: ./. SK/Tag

Entschleunigung II (Motala – Vadstena)

Heute lassen wir die Zeit einfach mal durch unsere Finger rieseln.
Wir haben keinen Plan, kein Ziel.

Gestern habe ich mir gewünscht heute auszuschlafen. Eigentlich funktioniert Ausschlafen in dem ich Finn nach dem 6h-Stillen in Lars Obhut gebe und selbst dann noch einmal weiterschlafe.
Finn hat den Wunsch aber irgendwie gehört und hat heute erst um 7h seine Still-Mahlzeit eingefordert. *herrlich* Danach haben wir noch bis 8h im Bett gekuschelt.

Der Himmel hat den Wunsch nach Entschleunigung auch verstanden und hat Wolken hervorgeholt. Es ist immer noch kurze-Hose-Wetter, aber die Sonne brennt nicht so stark, dass sie uns aus dem Hafen treibt.

Die Fifty-Fifty liegt direkt neben uns und wir verbringen den Vormittag mit einem leckeren Frühstück, netten Gesprächen und einfach noch einem nächsten und übernächsten Kaffee. Finn ist natürlich dabei!
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Parallel haben wir eine Waschmaschine angemacht, so dass wir zumindest das Gefühl haben auch produktiv zu sein. ;o)

Irgendwann erkunden wir mit Finn einmal den Ort. Heute ist Lars dran mit tragen. *grins* Der Ortskern ist einfach zu Fuß zu erreichen und hat alle Versorgungsmöglichkeiten.
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Wir finden auch einen Uhrmacher, der Lars Uhr repariert.
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Schön ist die Innenstadt nicht wirklich, aber sehr freundlich. An mehreren Orten stehen Liegestühle zur Sonne ausgerichtet (wenn sie denn da wäre).
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Als wir am Wasser vorbei zum Schiff zurück gehen schmieden meine Beiden schon Pläne fürs Weitersegeln.
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Zunächst wird aber die Wäsche in den Trockner umgeladen und noch etwas gefaulenzt. Zugegeben, dass mit dem Faulenzen gilt eher für Finn und mich, Lars arbeitet auch ein wenig und baut danach unsere Wantensplinte auf ein Klettsystem um.
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Rechts: vorher; Links: nachher
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Um 16h haben wir genug gefaulenzt. Die Fifty-Fifty beschließt zu Freunden die in Vadstena liegen aufzuschließen. Dorthin sind es nur ca. 7 Meilen.

Da für Morgen auch noch Bewölkung mit ggf. Regenschauern angesagt ist und wir Motala heute schon erkundet haben, beschließen wir ebenfalls dorthin zu fahren.
So haben wir Morgen, falls das Wetter eher einen Hafentag verlangt, einen neuen Ort zum erkunden und im Hafenhandbuch sieht der Ort wirklich klasse aus:
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Wir brechen also auf.
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Die Fifty-Fifty ist dicht hinter uns.
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Hans und Chrischi beteuern glaubhaft, dass sie sich von uns nicht gestalkt fühlen. Wir glauben ihnen, spätestens als Hans uns bittet ihnen einen Platz am Schloss freizuhalten. ;o)

Um 17:30h kommen wir in Vadstena an.
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Der Hafen ist etwas Besonderes. Man kann mit dem Schiff direkt bis ans Schloss heran fahren.
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Wir haben Glück und bekommen direkt vor dem Schloss einen Platz.
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Nach einem leckeren Essen von unserem Smutje „Lars“ brechen wir auf, um den Ort zu erkunden.
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Im Schlossgarten findet gerade ein Oldtimer-Treffen statt:
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Weiter geht es ins Zentrum *super hübsch*
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Wir sind gespannt welches Wetter uns Morgen erwartet.
Schlossbesichtigung und Geschäfte bummeln vs. den Vätternsee entdecken?
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Starthafen: Motala/ Startzeit: 16:00 Uhr

Zielhafen: Vadstena/ Ankunftszeit 17:30 Uhr

Tagesmeilen: 8,84 sm / Gesamtmeilen 727,39 sm

Tagesanzahl Schleusen: ./. / Gesamtanzahl-Schleusen: 36

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: ./. / Gesamtanzahl Brücken: 25

Hafengeld: 210,- SK/Tag

Noch ein Tag Aufwärts-Schleusen (Berg – Motala)

Randbemerkung, da ich so oft danach gefragt werde:
Ich schreibe den Text für diesen Blog häufig während ich stille. Das ist praktisch, denn in der Zeit kann ich eh nichts anderes machen. Außerdem gerät nicht so viel in Vergessenheit, wenn man in Etappen schreibt (am Abend wissen wir oft selbst nicht mehr wieviele Schleusen und Brücken wir erfolgreich genommen haben).
Last but not least muss ich so später nur noch Fotos auswählen und sie dem Text hinzufügen. Blog-Schreiben ist also gar nicht so anstrengend und wir erfreuen uns selbst auch sehr am Ergebnis :o)

Heute starten wir um 7:50h. Mit Baby ist man zu der Zeit ja eh wach *zwinker* Eigentlich wollten wir uns nur auf die Warteposition vor die Schleuse legen und dort dann in Ruhe frühstücken. Die Schleusenwärterin sagte uns auch, dass wir in ca. einer Stunde dran wären.
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Doch dann ging alles ganz schnell. Der Großsegler vor uns ist von seinem Schleusenplatz zurückgetreten, da ein Gast noch in der Dusche war.
Wir konnten/ mussten/ durften also statt dessen schleusen, dafür bekamen wir mit der Fifty-Fifty zusammen eine Schleusenkammer für uns alleine.
Wir freuen uns heute wieder mit Chrischi und Hans parallel unterwegs zu sein.
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Mit der Ansage „Es geht los jetzt“ habe ich schnell Finn in die Manduca genommen und schwubs waren wir in der ersten Schleuse. Schon am frühen Morgen mussten wir uns vor der Sonne verstecken, daher suchen ich während des Schleusenvorgangs Schatten unter einem Baum.
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Im Anschluss müssen wir noch etwas in der Schleuse warten, da uns aus der nächsten Schleuse Schiffe entgegenkommen.
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Lars gesellt sich zu mir unter den Baum und gemeinsam betrachten wir unser Schiff
(die vielen Fender sind dem Schleusen zuzuschreiben).
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Der Kinderwagen auf dem Vorschiff passt in seinem Schwarz optimal zu unserer Perfect. Super ausgesucht! ;o)

Der Tagesstart beinhaltete also gleich zwei Doppelschleusen direkt hintereinander inkl. einer Brücke. Im Anschluss kam ein kurzes Kanalstück und dann gleich wieder zwei Doppelschleusen mit zwei Brücken. *ohne Frühstück!*
Finn hat das ganze Stück in der Manduca super mitgemacht. *superbaby*

Im Anschluss gab es erstmal schnell für uns Frühstück *endlich* und für Finn die nächste Stillmahlzeit, während wir weiter auf dem Kanal unterwegs sind, ab und zu von einer Brücke (insgesamt 8) unterbrochen, die jeweils für uns geöffnet werden mussten.
Schleusenimpressionen:
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Am Ende des Kanals passieren wir die letzte Schleuse vor dem Boren (= See).
An der Schleuse liegt direkt das berühmte Göta Kanal Hotel:
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Die Schleuse wird (als Einzige auf dem Weg) noch per Hand bedient.
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Danach ist der Weg frei auf den Boren, weiter nach Motala (unser heutiges Ziel).
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Bevor wir dort sind gilt es noch eine Fünfer-Schleusentreppe zu besteigen.
Man sieht sie schon am Horizont:
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An der Schleusentreppe liegen schon ein paar Schiffe und warten. Wir machen fest und nutzen die Zeit bis zur Schleusung für eine entspannte Pause = Baden und leckere Nudeln im Anschluss.
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Nachdem wir auch diese Treppe gemeistert haben folgt noch ein Kanalstück mit diversen Brücken (insgesamt 4).
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Unter anderem begegnet uns auch eine Brücke, die für uns per Hand geöffnet wird.
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An einer anderen Brücke kommen wir an und das rote Licht „Durchfahrt verboten“ leuchtet.
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Wir legen an dem Steg an und plötzlich spricht eine Stimme aus dem Off zu uns und bittet uns, auf zwei nachfolgende Schiffe zu warten, da die Eisenbahnbrücke nicht zu oft geöffnet werden soll.
Zeit für ein Pausen-Bier:
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Kaum sind die anderen eingetroffen wird die Eisenbahnbrücke geöffnet.
*big brother is watching us*
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Um 18h machen wir in Motala fest.
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Im Hafen ist uns schon nach fünf Minuten wieder viel zu heiß. Da Weiterfahren keine Option ist, gehen Lars und ich erneut baden. *herrlich*
Das Wasser ist hier viel klarer als zu Kanalbeginn und mittlerweile wieder richtig erfrischend kühl.

Finn ist heute von der Hitze, wieder 29 Grad, auch total erschöpft. Ich bin gespannt wie die Nacht wird, da Finn heute gefühlt den ganzen Tag fast nur geschlafen hat.
Jetzt am Abend ist er noch mal etwas wach
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und nutzt die Zeit seine Greif- und Fuchteltechnik weiter zu verfeinern.
Er ist dabei auch nicht auf seinen Greifring festgelegt. Heute hat er ein Spielzeug entdeckt, welches er von meinem G+J-Team geschenkt bekommen hat *danke*:
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Finns Gesichtsausdruck zeigt noch die Anstregung beim Greifen und Fuchteln. Es läuft noch nicht immer rund und bedarf noch sehr großer Konzentration ;o)

Das war wieder ein langer Tag, dennoch hat es uns wirklich richtig gut gefallen.
Auf dem Kanal hat man immer etwas zu tun und es gibt viel zu gucken und die Pausen im Plausch mit Krischi und Hans sind super nett.

Neues von Finn: Wir haben ihn heute Abend gewogen. Er wiegt jetzt 5,7kg. Mama schleppt also schon ein ordentliches Gewicht, wenn sie Finn bei den Schleusen immer die Berge hochträgt ;o)

 

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Starthafen: Berg/ Startzeit: 7:50 Uhr

Zielhafen: Motala/ Ankunftszeit 18:00 Uhr

Tagesmeilen: 20,07 sm / Gesamtmeilen 718,55 sm

Tagesanzahl Schleusen: 14 / Gesamtanzahl-Schleusen: 36

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: 16 / Gesamtanzahl Brücken: 25

Schleusentreppe von Berg (Norsholm – Berg)

Heute geht es bewusst früh los. Die Berg-Etappe soll anstrengend sein, daher wollen wir die Energie der Morgenstunden (und Finns gute Laune am Vormittag *zwinker*) nutzen. Wir fahren wieder zusammen mit Hans und Chrischi von der Fifty-Fifty, die gestern Abend noch längsseits bei uns gegangen sind.
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Um 7:40h legen wir ab, so dass wir mit unter den ersten vier Schiffen in der Schleuse sind. Pünktlich um 8h öffnet sich die erste Brücke, dahinter geht es in die Schleuse. Ein schneller Schleusenvorhang, aber dann…

Die Schleuse öffnet sich, die Eisenbahnbrücke direkt dahinter leider nicht. Der Schleusenwärter kommt und entschuldigt sich, der Klappmechanismus sei leider defekt. ;o(

Gefangen im Brackwasser der Schleuse, direkt bei einer Brücke für Züge – es gibt schönere Orte.
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Als klar ist, dass wir auf den Techniker warten müssen erklimmt Lars die Schleusenwand und besorgt uns frische Brötchen zum Frühstück.
Für mich gibt es eine „Trost-Zimt-Schnecke“ ;o)
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Um 9:30h werden wir endlich aus unserer Lage befreit. Die Techniker waren erfolgreich. Raus geht es auf den Kanal, der aktuell stark der Schlei gleicht.
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Die ca. 13sm zur Schleusentreppe von Berg fahren wir zügig, mit den erlaubten 5kn durch die windstille Landschaft, natürlich steuert der Autopilot. :o)
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Um kurz nach 12h kommen wir bei der Schleusentreppe in Berg an.
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Wir haben Glück, die Schleusenkammer ist offen, wir passen mit beiden Schiffen rein und können direkt losschleusen.
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Das Wasser rauscht mit einer ordentlichen Kraft in die Schleusenkammern.
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Lars ist mittlerweile ein sehr routinierter Schleuser.
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Die Land-/Leinencrew (Finn und ich) kommt ganz schön ins Schwitzen. Dauernd die Berge hochlaufen, die Leinen schnell neu positionieren und in der Sonne stehen –
ich habe mir lieber Lars Sonnenhut ausgeliehen, damit ich keinen Sonnenstich bekomme.
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Finn fühlt sich trotz der Hitze (29 Grad) in seiner Manduca so wohl, dass er die gesamte Schleusentreppe (insgesamt 7 Schleusen) verschläft. *superbaby*

Um ca. 13:30h kommen wir in Berg auf dem Plateau an. Wir finden sofort einen schönen Liegeplatz. Ich bin total fertig, komplett durchgeschwitzt und freue mich die Manduca mit Finn abnehmen zu können. Der Lütte ist mittlerweile ganz schön schwer…
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Finn schläft immer noch – die Hitze hat ihn ebenfalls ausgenockt oder bei Mama war es einfach so schön kuschelig ;o)
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Die Chance des noch schlafenden Babys nutze ich und gehe sofort baden.
Lars belohnt sich mit einem kühlen Bier.

Den Nachmittag verbringen wir im Schatten im Cockpit. Lesen, Baden, Chillen – zu mehr sind wir bei der Hitze nicht in der Lage.
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Finn ist jedoch fit, er bringt auf seiner Krabbeldecke Höchstleistung, denn er hat das Greifen entdeckt. Es gelingt ihm den Greifring festzuhalten, damit herumzuwedeln und ihn sich in den Mund zu stecken. *großartig*
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Am frühen Abend kehren auch bei uns die Lebensgeister zurück und wir machen einen Spaziergang zu den Schleusen.
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Wir guckem einen der Göta-Kanal-Kreutzfahrtschiffe beim Schleusen zu.
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Hier werden Baumstämme als Fender benutzt.

Auch die heutige Etappe im Göta-Kanal war wieder ausgesprochen schön. Wir sind sehr glücklich, dass wir uns für diesen Weg entschieden haben und genießen jeden Tag hier!

Noch eine Nachrichten von Finn: Mit dem heutigen Tag hat Finn seinen Milchschorf hinter sich gelassen. Sein Kopf sieht wieder top aus *freu*

 

Fundstücke

„Achtung Kaninchen queren den Kanal“
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Bite Away!
Insektenstiche passieren in dieser Umgebung schon mal – wir sind halt mit unserem Schiff auf dem Land ;o)
Während ich bisher nie empfindlich war für Stiche hat es mich dieses Jahr zweimal wirklich erwischt. Die Stiche sind richtig groß geworden und angeschwollen. Chrischi hat „Bite Away“ dabei gehabt:
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Das Gerät muss man direkt auf die Einstichstelle halten, es tut kurz etwas weh (habe nur die Kinder-Intensität genutzt), danach jucken die Stiche aber überhaupt nicht mehr. Funktioniert wirklich gut das Ding!

 

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Starthafen: Norsholm/ Startzeit: 7:40 Uhr

Zielhafen: Berg/ Ankunftszeit 13:30 Uhr

Tagesmeilen: 15,05 sm / Gesamtmeilen 697,85 sm

Tagesanzahl Schleusen: 8 / Gesamtanzahl-Schleusen: 22

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: 2 / Gesamtanzahl Brücken: 9

11 Schleusen, 6 Brücken (Sonderköping – Norsholm)

Heute Morgen war Finn der Meinung, dass wir alle nach dem 6h-Stillen auch aufstehen könnten. *grrr* Lars hat Finn dann nach seiner Dusche mit zum Bäcker genommen, so dass ich mich auch in Ruhe wach-duschen konnte. Der Kopfsteinpflaster-Weg im Kinderwagen hat Finn wieder tief einschlafen lassen. *ohne Worte*
Naja, so sitzen wir nun mit ganz viel Ruhe am Frühstückstisch und gucken dem Hafen beim Aufwachen zu. ;o)

Der Himmel ist bewölkt und – wer hätte das gedacht – wir sind dankbar dafür!
Es ist trotzdem Kurze-Hose-Wetter, aber die Sonne brennt nicht so sehr *freu*

Um kurz nach 10h kommen wir los.
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Wir landen in einem sehr netten „Schleuserverbund“ aus vier Schiffen – damit ist die Schleuse dann auch voll.
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Direkt neben uns schleust das etwas ältere Modell unseres Schiffes, ein sehr nettes deutsches Ehepaar aus Flensburg (hans und Chrischi).
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Finn macht das Schleusen sehr gut mit. Die Ersten spielt er vorn, dann ist er eingeschlafen. Wahrscheinlich fühlte er sich von der Geräuschkulisse wie in einem Wirlpool ;o)

Die Schleusen kommen sehr schnell hintereinander. Wir kommen richtig ins Schwitzen, leider ist die Sonne auch ab ca. 12h wieder voll da.
Man sieht schon die nächsten Schleusen, obwohl der laufende Schleusenprozess noch nicht vorbei ist:
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Lars entwickelt so viel Routine auf seiner Position, dass er während des Schleusens sein zweites Frühstück einnimmt:
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Als Finn seine erste Stillmahlzeit einfordert, übernehmen die Schleusenwärter meinen Job an Land, außerdem fasst Chrischi jeweils nachdem ihr Schiff fest liegt bei uns mit an. Das war super gut. So konnte ich ganz in Ruhe Finn versorgen und für Lars und Perfect war auch gesorgt. *freu*

Einige Schleusenvorgänge überwacht Finn auch vom Cockpit aus:
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Die Strecken zwischen den Schleusen fühlt man sich als würde man mit dem Schiff „Rad fahren“. Wir fahren an Feldern und Wiesen vorbei, sehen Pferde und Kühe…
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Wenn uns Schiffe entgegenkommen ist es schon recht eng, aber es passt natürlich.
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Um 15:30h haben wir 11,87sm mit sieben Einzelschleusen, zwei Doppelschleusen, sechs Brücken, die für uns Schiffe geöffnet werden mussten, geschafft.

In Norsholm machen wir fest. Zur Belohnung gibt es erstmal einen HotDog. Da die Schweden das ja nicht so gut können *zwinker* gibt es einen „echten“ HotDog an Bord:
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Wir freuen uns auf Morgen, die Königsdisziplin der Schleusen:
Die Etappe bei Berg :o)

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Starthafen: Sonderköping/ Startzeit: 10:00 Uhr

Zielhafen: Norsholm/ Ankunftszeit 15:30 Uhr

Tagesmeilen: 11,87 sm / Gesamtmeilen 682,80 sm

Tagesanzahl Schleusen: 11 / Gesamtanzahl-Schleusen: 14

Tagesanzahl Brücken, die für uns öffnen mussten: 6 / Gesamtanzahl Brücken: 7

Göta-Kanal (Stegeborg – Sonderköping)

Heute starten wir um 10:15h, nach einem Tankstopp und einem Blick zurück auf Stegeborg:
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Der Weg führt uns noch kurz an den letzen Schären vorbei
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und dann sind wir da…

am GÖTA-KANAL *freu*

Der Göta-Kanal ist eine der bekanntesten und meistbesuchten Touristenattraktionen Schwedens und wurde zum schwedischen Bauwerk des Jahrtausends ernannt.
Er erstreckt sich von Mem bis Sjötrop im Vänernsee und verbindet zusammen mit dem Trollhätte Kanal Stockholm mit Göteburg.

Im Göta-Kanal gilt es 58 Schleusen zu bezwingen. Es ist also ein Bißchen so, als wenn man mit seinem Schiff Treppen steigen würde ;o)
Die größte Treppe wartet in Berg auf uns, aber da sind wir heute noch nicht.

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Zum warm werden haben wir uns eine kurze, erste Etappe ausgesucht. Wir wollen drei Schleusen bis nach Sonderköping passieren.

Als wir am Kanal ankommen sind wir überrascht.
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Es sieht so kuschelig, fast beschaulich aus. *viel kleiner als von uns erwartet*
Im Kanal-Kontor und an der ersten Schleuse geht es fast familiär zu.
Die Schleusenwärter/innen sind sehr umsichtig und lehren uns den Umgang mit den Schleusen sehr angenehm.

Die erste Schleuse:
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Lars setzt mich am Schleusenrand ab, denn beim Hochschleusen muss ein Crewmitglied an Land sein, um die Leinen zu befestigen und ein Crewmitglied bedient die Leinen an Bord.
Lars fährt mit Perfect Match in die Schleuse ein:
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Ein weiteres Schiff schleust mit uns.
Die Tore schließen sich:
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Dann beginnt das Aufschleusen:
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Aus Lars Perspektive sieht das ganze so aus:
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Viele Schaulustige begleiten das Schleusen.
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Die Crew an Land – Finn und ich :o)

Dann liegt er vor uns – der Kanal:
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Die nächsten beiden Schleusen meistern wir schon viel routinierter.
Wir ahnen, am Ende dieser Reise werden wir Schleusenprofis sein. :o)

Sonderköping ist ein sehr süßer Ort.
Wir sind zufrieden mit unserem Vorhaben hier zu bleiben.
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Nach einer kurzen Verschnaufpause – es ist heute so unerträglich heiß – erkunden wir den Ort.
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Am Supermarkt können wir natürlich nicht vorbei. Finn findet es dort auch total interessant und passt auf, dass wir auch leckere Sachen einkaufen.
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Im Anschluss verschnaufen wir etwas im Cockpit.
Wir haben unsere Kuchenbude aufgebaut und nutzen sie (ohne Seitenteile) als Bimini-Top – ohne Schatten würden wir eingehen, außerdem kann Finn so bei uns im Cockpit sein,
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Lars versucht Finn den Greifring schmackhaft zu machen *im wahrsten Sinn des Wortes* – aktuell aber noch vergebens ;o)
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Finn strampelt lieber so in der Gegend herum und spielt mit seinen Fuchtel-Tüchern
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Lars und ich nutzen die Pause auch, um jeder einmal im Kanal baden zu gehen. Aber die Abkühlung währt leider nur kurze Zeit.
Da es heute so warm ist bleibt auch die Kombüse kalt und wir holen uns etwas vom Chinesen – lecker ;o)

Im Anschluss hat Lars wieder Energie. Er „jagt“ uns den Felsen hoch, um ein Blick von oben auf unser Schiff zu werfen:
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Finn und Lars ganz an der Kante *Achtung!*
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Ein aufregender Tag mit vielen Erlebnissen geht zu Ende. Lars macht jetzt das Abendritual mit Finn, dann kommt das kurze Crewmitglied ins Bett und es verbleibt noch etwas „Elternzeit“ – sehr schön!

 

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Starthafen: Stegeborg/ Startzeit: 10:15 Uhr

Zielhafen: Sonderköping/ Ankunftszeit 13:50 Uhr

Tagesmeilen: 9,74 sm / Gesamtmeilen 670,93 sm

Anzahl Schleusen: 3

Abschied von den schwedischen Ost-Schären (Aspöfladen – Stegeborg)

Unglaubliche Themperaturen schon am Morgen! Heute bin sogar ich direkt aus dem Bett ins Meer gesprungen. *stolz*

Danach gab es erstmal ein leckeres Frühstück.
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Die Sonne brennt jetzt schon unbarmherzig, bei dem Wetter kann man eigentlich nur segeln gehen. Daher beschließen wir weiter zu fahren.

Um 11:15h verlassen wir unsere Lieblingsankerbucht auf der Ost-Seite Schwedens.
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Wir entschließen uns heute nicht den Weg durch den Schärengarten zu nehmen, sondern nach außen zufahren, um gut segeln zu können.
Draußen begebenen uns nur wenige Schären:
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Finn lässt sich Heute von der Wärme nicht abschrecken. Zum Schlafen fordert er „Nähe“. Ich nehme ihn also in die Manduca und stelle fest, dass es draußen im Schatten mit ihm ganz gemütlich ist und ich sogar schön dabei lesen kann :o)
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Auch sonst sind wir heute als Familie viel draußen, da die Sonne vom Sprayhood abgehalten wird und es Schattenplätze gibt.
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Wir haben einen Augenblick nicht hingeguckt, da hat Finn aus seiner schönen Schlafposition das gemacht:
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Wir fahren teilweise durch „gelb-blau-gestreiftes Wasser“. Was das wohl ist? Pollen?
Wenn Schweden die WM gewonnen hätte, dann hätten wir verstanden, dass sie das Wasser gelb-blau einfärben, aber so…?!
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Die letzten Seemeilen fahren wir noch einmal durch die Fjordlandschaft.
Es war wunderschön hier!
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Um 18h liegen wir fest in Stegeborg.
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Jetzt schnell etwas zu Essen machen und dann den Abend im Gespräch mit unseren sehr netten Schiffsnachbarn beenden.

Wir freuen uns auf Morgen! *Göta-Kanal*

 

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Starthafen: Aspöfladen/ Startzeit: 11:15 Uhr

Zielhafen: Stegeborg/ Ankunftszeit 18:30 Uhr

Tagesmeilen: 41,93 sm / Gesamtmeilen 661,19 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,04 kn / Speedmax: 7,26 kn

tatsächlicher Wind: ca 3-9 kn

Hafengeld: 200,- SK/Tag

Auf zum nächsten Ziel (Nynäshamn – Aspöfladen)

In diesem besonderen Sommer haben wir die Chance ganz besondere Dinge zu erleben. Wir haben sehr viel Glück, denn Finn fühlt sich auf dem Schiff und mit uns so richtig wohl. :o)

Diese Möglichkeit wollen wir nutzen und haben uns daher ein nächstes Ziel gesetzt.
Wir wollen unser geliebtes Schweden durchqueren, d.h. wir wollen durch den Göta-Kanal. *wir sind gespannt was uns erwartet*

Die Kanal-Passage haben wir an unserem letzten Badetag in Aspöfladen gebucht und jetzt machen wir uns auf den Weg…

Lars ist heute Morgen zu einer großen Supermarkt-Shopping-Tour aufgebrochen. Das hiesige, große Angebot müssen wir nutzen, um unsere Vorräte aufzufüllen und der Kinderwagen eignet sich hervorragend, um alle Schätze zum Schiff zu transportieren.
Ich habe in der Zeit Finn gehütet und da er so friedlich Unterdeck gespielt hat, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und das Boot von den Krümeln der letzten drei Wochen befreit. Als Lars zurückkam und mich mit Wasserschlauch und Schrubber hat werkeln sehen war er begeistert *freu*

Kurz darauf sind wir aufgebrochen, denn im Hafen wurde es schon am Morgen unerträglich heiß.
Der Blick zurück auf Nynäshamn zeigt die Kirche, die ich gestern mit Finn besucht habe:
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Die Törnplanung erfolgt bei einem schnellen Frühstück
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Ziel ist es in den nächsten Tagen nach Mem zu kommen, dem Eingang des Göta-Kanals. Auf der Suche nach einer schönen Schäre zum Baden auf dem Weg dahin war schnell klar, dass wir – wenn der Wind passt – noch einmal nach Aspöfladen fahren wollen.

Um 10:30h, als wir gestartet sind, wehte noch kein Lüftchen. Wir motoren ein Stück in der Hoffnung, dass die Thermik noch einsetzt.
Wie gewünscht kam etwas später Wind und wir konnten hervorragend mit Groß und Genua segeln:
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Bei der heutigen Sommerhitze führt Lars das erste Mal seinen Sonnenhut aus *Hauptsache es hilft*
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Finn genießt es ebenfalls im Schatten, aber bei uns an Deck zu sein:
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Um 14:50h kommen wir in Aspöfladen an. Wir liegen wieder auf „unserem“ Platz an der Schäre mit Blick auf die vorbeifahrenden und ankommenden Schiffe.
10 Minuten später ist Perfect aufgeklart und Lars und ich schwimmen im Wasser. Leider ist das Wasser so warm, dass die Abkühlung nicht lange hält. Wir gehen heute noch mehrfach baden, während Finn im Schatten auf der Krabbeldecke spielt
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Abends gibt es lecker Steak und Salat, aber gerade als wir uns gesetzt haben
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passiert es. Ein Schiff läuft in der Einfahrt zu dieser wunderschönen Ankerbucht auf einen Stein. Lars sieht, dass das Schiff Hilfe benötigt – allein kommen die nicht mehr von dem Stein herunter – und schwimmt sofort hin.
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Ein weiterer Mann schwimmt ebenfalls zu dem Schiff und gemeinsam kränken sie das Schiff (schwimmend aus dem Wasser *mein Held*) so stark, dass es frei kommt.
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Damit ist Lars gute Tat für heute getan und wir können weiter essen und den Sonnenuntergang bei einem Sundowner genießen *Prost*

Bilder von Finns Tag:

Morgens durfte Finn wieder bei Papa kuscheln, nur dass Papa irgendwann aufgestanden ist und der kleine Finn alleine in der großen Koje zurück blieb ;o)
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Das heutige Outfit ist „sponsored by“ Sören und Annika *total schick!!! – DANKE*
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Kuscheln bei Papa
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PS: Die Hitze hat in Nynäshamn zu einem Wassernotstand geführt.
Lars hat alles kaufen können, außer Wasser ohne Flavor *ups*
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Starthafen: Nynäshamn/ Startzeit: 10:30 Uhr

Zielhafen: Aspöfladen/ Ankunftszeit 14:50 Uhr

Tagesmeilen: 26,17 sm / Gesamtmeilen 619,26 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,04 kn / Speedmax: 7,25 kn

tatsächlicher Wind: ca 3-11 kn

Hafengeld: ./.

Strohwitwe mit Sohn (Nynäshamn)

Lars ist heute Morgen um 4:30h aufgestanden. *puh*
Finn und ich haben uns noch einmal umgedreht und weiter geschlafen. Wir sind erst um 8h aus der Koje gestiegen. Auf dem Handy erwartete uns schon die erste Nachricht von Lars. Er hat den Flughafen super gut erreicht und bereits den Starbucks direkt vor seinem Gate geplündert. ;o)

Bei uns beginnt der Tag ruhig. Finn legt erstmal die erste Spiel- und Strampel-Session unter seinem Mobile ein.
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(Heute übrigens in einem Body von Anke und Harald. Sehr schicker Body, ein ganz toller Stoff und bei diesem Sommerwetter absolut perfekt. Danke!)

Ein Baby braucht ja seine Rituale und die Mama ihr Frühstück ;o) Aufgrund der Hitze, die hier schon am Morgen herrscht gibt es Obst und Saft.
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Im Anschluss hole ich Finn für eine Spieleinheit auf seine Krabbeldecke. Dort liegen wir gemeinsam im Schatten unter den Lichtschutzfaktortüchern. Finn findet das Kabel (links) total interessant, wenn da mal nicht Erbanlagen seines Vaters durchkommen *zwinker*
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Irgendwann schläft er ein. Ich hoffe, das liegt nicht an meinen schlechten Entertainmentfähigkeiten ;o)
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Als Finn wieder fit ist machen wir uns auf den Weg, um Euch Nynäshamn näher zu zeigen (wegen der Hitze beschränken wir uns zunächst auf den Hafen).
Wir liegen direkt an der Promenade.
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Ich kann vom Cockpit die Menschen sehen, die auf die Fährschiffe steigen.
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Direkt vorm Schiff beginnen die Geschäfte
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Natürlich halten wir an der Bäckerei.
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Finn verschläft den Stopp. Wie das sein kann ist mir unerklärlich, denn ich kann nicht an den leckeren, noch warmen Zimtschnecken vorbei. Wieder eine Veranlagungen, die nur von Lars kommen kann, der mag schließlich auch (fast) nie Kuchen. ;o)

Für mich gibt es aber erstmal einen leckeren Snack:
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Nach etwas Spaß im Schatten und natürlich einer Still- und Schlafpause gehen wir dann in der Stadt shoppen.
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Als Erinnerung an diesen schönen Ort und unsere Reise hierher kaufen wir ein Kissen für zu Hause. Das Kissen ist aktuell noch größer als Finn ;o)
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Im Anschluss erklimmen wir den Kirchberg, um einen Blick von oben auf den Yachthafen werfen zu können.
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Ganz schön viel erlebt am heutigen Tag…

Jetzt gibt es ein leckeres Essen für mich, indirekt natürlich auch für Finn. Ich muss die Chance nutzen, wenn der Papa nicht da ist und Finn mit Fisch füttern ;o)
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= Ich habe gekocht (Naja zugegeben, eigentlich war es die Feinschmecker-Räucherei direkt gegenüber *aber Psst*)

Charmante Gesellschaft habe ich auch beim Essen
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Dazu gibt es richtig schöne Livemusik von einer Band direkt vorm Schiff.
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Als Finn sein erstes Abendschläfchen unter Deck hält
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setze ich mich mit einem (leider alkoholfreien, aber irgendeinen Schönheitsfehler gibt es ja immer *zwinker*) Sekt aufs Vorschiff und genieße Musik und Menschen um mich herum. Jetzt fehlt nur noch Lars, dann wäre die Welt komplett.

Später habe ich mit Finn das erste Mal in seinem Leben das Abendritual gemacht (das ist sonst immer Lars Part). Ich hatte leichte Befürchtungen, dass Finn mich mit den Worten „Mama, geh weg, das ist ein Männer-Ding“ wegschickt.
Zum Glück hat er das aber nicht gemacht und wir hatten ziemlich viel Spaß zusammen.
Jetzt liegt ein zufriedenes, gut duftendes Baby in seinem frisch gewaschenen Schlafsack im Bett und schläft. *freu*

Lars kommt um 22:15h zurück. *freu*
Wir sitzen noch bei Bier (für Lars) und Schokolade (= Ersatzbefriedigung statt Alkohol für mich) zusammen im Cockpit und sprechen über diesen aufregenden Tag.
Lars Meeting war erfolgreich, außerdem hat er einen neuen, größeren Schlafsack für Finni im Gepäck und er ist unsere bisherige Route (auf dem Hinweg) und unsere zukünftige Route (auf dem Rückweg) einmal mit dem Flieger abgeflogen.

Perfect Match!!!

Fundstück: Die Unterwasserschiff-Waschanlage ist hier hoch frequentiert
(Hab ich noch nie vorher gesehen)
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Ach ja, fleißig waren Finn und ich auch: Waschtag
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(Wie kann so ein kleines Baby bloß so viel Wäsche produzieren;o)

 

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Hafengeld: 175,- SK/Tag

 

120% (Oja – Nynäshamn)

Heute haben wir unseren Zielhafen nach etwas anderen Kriterien ausgwählt.
Lars muss Morgen für einen Tag beruflich nach Hause/ Hamburg. Der Zielhafen sollte daher vor allem zwei Bedingungen erfüllen:
1. gute Bahnverbindung zum Stockholmer Flughafen
2. gute Versorgungsmöglichkeit für Finn und mich

Um 11:10 verlassen wir das schöne Oja.
Oja sieht übrigens, morgens wenn es sich bereits deutlich geleert hat, so aus:
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Unser Ziel ist gemäß der oben genannten Bedingungen Nynäshamn. Der Weg dahin ist sehr kurz, so dass wir uns entscheiden die Strecke zu motoren und dennoch den etwas längeren Weg durch den Schärengarten zu fahren.

Unterwegs haben wir irgendwann folgende Situation:
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Wahrscheinlich kann sich jeder den sich daran anschließenden Dialog vorstellen.
Im Sinn von: „Sollten wir nicht tanken?“, „Nein, das passt schon.“…
Am Ende kam bei uns Folgendes dabei heraus:
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Wer an Bord welche Position in dem Dialog inne hatte bleibt unser Geheimnis ;o)

Um 13:00h kommen wir in Nynäshamn an.
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Wir befürchten das Schlimmste, denn unser Hafenführer beschreibt den Ort ungefähr so:
„Geschäftiger Fähr- und Yachthafen…“; „…Bei starkem Wind sehr unruhiges Liegen…“; „Stadtzentrum liegt etwas 350 Meter entfernt und direkt am Hafen liegt der Bahnhof…“

Aber es kommt deutlich anders als gedacht. Der Ort ist perfekt!
Wir sind sofort begeistert! *freu*

Direkt beim Yachthafen ist eine Tankstelle und wir können Volltanken und auch unsere Reservekanister wieder füllen. Außerdem bekommen wir noch unsere leere Gasflasche getauscht (sogar gegen eine deutsche Gasflasche, diese lassen sich zu Hause deutlich einfacher zurückgeben). *freu*

Dann finden wir einen tollen Liegeplatz an der belebten Promenade. Hier liegen wir mitten im Leben und dennoch ruhig, denn Dank der Hochwetterlage ist ja kein Starkwind zu erwarten.
Es gibt unheimlich viel zu gucken, süße kleine Geschäfte, beste Versorgungsmöglichkeiten direkt vorm Schiff z.B. eine Räucherei (ich weiß schon was ich Morgen zum Mittag esse *strahl*), Pelle Peterson Store, Musto Store, Bäcker…
Die Bahnverbindung ist ca. 200 Meter entfernt und die Innenstadt mit Geschäften und einem riesigen Supermarkt lässt sich problemlos mit dem Kinderwagen erreichen.

Wir sind natürlich auch direkt an Land gegangen, haben uns bei einem Imbiss gestärkt
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(Lars schafft übrigens zwei Fransk HotDog und einen Hamburger, während ich einen Fransk HotDog esse *ohne Worte*)

um dann einmal den Supermarkt zu entern und Lars Bahnverbindung zu checken.
Alles klappt perfekt :o)

Lars kann ganz beruhigt fahren, für Finn und mich ist essentechnisch gesorgt und es gibt hier definitiv genug zu erleben. Dennoch versorgt uns Lars heute Abend noch einmal mit Vitaminen *sicher ist sicher*
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Fazit: Nynäshamn erfüllt unsere Bedingungen zu 120%.
Morgen werde ich Euch diesen Ort in Bildern vorstellen. ;o)

Der heutige Tag endet als Badetag. Erst habe ich die tollen Duschen inkl. Sauna genutzt, danach war Lars dran. Sobald Finn aus seiner ersten Abendschlafrunde erwacht wird auch er gebadet (allerdings bei uns an Bord) und dann ist die ganze Crew sauber für den morgigen Landgang.
Ich bin gespannt, ob Lars noch weiß wie man sich in einer langen Hose und einem Hemd benimmt ;o)

PS: Finn hatte heute wieder unser absolutes Lieblingsoutfit an *Danke Lis, Danke Ralph, Danke Silke* daher muss ich diesem Text leider noch ein paar Bilder von Finns Tag anfügen:

Morgenturnstunde im Vorschiff
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Kurze Schläfchen am Tag
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Kuscheln bei Papa
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Spielen mit Mama
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Bahnverbindungen heraussuchen mit Papa und besonders wichtig:
Checken, ob Papa wirklich und möglichst schnell wieder kommt
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Starthafen: Oja/ Startzeit: 11:10 Uhr

Zielhafen: Nynäshamn/ Ankunftszeit 13:00 Uhr

Tagesmeilen: 11,42 sm / Gesamtmeilen 593,09 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,23 kn / Speedmax: 7,24 kn

tatsächlicher Wind: ca 8 kn

Hafengeld: 175,- SK/Tag

Hafenkino (Aspöfladen – Öja)

Heute Morgen um 10:15h machen wir uns wieder auf den Weg und verlassen unseren traumhaften Ankerplatz…
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Unser Ziel heißt Fifang.
Wir motoren, da wir unsere Akkus gern wieder aufladen wollen, um gerüstet zu sein für die nächste Nacht am Anker und der Wind eh nur sehr schwach weht.

Impressionen von unserem Weg:
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Als wir die Tonne erreichen, an der wir Richtung Fifang abbiegen müssen, sehen wir das über unserem Ziel Wolken hängen. Spontan entscheiden wir uns um und fahren nach Öja:
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(Die Schiffe in Oja liegen ziemlich versteckt)

Das war eine gute Entscheidung!
Nicht nur das auf Öja die Sonne scheint, der „Hafen“ scheint sehr beliebt zu sein und hat damit echt Flair. Nachdem wir einen schönen Platz gefunden haben können wir im Cockpit sitzend gemütlich diverse Anlegemanöver (alle mit Heckanker, zum Teil in zweiter Reihe) beobachten.
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(Hier: 4 Schiffe suchen im schon vollen Hafen einen Platz)

Finn vergnügt sich derweil mit im Cockpit auf seiner Krabbeldecke
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Liebe Heidi, Danke für die tolle Decke! *Kuss*
Liebe Sabine, liebe Kathrin Euer Ball ist der Hit und scheint eines der nächsten interessanten Spielzeuge zu werden! *freu*
Aktuell heißt die Spiel-Hitliste allerdings noch:
Platz 1: Mamas und Papas Gesicht
Platz 2: das Mobile
Platz 3: seine Hände
Platz 4: Töne mit dem eigenen Mund machen
Platz 5: Tücher zum fuchteln

Das was in Laboe die Currywurst von Britt ist, ist hier ein super leckerer Hamburger.
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Natürlich müssen wir den als kleinen Nachmittagssnack probieren und bekommen ihn sogar zum an Bord essen, so dass wir den schlafenden Finn nicht allein lassen müssen ;o)

Beim Hafenkontor kann man sich außerdem Fahrräder leihen. Lars nimmt das Angebot an und fährt zum nächsten Kaufmann. Ich bleibe bei Finn, denn auf Grund der Wärme können wir uns heute nicht vorstellen Finn in der Manduca mitzunehmen.

Als Lars wiederkommt ist Finn gerade gestillt und Lars ermutigt mich auch noch eine Runde über die Insel zu fahren. Eine super schöne Tour!
Es macht Spaß mit dem Mountainbike über die Schotterpisten zu cruisen. Die Insel ist ganz schön hügelig. Am anderen Ende ist ein kleiner Ort mit Hafen und Leuchtturm:
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Der Ort ist so klein, dass die Briefkästen aller Bewohner unten am Hafen in einer Reihe stehen:
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Ausgepowert und glücklich komme ich wieder bei meinen beiden Männern an.
Zeit für noch etwas Hafenkino (es kommen immer noch Schiff an) und ein leckeres Abendessen :o)

Später am Abend:
Im Schiff ist das Abendritual „Lars-und-Finn-Wickel-Wasch-Spaß“ in vollem Gang:
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Ich genieße draußen eine traumhafte Abendstimmung:
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Starthafen: Aspöfladen / Startzeit: 10:15 Uhr

Zielhafen: Oja/ Ankunftszeit 14:00 Uhr

Tagesmeilen: 16,99 sm / Gesamtmeilen 581,67 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 4,69 kn / Speedmax: 6,84 kn

tatsächlicher Wind: ca 8 kn

Hafengeld: 250,- SK/Tag

Badetag (Aspöfladen)

Wir liegen traumhaft schön an dieser Schäre, so dass wir beschließen noch hier zu bleiben.
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Der Tag beginnt mit Familienkuscheln in der Achterkoje (ich lag auch dabei)
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Nach dem Familienkuscheln, Wickeln, einer Mahlzeit und etwas Mobile-Spielzeit ist Finn wieder eingeschlafen. Zeit für uns ganz entspannt in den Tag zu starten:

1. Frühstück = Kaffee (für mich sogar Espresso, wenn auch ein Kleiner aus einer großen Tasse), Tee, Saft, Lesen, Chillen
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2. Frühstück = noch ein Kaffee, Ei, leckere Brötchen…
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Tagsüber gibt es für Finn ganz viel Kuschelzeit:
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Meine Beiden – mit Fleisch (Köttbullar) und Technik (Tablet) im Zugriff sind sie sehr zufrieden:
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Als das Baby unter Deck schläft gehen beide Eltern baden.
*Ja, ich war heute sogar mehrfach baden :o)*
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Für Perfect ist auch Badetag – sie bekommt eine Außenhaut-Reinigung und glänzt im Anschluss wieder wie neu:
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Die nächste Schlafzeit von Finn wird für ein Bißchen Arbeit (Lars) und Lesen (ich) genutzt *meine Männer haben ich dabei im Blick ;o)*
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So kann der Tag ausklingen. Analog zu gestern wünsche ich mir ein leckeres Essen und – sobald das Baby schläft – einen Krimi im Bordkino :o)

— Nachtrag „Wunsch in Erfüllung gegangen“ —

Mir ist aufgefallen, dass ich selten von unseren Abenden erzähle, da diese häufig noch vor uns liegen, wenn ich unsere Blogeinträge schreibe bzw. veröffentliche.

Abends hält Finn ab ca. 18/19h sein erstes Abend-Schläfchen (noch nicht in seinen Bett, sondern meist im hängenden MaxiCosi, der schaukelnden Babywanne oder in der Manduca). Das ist dann die Zeit, zu der Lars und ich gemeinsam Abendbrot essen. Lars ist unser Smutje, ich beginne in der Zeit mit dem Blogeintrag.

Das erste Abend-Schläfchen von Finn dauert ca. 2-3h. Heute haben wir in der Zeit lecker gegessen und noch einen Tatort im Bordkino geguckt.
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Als Finn aufgewacht ist hat er noch etwas mit bei uns gesessen.
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Ab ca. 21h starten wir dann mit Finns Abendritual, d.h. er bekommt etwas zu Essen, anschließend folgt der „Lars-und-Finn-Wickel-Wasch-Spaß“, der damit endet, dass ich einen gut duftenden Finn im Schlafsack für einen kleinen Gute-Nacht-Schluck gereicht bekomme.
Im Anschluss bringt einer von uns Finn ins Bett und hier klappt es *toi, toi, toi* hervorragend mit dem Einschlafen, so dass noch Elternzeit übrig bleibt :o)
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(Bordelektronik ist heute ausgestellt, da wir an der Schäre Strom sparen)

 

Zick-Zack-Segeln durch die Schären (Arkösund – Aspöfladen)

Morgenstund hat Gold im Mund :o)
Heute Morgen war ich voller Elan. Nach dem 6h-Stillen habe ich noch etwas gelesen, danach ging es aber unter die Dusche, Brötchen holen und Wäsche-Legen im Schatten der Kuchenbude. Diese Wäsche-Geschichte im Urlaub ist eine gewöhnungsbedürftige Sache ;o)

Um 10h ist alles fertig, die Frühstücksbrötchen sind geschmiert und da es im Hafen bei aktuell noch stehender Luft einfach zu warm ist, starten wir.
30 Minuten später setzt sich Wind durch und wir setzen die Segel. Mittlerweile sind wir auch wieder vertraut mit der Schärennavigation, so dass Segeln kein Problem darstellt.
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Wir haben totales Glück mit dem Wind – wir können die komplette „Zick-Zack-Strecke“ segeln. *herrlich*
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Vorbei an schönen Häusern (hier Haus mit Leuchturm) und Ankerbuchten
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Mittlerweile sind wir so weit Richtung Stockholm vorgedrungen, dass wir unseren neuen Seekartensatz auspacken können:
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Seekarten sind unverzichtbar! Nicht nur, dass die Streckenplanung mit einer Seekarte einfacher ist, Papier ist auch geduldiger.
Um 11:44h meldet nämlich unser IPad: „Themperatur zu hoch, das IPad muss abgekühlt werden bevor es weiter genutzt werden kann“ – *scheinbar mag das Gerät die totale Sonneneinstrahlung heute nicht so*
Zum Glück sind wir ein „Technik-Schiff“, wir holen einfach das nächste Tablet (diesemal ein Windows-Gerät) hervor. Aber in solchen Momenten ist es auch sehr gut auf Papier zurückgreifen zu können ;o)

Finn ist heute wieder sehr gut drauf. Eine Zeit lang war er mit mir im Cockpit in der Manduca und hat geschlafen, im Anschluss war er so fit, dass er zufrieden unter Deck gespielt hat und ich sogar auch mal segeln konnte.
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Um 15h liegen wir fest an einer wunderschönen Schäre. In unserem Schärenführer sieht der Platz so aus:
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Wir liegen direkt am Eingang der Bucht. Alle ankommenden Schiffe fahren an uns vorbei, darüber hinaus haben wir einen tollen Blick auf das „Schärenfahrwasser“.
Direkt nachdem wir festgemacht haben beginnt ein leichter Sommerregen. Wir hatten aber noch genug Zeit unsere Kuchenbude aufzubauen, so dass wir wunderbar im Trockenen unseren tollen Blick genießen können.

Noch zwei Bilder von Finn in seinem neuen Body. Wir sind nicht ganz sicher, sein Gesichtsausdruck wirkt manchmal so als ober er findet, dass auf dem Shirt eigentlich „Perfect Match – captain“  statt „Perfect Match – crew“ stehen müsste ;o)
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Unser aktueller Standort auf einer Karte, hier klicken (Bordelektronik und damit das Signal ist heute ausgestellt, da wir an der Schäre Strom sparen)

Starthafen: Arkösund / Startzeit: 10:00 Uhr

Zielhafen: Aspöfladen/ Ankunftszeit 15:00 Uhr

Tagesmeilen: 24,8 sm / Gesamtmeilen 564,68 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 4,69 kn / Speedmax: 6,99 kn

tatsächlicher Wind: ca 8 kn

Hafengeld: ./. SK/Tag

Waschtag (Haeskö – Arkösund)

Was für ein schöner Morgen. Nach dem Stillen um 6h ist Finn noch mal richtig tief eingeschlafen und wir mit ihm. Wir waren dennoch vor ihm wach, so dass noch richtig „Elternzeit“ übrig blieb. *schön*

Die Bucht in der wir liegen ist wunderschön.
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Anbei der hiesige Weg zum Kiosk:
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(Die Kordel am Weg sagt nicht, dass man dort nicht weitergehen darf, sie soll nur die Tiere von den Häusern fernhalten.) Wenn man die Beschaffenheit des Weges betrachtet, ist es kaum zu glauben, dass hier auch Kinder unbeschadet aufwachsen. Scheint alles eine Frage der Gewohnheit zu sein ;o)

Es gibt sogar eine Sauna:
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Eigentlich ein perfekter Platz für Lars, nur die wirklich vielen Fische im Wasser haben Lars heute sein morgendliches Bad etwas erschwert. Sie haben sich nämlich nicht von „Lars – dem großen Fisch“ beeindrucken lassen. Mit vielen Fischen meinen wir WIRKLICH viele Fische.

Blick von der Badeleiter:
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Neben dem Schiff sah es dann so aus:
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Der Wetterbericht hat für heute ein paar Wolken vorhergesagt. Wir sehnen sie uns händeringend herbei, denn es ist schon super warm. Die Wärme ist ohne Fahrtwind nicht auszuhalten, daher beschließen wir loszufahren und unterwegs zu frühstücken.

Den Anker lichten wir um 10h.
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Nach dem Frühstück hat sich auch etwas Wind durchgesetzt, so dass wir um 11h die Segel setzen und bei ca. 10kn Wind aus SO dahingleiten.
Ich verbringe heute viel Zeit mit Finn im Vorschiff. Draußen ist es einfach zu warm und zu sonnig für den kleinen Kerl. Er bekommt so seinen „privaten“ PEKiP-Kurs. Wir üben das Drehen von der Bauch in die Rückenlage. Es klappt in beide Richtungen, mittlerweile auch mit Windel *freu*

Unser Ziel ist Arkösund.

Finn hatte gestern einen Spucktag. Wie sagt man so schön: „Spei-Kinder sind Gedeih-Kinder“ Demnach gedeiht Finn gerade prächtig *zwinker* Seine Bilanz von gestern:
Mamas Hose, Mamas T-Shirt, das Sofa im Salon – erwischt! Aber zum Glück auch Papas Hose und Papas T-Shirt ;o) von den vielen Stramplern, Bodies und Spucktüchern will ich gar nicht berichten.
Um gut gerüstet zu sein, falls dass noch ein paar Tage so weiter geht, verbinden wir heute vorsorglich den Wunsch unseren Kühlschrank und Wassertank aufzufüllen mit dem Waschen einer oder zweier Waschladungen.

Nach einem verhältnismäßig kurzen Trip kommen wir um 13:15h in Arkösund an.
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(Hier mit ein paar Wolken, die leider total schnell wieder verschwinden)

Arkösund ist wieder so ein neuer Hafen mit relativ hohem Hafengeld. Dafür gibt es vier Waschmaschinen und zwei Trockner, deren Nutzung mit dem Hafengeld abgegolten ist – je nach Lebensphase werden halt andere Dinge wichtig ;o)
Wir nutzen den Luxus und waschen sogar unsere Betten, denn natürlich hat Finn die auch schon erwischt.

Finn freut sich über diesen Tag, denn es bleibt viel Zeit um bei einem von uns zu sitzen oder durch die Gegend getragen zu werden.
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Fundstück
Linienbushaltestelle in Arkösund – hier ist alles etwas anders ;o)
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Unser aktueller Standort auf einer Karte, hier klicken

Starthafen: Haeskö/ Startzeit: 10:00 Uhr

Zielhafen: Arkösund/ Ankunftszeit 13:15 Uhr

Tagesmeilen: 18,32 sm / Gesamtmeilen 539,88 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 5,64 kn / Speedmax: 7,2 kn

tatsächlicher Wind: ca 12 kn

Hafengeld: 310,00 SK/Tag

Schären-Segeln (Västervik – Haeskö)

Heute Nacht hat Finn wieder hervorragend geschlafen (nur ein Still-Stopp um 3h *perfekt*). Wir sind vor ihm wach geworden und bereit in den Tag zu starten.
Da der Morgen so schön ist, die Sonne scheint und ein segelbarer Wind weht, entschließen wir uns einfach aufzubrechen.

So verlassen wir Västervik schon um 8:30h.
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Västervik ist übrigens eine wirklich schöne Stadt. Der Stadtkern mit alten Häusern, einer Innenstadt mit Flair und vielen Restaurants und Kneipen zum draußen sitzen, ist vom Hafen zu Fuß sehr gut zu erreichen.
Wenn wir unseren Fokus wieder mehr auf solche Vergnügen legen ist die Stadt einen erneuten Stopp wert.

Wir motoren ein Stück durch die Schären und es gibt erstmal ein klassisches, schwedisches Frühstück (zumindest für mich, Lars ist ja nicht so für Süßes)
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und das obligatorische morgendliche „Bad“ in der Sonnencreme.

Um 9:30h setzen wir die Segel und gleiten bei ca. 12-16 kn Wind durch die Schären. Der Kurs ist dem Schärenweg nachempfunden, d.h. Raumschoot, halber Wind…
Der Autopilot fährt, Lars navigiert und trimmt die Segel.

An dieser Stelle möchte ich ein ganz, ganz GROßES LOB an unseren Kapitän Lars aussprechen. Er fährt uns hervorragend durch die Schären! *Kuss*
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Und wo ich schon bei den Danksagungen bin… Einen zweiten großen Dank möchte ich dem Mobile aussprechen:
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Es unterhält Finn wirklich prächtig. Wir können ihn im Vorschiff ohne Sorge hinlegen und er quickt vor Vergnügen. Im Hafen, wenn sich das Mobile nicht von selbst bewegt, sorgt die Dreheinheit für Musik und Tanz ;o)
(spätestens nach zwei Monaten werden wir uns wahrscheinlich eine neue Melodie herbeisehnen, aber Finn gefällt es *zwinker*)

Dadurch das Finn so gut beschäftigt ist bzw. sich selbst beschäftigt, können Lars und ich immer auch mal beide gemeinsam die traumhafte Landschaft genießen.

Ein Vogel trocknet seine Flügel:
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Wir sind heute so früh unterwegs, dass wir mehrfach den „Schären-Hausmeistern“ begegnen. Einer muss sich ja um die Pflege der Seezeichen, die Sauberkeit der Schären etc. kümmern:
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Weiß jemand warum einige Schären unten weiß sind?
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Der Segeltag heute ist wirklich wieder traumhaft. Dennoch haben wir um 16h Lust auf den Abschluss für Heute. Wir suchen uns eine Bucht zum ankern:
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Wahnsinnig schöne Natur hier!

In der Bucht kehrt Ruhe ein. Wir bekommen noch einen Ankerplatz mit dem Bug am Steg. Die Sonne taucht alles in ein friedliches Licht. Wir essen lecker, Lars hat Zeit mit Finn zu kuscheln. Fischschwärme springen um unser Boot. Ab und zu schwimmt oder rudert jemand durch die Bucht.
Später am Abend hört man nur noch ein paar Vögel und den schnarchenden Finn ;o)

Unser Nachbar spielt Mundharmonika zur Flaggenparade.
Herrlich!

 

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Starthafen: Västervik/ Startzeit: 8:30 Uhr

Zielhafen: Haeskö/ Ankunftszeit 16:00 Uhr

Tagesmeilen: 42,28 sm / Gesamtmeilen 521,56 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 5,64 kn / Speedmax: 7,38 kn

tatsächlicher Wind: 11-218kn

Hafengeld: 60,00 SK/Tag

Schären-Cruisen (Figeholm – Västervik)

Ein paar Worte zur vergangenen Nacht oder „Wer nicht hören will muss fühlen“:
Die Bedeutung des Sprichworts durfte ich am eigenen Leib erfahren.
Durch einen Besuch in Laboe beim Spanier vor einigen Wochen und der darauf folgenden Nacht hatte ich den Verdacht, dass Finn es nicht wirklich schätzt, wenn ich zu viel Knoblauch esse. Die Pizza gestern *super lecker* war leider auch sehr Knoblauch-lastig. Schon beim Essen habe ich gedacht, ob das wohl gut geht…
Aber ich konnte es auch nicht sein lassen. Sie war soooo lecker und ich verzichte doch schon auf den Wein zur Pizza *zwinker*
Heute Nacht war Finn dann sehr „betreuungsintensiv“. Ich habe dazugelernt:
Keine Knoblauch-Mengen mehr, solange ich stille. Versprochen!
Finn selbst hat, glaube ich, trotzdem nicht schlecht geschlafen. Es ist schon großartig, wenn einem alle 1,5h etwas zu Essen gereicht wird und einem zwischendurch immer mal wieder der Nucki zurückgegeben wird, wenn man quickt. Dazwischen kann man als Baby trotzdem hervorragend schlafen und außerdem wird das Urvertrauen zu seinen Eltern gestärkt *zwinker*
(Zum Glück hat Finn sehr selten solche anstrengenden Nächte. Das letzte Mal war es in Skanör, als er gelernt hat sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen und diese neuen Erkenntnisse in der Nacht verarbeitet werden mussten)

Nach einer Nacht mit so vielen Unterbrechungen brauche ich eine Dusche.
Die Dusche in den Uni-Sex-Waschräumen ware großartig und bot viel Platz und Privatsphäre. Sehr gut!
Lars nimmt ein Bad und dann gibt es ein leckeres Frühstück.
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Auf dem zweiten Bild sieht man unseren Kräutergarten (im Vordergrund), den Frühstückstisch mit super leckerem Brot von einer Gesällbageriet hier vor Ort und den traumhaften Ausblick. Dazu spendet unsere „Kuchenbude“ Schatten in der schon brennenden Morgensonne.
*perfect match*
(Die Kuchenbude bauen wir wirklich immer auf, um auch für Finn ein schattiges Plätzchen und abends einen Schutz gegen Mücken zu haben.)

Um 11h starten wir. Der Wind weht mit ca 14kn, in Böen geht er auf bis zu 20kn.
Wir nehmen heute nur das Vorsegel und manchmal den Motor um durch die teilweise engen Schären zu cruisen. Wir haben ja Urlaub ;o)

Enge Fahrwasser:
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Navigiert wird mit Papier-Seekarte und IPad:
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Finn und ich und wenn Finn unter Deck schläft oder spielt, dann auch mal nur ich ;o)
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Wir passieren einen engen Kanal. Auf dem IPad sieht das so aus:
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In der Realität sieht man das:
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Wir fahren dichter an die Stelle herran, wo der Kanal beginnen müsste:
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Noch dichter:
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Ah, bei den Haus kann man einbiegen…
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Noch ein Fundstück: „Ein Ruheplatz“ – Findet Ihr den?
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Um 17:30h machen wir fest in Västervik (sehr nobler, neuer Hafen). Das Hafengeld ist hoch, 36 EUR haben wir bisher noch nicht für eine Nacht bezahlt. Dafür ist aber Sauna, Pool, Tischtennis, Billard etc. inklusive – leider brauchen wir das alles gar nicht ;o)

Uns zog es hierher, da wir uns Seekarten von Hansenautik per DHL-Express an die Västervik-Tourist-Information haben liefern lassen. Das hat super geklappt. Lars konnte die Seekarten heute Abend noch dort abholen – unsere weitere Tour ist gesichert:
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Damit haben wir wieder ein echtes Tagewerk getan und uns Steak und Salat am Abend wirklich verdient. Cooler Tag!

Ein paar Impressionen von Finns Tag:

„Baden wie Papa“ – das kann ich auch (zugegeben diese Bilder sind von gestern)
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Kuscheln bei Papa in der Koje – damit fängt der Tag gut an:
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Im Anschluss wird gespielt, dabei kann man schon mal vor Erschöpfung wieder einschlafen:
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Schlafen kann ich aber auch in anderen Positionen:
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Mein aktuelles Lieblingsspielzeug: ein Stofftuch
(es muss das Blau-Weiß-Gepunktete sein und das erreiche ich auch, wenn Mama der Meinung ist, sie hat es in sicherer Entfernung abgelegt)
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Starthafen: Figeholm/ Startzeit: 11:30 Uhr

Zielhafen: Västervik/ Ankunftszeit 15:20 Uhr

Tagesmeilen: 36,82 sm / Gesamtmeilen 479,28 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,14 kn / Speedmax: 7,4 kn

tatsächlicher Wind: 14-20kn

Hafengeld: 340,00 SK/Tag

Endlich Ost-Schären (Sandvik – Figeholm)

Heute Morgen sah die Welt wieder ganz anders aus :o)
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Ein Foto mit dem selben Motiv habe ich gestern aufgenommen. Im Vergleich fällt auf, der Himmel ist heute wieder phantastisch blau und zugegeben, unsere Nachbarn sind schon alle weg. *zwinker*

Wir haben uns heute etwas Zeit gelassen – wir sind ja im Urlaub.
Lars war baden und danach mit Finn einkaufen, ich habe ausgiebig geduscht, im Anschluss haben wir ganz gemütlich gefrühstückt, während Finn im Vorschiff sein Mobile betrachtet hat. *herrlich*

Um 11:30 waren wir dann endlich soweit. Auf geht es in die Schären!

Kleine Anekdote vom Auslaufen:
Am Hafenausgang stehen zwei ca. 17jährige Badenixen in ihrem Bikini. Lars dreht sich, nachdem wir die Hafeneinfahrt passiert haben, immer wieder um. Ich sorge mich ein wenig – ob er die Mädels wohl attraktiver findet als mich? Ein Augenblick später fällt mir ein Stein vom Herzen: Lars dreht sich immer wieder um, da er zwei über den Hausdächern montierte Dreiecke zur Peilung nutzt. Er möchte seine Familie sicher wieder aus dem Hafen fahren, die Badenixen hat er gar nicht wahrgenommen.
Meine Welt ist wieder in Ordnung *freu*
Lars erzähle ich von meinem Schockmoment erstmal nichts *zwinker*

Wir haben uns entschieden die Segel noch nicht zu wechseln. Nach dem Vollwaschgang von gestern segeln wir die Segel erstmal trocken, auch wenn wir bei 13kn Wind sicher auch die größere Genua hätten nehmen können.

Die Entscheidung war sehr gut, denn in Böen geht der Wind dann doch immer mal wieder auf 20kn. Wir haben aber einen Raumschoot-Kurs – wunderschönes Segeln!

Dann ist es soweit – wir haben sie erreicht die schwedischen Ost-Schären :o)
Jetzt müssen wir uns wieder daran gewöhnen, dass wir wegen des großen Karten-Maßstabs im Sauseschritt durch die Seekarten fliegen. Anbei ein Ausschnitt unseres heutigen Weges:
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Im Eiltempo sind wir auch auf dem Wasser unterwegs, denn durch den leicht angespitzten Kurs fliegen die ersten Schären nur so an uns vorbei. Wir fahren knappe 7,5kn. Nach kurzer Zeit nehmen wir daher das Vorsegel weg, wir wollen den Anblick doch genießen und uns auch erstmal wieder an diese Navigation gewöhnen ;o)

Um 15:20 kommen wir in Figeholm an. Wir machen noch einen kurzen Tank-Stop, dann suchen wir uns einen Liegeplatz am letzten Bootssteg.
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Dieser Platz wurde uns von Kai und Tine wärmstens empfohlen, denn hier gibt es neben einem phantastischen Blick auch eine Pizzeria, in unmittelbarer Nähe zum Schiff, bei der man super leckere Pizza bekommt. Das werden wir heute Abend testen :o)

Figeholm hat eine wunderschöne „Inga-Lindström-Stimmung“. Wir würden jederzeit wieder kommen.
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Die Pizza ist wirklich bemerkenswert lecker!!! *Danke an Kay und Tine für den Tipp*
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Jetzt sind wir gestärkt, um Finn zu wecken und mit ihm Spaß in der Badewanne zu machen. Im Anschluss kommt das frisch gewaschene Baby ins Bett und wir haben vielleicht noch Zeit gemeinsam einen Blick auf den Sonnenuntergang zu werfen *freu*

Fundstücke:
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Die Schweden scheinen Uni-Sex-Waschräume zu mögen. Nach Sandhamn ist dies der zweite Hafen in dem mir das auffällt. *kann man mögen, muss man aber nicht*

@Mutsch und Wolle:
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Figeholm hat einen Golfplatz – falls Ihr im nächsten Jahr mal wieder „beschleunigen“ wollt ;o)

Finn-Bilder des heutigen Tages – er ist immer dabei:
*auf besonderen Wunsch fügen wir hier noch ein paar Bilder von unserem Lütten ein*
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Starthafen: Sandvik/ Startzeit: 11:30 Uhr

Zielhafen: Figeholm/ Ankunftszeit 15:20 Uhr

Tagesmeilen: 24,16 sm / Gesamtmeilen 442,46 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,30 kn / Speedmax: 8,23 kn

tatsächlicher Wind: 13-20kn

Hafengeld: 200,00 SK/Tag

Silberstreifen gesucht (Kalmar – Sandvik)

Finn hat heute bis 7:00 geschlafen mit nur einer Stillpause in der Nacht. Die Nacht war trotzdem zu kurz – warum brauchte es auch unbedingt die Verlängerung, um die WM zu gewinnen? ;o)

Aber wie war das: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ = Shopping!
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Wir nutzen die sehr guten Versorgungsmöglichkeiten, um uns für unsere weitere Reise auszustatten. Wir haben es nicht zu hoffen gewagt, dass das Segeln mit Finn so gut klappen würde. Daher haben wir in Deutschland noch kein Geld in Seekarten und Schärenhandbücher für dieses Seegebiet investiert. Da wir diese aber nun definitiv brauchen haben wir unsere Kreditkarte heute einmal zum Glühen gebracht. Die Seekarten liefert UPS nun nach Västervik, wo wir sie die nächsten Tage abholen können.

Dank des gut sortierten Bootsausrüsters hier vor Ort gab es neben Schären-Handbüchern auch gleich noch zwei zusätzliche Fender, die wir für die Durchfahrt durch den Götakanal bräuchten (Jetzt wagen wir es auf eine problemlose Weiterreise zu hoffen *Daumen drück*) Darüber hinaus besorgt Lars uns noch eine schwedische Telefonkarte – Internet für die nächste Zeit ist gesichert. :o)
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Nach dem Shopping-Trip machen wir uns bereit zum Auslaufen. Finn ist heute etwas quängelig – er ist wohl sauer, dass er gestern nicht mit Fußball gucken durfte – und beruhigt sich nur bei mir auf dem Arm. Sobald er eingeschlafen ist und das Ablegen in seiner Babywanne ohne Probleme klappt starten wir. Genau zu diesem Zeitpunkt zieht ein Regenschauer auf. Wie sich die Prioritäten ändern. Früher hätten wir diesen vielleicht noch abgewartet, heute nutzen wir die Chance sobald Finn schläft oder beschäftigt ist und wir zu zweit sind, um das Ablegemanöver gut hinzubekommen.

Wir motoren um 13:20h aus dem Hafen. Finn schläft noch immer. Mit dem Segelsetzen warten wir bis die Regenfront durchgezogen ist. Lars wird natürlich nass, aber er trägt ja Ölzeug ;o)
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Um 13:50h setzen wir die Segel (Groß mit einem Reff und die kleine Genua). Der Strom fließt mit uns und wir sind bei 15kn Wind gut unterwegs.

Unser Ziel Borgholm erreichen wir um 16h.

Borgholm ist das touristische Zentrum Ölands und der Hafen somit sehr beliebt. Schon bei der Ansteuerung hören wir laute Musik aus einem Festzelt. Wir legen neben einem netten Schweden an, der uns aufklärt. Heute wird die Kronprinzessin 37 Jahre alt. In dem Zelt ist ein Fest zu ihren Ehren – leider nur für geladene Gäste. Da die Musik wirklich richtig laut ist, es regnget und wir daher eher ans Schiff gebunden sind, das Spektakel angeblich auch noch die ganze Nacht so weitergehen wird und man nicht mitfeiern kann, entschließen wir lieber doch weiter zu segeln.

Borgholm scheint sonst hübsch zu sein, wenn wir mal wieder in der Gegend sind kommen wir gern wieder.

Um 16:40 setzen wir daher wieder die Segel und rauschen mit tollem Speed weiter zum nächsten Hafen. Das Wetter ist heute wirklich nicht auf unserer Seite. Es regnet Bindfäden, aber da nun eh alles nass ist und wir das Ölzeug bereits anhaben, ist es verlockender noch etwas zu segeln, als sich mit Diskomusik beschallen zu lassen.

18:30 Uhr liegen wir fest in Sandvik.
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Die Kuchenbude haben wir in Rekordzeit aufgebaut – darin werden wir immer besser. Im Anschluss verschwindet Lars sofort in der Kombüse – wir haben Hunger!!!

Als wir so in unserem kleinen „Mini-Orbit“ sitzen, Finn nun doch vorn ganz ruhig unter seinem Mobile liegt und die Heizung alles heimelig warm gemacht hat, gucken wir uns an und stellen fest: Wir möchten trotzdem nirgendwo anders sein.

So sind wir halt – ein Bißchen verrückt :o)

Wir bilden uns ein für Morgen einen Silberstreifen am Horizont zu entdecken. Der Abend schenkt uns auf jeden Fall schon mal ein paar schöne Eindrücke:
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Starthafen: Kalmar/ Startzeit: 13:20 Uhr

Zielhafen: Sandvik/ Ankunftszeit 19:00 Uhr

Tagesmeilen: 32,50 sm / Gesamtmeilen 418,3 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 7 kn / Speedmax: 8,75 kn

tatsächlicher Wind: 15-20kn

Hafengeld: 200,00 SK/Tag

 

Weltmeister!!! (Sandhamn – Kalmar)

Der Regen von gestern Abend hat uns die ganze Nacht über begleitet. Morgens gegen 6 Uhr, als Finn frisch ausgeschlafen und gut gelaunt der Meinung war, man könne in den Tag starten, wehte auch weiterhin ein kräftiger Wind. Lars und ich haben uns angeguckt und ohne Worte vereinbart, dass wir unter diesen Bedingungen nicht aufbrechen.

Lars hat Finn dann mit in die Achterkoje (bei uns auch Technik-Koje genannt, da Lars hier sein ganzes „Technikspielzeug“ aufbewahrt) genommen und die beiden haben einen Männer-Morgen gemeinsam verbracht.

Um 8 Uhr bin ich dann aufgestanden, sehr zur Freude von Finn, denn damit wurde sein bevorzugter Spielplatz unter dem Mobile im Vorschiff endlich frei.

Um den Weg zu Dusche einigermaßen trocken zu überstehen braucht man heute schon ein besonderes Outfit:
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Nach der Dusche und einem ausgiebigen Frühstück (mit Ei und Brötchen) haben sich die Windverhältnisse beruhigt. Wir beschließen den bedeckten Tag zu nutzen um weiter zu den Ost-Schären vorzudringen.

Idealer Weise würden wir es heute gern bis Kalmar schaffen. Dort können wir sicher auch das Fußballspiel gut gucken.

Wir starten um 11 Uhr. Bei 4kn Wind aus SSO ist die Dieselgenua wieder am Zug.
Lars übernimmt den Dienst draußen.
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Ich bleibe bei Finn und bin für Entertainment (das übernimmt zum Glück zu 60% das Mobile, zu 20% die Entdeckung seiner Hände, zu 10% die Entdeckung von Brabbel-Lauten und nur zu 10% die Mama) und Versorgung (meiner beiden Männer) zuständig ;o)

13 Uhr, der Wind hat auf 20kn zugenommen und kommt achterlich. Wir ziehen das Großsegel und baumen die Genua aus. So sind wir sehr zügig unterwegs. Das Surfen auf den Wellen macht richtig Spaß.

17:15 Uhr fest in Kalmar. Hier wird man am Hafeneingang vom Hafenmeister im Schlauchboot in Empfang genommen und man bekommt einen Liegeplatz *erstaunlich*
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Zum Kochen hatten wir heute keine Lust, daher haben wir Finn in seine Manduca genommen und uns etwas bei einem Imbiss besorgt. Muss auch mal sein *zwinker* (Leider sind Restaurantbesuche mit Finn aktuell noch nicht so entspannt, denn abends quarkt er gern mal, wenn es zu langweilig ist bzw. er still an einem Platz sitzen oder liegen soll. Naja, die Zeiten der Restaurantbesuche kommen auch wieder, spätestens wenn Finn abgestillt ist und bei den Großeltern übernachten kann *zwinker*)

Der Abend stand natürlich im Zeichen des Fußball-Spiels. Lars hat sich vorbereitet:
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Finn haben wir kurz vor 21h ins Bett gesteckt. Er ist sofort eingeschlafen und hat bis nach dem Spiel geschlafen *Super-Baby* Das Spiel haben wir dann wieder in unserem WM-Studio im Cockpit gesehen. Hat gut geklappt :o)
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Mit dem WM-Gewinn war dieser Tag – obwohl es der erste richtig bewölkte Tag war – großartig!!!

 

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Starthafen: Sandhamn/ Startzeit: 11:00 Uhr

Zielhafen: Kalmar/ Ankunftszeit 17:15 Uhr

Tagesmeilen: 51,08 sm / Gesamtmeilen 385,8 sm

Durchschnittsgewindigkeit:  8,17 kn / Speedmax: 10,6 kn

tatsächlicher Wind: 4-21kn

Hafengeld: 230,00 SK/Tag

Wellenreiten (Utklippan – Sandhamn)

Heute Morgen hat sich der Wind etwas beruhigt, daher entschließen wir uns weiter zu segeln. Wir bereiten alles gut vor, damit wir gerüstet sind, falls der Wind wieder auffrischen sollte.

Um 10:30 Uhr verlassen wir Utklippan, wie so oft ohne konkretes Ziel. Wir wollen uns die Bedingungen draußen ansehen und unterwegs entscheiden wie weit wir segeln wollen.
Beim Auslaufen ist der Himmel blau, der Wind weht mit 16kn noch immer so, dass wir hoch am Wind segeln müssen, aber die Welle ist angenehm (nicht zu stampfig).
Es läuft gut, wir sind mit einem Reff und der kleinen Genua unterwegs.
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Leider nimmt der Wind relativ bald deutlich zu. Ein Wolkenband zieht auf und wir haben jetzt konstante 6 Windstärken. Wir ziehen auch das zweite Reff ein.
Der schwedische und auch der dänische Wetterbericht geben für unsere Gegend jeweils eine Sturmwarnung aus. Dabei sagen die Beiden den Wind aus komplett unterschiedlichen Richtungen voraus.
Als der Wind in den Spitzen bis 28kn (7 Windstärken) hoch geht entscheiden wir, unsere Reise zu unterbrechen und in Sandhamn einzulaufen.
13:15 Uhr fest in Sandhamn.
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Wir wollen Finn ja nicht das Fürchten beim Segeln lehren ;o)
Um Finn hätten wir uns aber keine Sorgen machen müssen, denn er verschläft wieder mal die ganze Tour in seiner Hängevorrichtung. Aber das Stillen etc. währe unter den Bedingungen doch recht beschwerlich geworden…
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Das Hafenhandbuch sagt von Sandhamn „…Fischereihafen bietet keinerlei Atmosphäre.“
Auf den ersten Blick stimmt das. Es ist eher ein Nothafen, der bei widrigen Bedingungen gut und sicher angelaufen werden kann. Wir liegen – wie alle anderen Sportboote hier ebenfalls – längsseits an einer der beiden Piere.
Auf den zweiten Blick hat der Hafen durchaus eine Seele. Es gibt einen sehr netten Hafenmeister, der uns bei der Einfahrt sofort begrüßt, uns seine Hilfe anbietet und seine Anlage sehr gut in Schuss hält. Kostenlose Fahrräder stehen zur Verfügung, um zum Beispiel zum nächsten Supermarkt in Torhamn zu radeln. Die WCs sind sehr sauber, Duschen kostenlos und wenn man die Waschräumlichkeiten betritt und das Licht anmacht dann geht auch ein Radio an, welches für musikalische Begleitung sorgt. Darüber hinaus gibt es Waschmaschine und Trockner.

Wir nutzen den angebrochenen Tag, werfen eine Waschmaschine an und radeln in das benachbarte Torhamn (Finn ist in der Manduca vor Lars Bauch natürlich mit von der Partie).
In Torhamn werfen wir einen Blick auf den Yachthafen, der von unserem Hafenhandbuch so viel mehr angepriesen wurde. Wir sind glücklich, dass wir den Umweg nach Torhamn mit dem Schiff nicht gefahren sind, denn dort liegen die Schiffe in 5er Päckchen und so viel mehr Flair hat der Hafen auch nicht zu bieten.

Mit den Einkäufen beladen schaffen wir es noch so gerade (fast) trocken an Bord, bevor ein heftiger Regenschauer über uns drüber zieht. Wir sind glücklich im Trockenen, schmeißen die Heizung an und genießen den Rest des Tages.
Finn schläft in seinem MaxiCosi unter der Decke hängend (von der anstregenden Fahrradtour muss man sich ja erholen *zwinker*) während Lars uns etwas Leckeres zu Essen kocht.
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Leben könnte schlimmer sein ;o)

 

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Starthafen: Utklippan/ Startzeit: 10:30 Uhr

Zielhafen: Sandhamn/ Ankunftszeit 13:15 Uhr

Tagesmeilen: 16,30 sm / Gesamtmeilen 334,72 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 5,93 kn / Speedmax: 7,41 kn

tatsächlicher Wind: 16-28kn

Hafengeld: 200,00 SK/Tag

 

Eingeweht (Utklippan)

Heute sind wir im Paradies eingeweht.
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Der Wind kommt mit konstanten 6 Windstärken leider genau aus der Richtung, wo wir hin wollen.
Die Wetterverhältnisse haben sich schon über Nacht angekündigt, daher haben wir erstmal so richtig schön ausgeschlafen, auch Finn hat dabei mitgemacht *freu*
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Im Anschluss beschließen wir den Tag hier zu verbringen und alles ganz ruhig angehen zu lassen. Zeit zu haben ist ja Luxus. :o)

Finn kommt heute voll auf seine Kosten. Er wird gekuschelt, bespaßt, ist immer dabei und kann einfach nur chillen:
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Lars darf auch etwas basteln…
Er hat unsere Fugen am Vorschiff erneuert.
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Außerdem hat er dem mehrfachen Wunsch entsprochen und unseren AIS-Link in diesen Blog eingebaut: Unser aktueller Standort auf einer Karte, hier klicken

Ein Paradies hat auch seine Schattenseiten – die folgenden Herzchen verbergen genau das, was man dahinter erwartet:
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Daraus folgt: Duschen gibt es hier nicht.
Zum Glück ist das Wetter (mit Ausnahme des Windes aus der falschen Richtung) super. Ich „dusche“ also auf dem Heck unseres Schiffes unter einem Kessel voll warmen Wassers, welches Lars mir über den Kopf gießt. *auch schön und trotzdem erfrischend*

Auch bei einem Hafentag soll es der Crew ja gut gehen. Lars nutzt die Zeit und backt uns leckere Pizza:
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Während wir Pizza Essen chillt Finn wieder mal – aber er hat uns ganz genau im Auge und passt auf, dass Lars die ganze Pizza nicht alleine ißt, denn dann würde auch er nichts abbekommen ;o)
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Und morgen früh brauchen wir ja auch etwas zum Frühstück:
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So ein professioneller Smutje ist schon Gold wert :o)

Drei Häuser und ein Leuchtturm (Hanö – Utklippan)

Finn hat heute wieder phantastisch geschlafen. Von 22-4 Uhr und nach dem Stillen noch einmal bis 7:30 Uhr. Ich bin total fit und ausgeschlafen :o)

Lars Morgen begann auch perfekt: Er war vom Badesteg aus in der Ostsee, ist bis zu einer etwas entfernten Badeplattform geschwommen, hat dort ein paar Rückenübungen gemacht und kam erfrischt und gewaschen wieder an Bord.

Beide so ausgeruht beschließen wir das tolle Wetter zu nutzen und weiter zu segeln. Der Himmel ist blau und der Wind hat im Vergleich zu gestern abgenommen.

Wir verholen, um noch kurz Wasser zu bunkern und stechen dann um 10:05 Uhr in See. Ein Stück motoren wir in die Bucht, als der Wind von 7kn auf 14kn zunimmt setzen wir die Segel und können nun (Dank des ersten Stücks unter Motor) den Kurs nach Utklippan hoch am Wind anliegen. Selbst wenn es nicht geklappt hätte, das Wetter und der Segelwind sind so schön, wir hätten uns einfach ein anders Ziel ausgesucht.
Nicht segeln war keine Option ;o)

Lars und zu seinen Füßen unser wichtiges, viertes Crewmitglied: der Autopilot *heute haben wir phasenweise auch selbst gesteuert – das kommt nicht jeden Tag vor ;o)*
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Finn und Ivonne im Vorschiff beim Windelwechseln trotz Schräglage und Wellen
*alles geht gut*
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Nach rauschender Fahrt – zugegeben, zum Stillen, Bäuerchen machen, Wickeln etc. war es teilweise abenteuerlich schräg und wellig, Finn hat aber zu keiner Zeit einen unglücklichen Eindruck gemacht und er schläft in seinem schaukelnden Körbchen hervorragend – kommen wir um 16:30 Uhr auf Utklippan an.
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Wer uns kennt, der weiß, dass Häfen mit nur ein paar wenigen Häusern und einem Leuchtturm uns magisch anziehen. Wenn der Hafen dann auch noch nur per Schiff zu erreichen ist, ein Restaurant und eine Sauna beherbergt, es Strom und UMTS-Netz gibt, dann kommt er unserer Vorstellung von einem Paradies sehr nah. Kurz gesagt: Wir mögen Utklippan auf Anhieb!
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*Die Ruderboote auf dem letzten Bild liegen dort zur freien Verfügung. Mit Ihrer Hilfe kann man auf die andere Hälfte der Insel rudern, um z.B. das Restaurant zu besuchen.

Heute ist noch aus einem anderen Grund ein Meilensteintag. Finn wechselt in die Kleidergröße 62, d.h. wir müssen uns von vielen liebgewonnenen Kleidungsstücken verabschieden. Zwei Stücke möchte ich an dieser Stelle besonders erwähnen:
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@Jürgen und Melanie: 1.000 Dank für die wunderschönen Sachen von Maximilian! Wir hatten und haben unsere Freude daran. In dem abgebildeten Seemanns-Schlafsack hat Finn von Geburt an geschlafen. Wir haben ihn geliebt!

@Ina und Herbert: Euer Strampler hat Finn einen seiner Spitznamen gegeben „unser kleiner Abenteurer“. Der Name wird bleiben, den Strampler werden wir vermissen!

Unser aktueller Standort auf einer Karte, hier klicken

Starthafen: Hanö/ Startzeit: 10:05 Uhr

Zielhafen: Utklippan/ Ankunftszeit 16:30 Uhr

Tagesmeilen: 42,60 sm / Gesamtmeilen 318,42 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,64 kn / Speedmax: 7,36 kn

tatsächlicher Wind: 7-19 kn ;

Hafengeld: 190,00 SK/Tag

 

Entschleunigung (Hafentag auf Hanö)

Angekommen in der Entschleunigungszone…

Die wunderschönen schwedischen Ost-Scheren (und damit unser erstes Ziel) sind in greifbarer Nähe, Hanö ist ein Ort genau nach unserem Geschmack, das Wetter könnte nicht besser sein – beste Voraussetzungen für einen Hafentag.
Darüber hinaus weht der Wind aus der falschen Richtung mit Boen bis Windstärke 6, dies unterstützt unsere Entscheidung hier zu bleiben.

Nach dem Fußballfest von gestern – wir hatten uns entschieden das Spiel im Cockpit auf dem Laptop zu gucken (der Sound kam aus den Bordlautsprechern), die Abendstimmung war so schön und Finn lag in hörbarer Entfernung in seinem Bett
– tat das Ausschlafen heute Morgen wirklich gut.

Finn hat besonders lange geschlafen, er ist beim Auspacken aus seinem Schlafsack direkt wieder eingeschlafen.
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Da wir nach dem Prinzip „never change a running system“ leben, haben wir ihn weiter schlafen lassen und ein leckeres, entspanntes Frühstück zu zweit genossen.
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Auf dem Weg zum Brötchen holen kam ich am Fähranleger vorbei. Die Fähre kommt hier jede Stunde, ist Zubringer für die Touristen und am Morgen kommen mit ihr auch die Arbeiter, die hier auf der Insel tätig sind. Darüber hinaus bringt die Fähre die Post und morgens auch die druckfrische Zeitung. *ja, gedruckte Zeitung, obwohl es hier free WiFi gibt* Die wenigen Inselbewohner versammeln sich am Fähranleger und warten auf die Zeitungslieferung. Jeder mit seinem Zeitungsexemplar in der Hand werden dann die Headlines gelesen, über das Weltgeschehen und den neusten Inselklatsch gesprochen, bevor jeder seinem Tagewerk nachgeht. *Inselromantik pur – ich bin verzaubert*

Wir haben uns mehr als gern dem Inseltempo angepasst. Nur nicht eilen…
Der Tag verging dennoch wie im Flug. Ein paar weltliche Dinge gab es leider auch zu erledigen: Mails, Telefonate, heimische Post *wir haben einen Postscannservice – das funktioniert hervorragend*, Überweisungen…
Es blieb aber auch genug Zeit für die schönen Dinge des Lebens: Lesen, Seele baumeln lassen, einen Spaziergang über die Insel, Kuscheln mit Finn, Milchreis, Männertour mit dem Kinderwagen, Baden, Schlafen…

Finn versteckt unter seinem Lichtschutzfaktortuch 50+ *Hauptsache er ist dabei ;o)*
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Wanderung zum Leuchturm
*nein, Lars hat nicht zugenommen, unter der Jacke steckt Finn in seiner Manduca wg. des strammen Windes am Leuchtturm*
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Unser Schiff im Hafen vor Heckanker
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Weitere Hafenimpressionen
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Abendstimmung im Cockpit auf Hanö
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Gut, dass von solchen Tagen noch ganz viele folgen werden. Wir freuen uns :o)

Eine typische schwedische Insel (Simrishamn – Hanö)

Heute bekommt Lars den Preis für den „Wirbelwind des Morgens“ und damit ist er unser Held des Tages. Er hat uns bereits online Seekarten für die nächsten Seegebiete gekauft, war duschen und hat bei der Tankstelle mit Kinderwagen und Reservekanistern Dieselnachschub besorgt. Letzteres ist besonders erwähnenswert, da die Tankstelle die kundenfreundlichen Öffnungszeiten von 7:30-8:30h und 16:00-17:00h hat.
Finn und ich haben derweil ganz in Ruhe geschlafen, gestillt, Windel gewechselt und gekuschelt – auch schön ;o)

Im Anschluss hat Lars Finn mit zum Einkaufen genommen. Die nächsten zwei Tage werden wir voraussichtlich in sehr kleinen Häfen sein, daher brauchen wir frische Lebensmittel für die Tage.
Mir bleibt damit genug Zeit, um mich und das Schiff reisebereit zu machen und den ersten Kaffee/ Tee des Tages zuzubereiten.

Das Wetter ist heute etwas durchwachsen. Bewölkt, ab und zu auch sonnig, auf jeden Fall immer noch warmes kurze-Hose-Wetter, draußen nachher wahrscheinlich mit ein paar Ölzeugphasen, wenn der Regen durchzieht.

Die Swan auf der Nils mitsegelt läuft vor uns aus.
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Wir starten um 10:40h. Die große Genua haben wir gegen die Kleinere getauscht.
Der Wind kommt leider genau aus der Richtung, wo wir hin wollen. Da die Vorhersage für die nächsten vier Tage aber immer die gleiche Windrichtung ansagt beschließen wir dennoch loszufahren.
Direkt vorm Hafen steht eine ziemlich hohe Welle. Wir kommen uns aufgrund der Länge der Wellen fast vor wie auf dem Atlantik. Ich richte schnell meinen Stillplatz hinten in der Achterkoje ein, denn im Salon habe ich das Gefühl zu sehr durchgeschüttelt zu werden. Es dauert aber noch bis zum Stillen, denn Finn schläft durch das Geschaukel so gut, dass er das erste Mal erst um 12h aufwacht.

Wir können am Anfang gut segeln bei 18kn Wind und laufen nur mit der kleinen Genua hoch am Wind fast den Kurs, den wir nach Hanö brauchen (uns fehlen acht Grad).
Nach ca einer Stunde erwischt uns ein Gewitter, welches wir mit unser Besegelung aber gut durchhalten (Wind bis 26kn). Lars wird nass, Finn schreit im richtigen Moment – ich muss zum Füttern, wie schade *zwinker*

Direkt nach dem Gewitter ist der Wind leider voll auf unseren Kopf gedreht, so dass wir uns entscheiden die Genua einzurollen und zu motoren. Dafür können wir wieder in kurzer Hose, trocken draußen sitzen. Das Bad in der Sonnencreme bleibt uns nicht erspart. Der Autopilot steuert und es bleibt Zeit zum Lesen…

Finn und ich haben heute das Stilldiplom bei Schräglage und Welle gemacht. Lief super und es hatte keinen (oder keinen negativen) Einfluss auf Finns Appetit.
Er mag also geschüttelte Drinks ;o)
Super schön ist auch: Da ich stille übernimmt Lars das Wickeln bei Schräglage. *perfekt*

Danach schläft Finn sofort wieder. Das Wetter ist ein super Babysitter. Die Eltern haben draußen Spaß beim Segeln, während das Baby unten schläft *freu*

14:00h, der Wind hat wieder ein Stück zurück gedreht. Bei 18kn Wind ziehen wir das Groß mit einem Reff und rollen die kleine Genua wieder aus. Die 228 Grad nach Hanö treffen wir fast. Traumhaftes Segeln bei wieder blauem Himmel und kurzer Hose.
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Lars beschließt das erste Mal selbst zu steuern. Ich habe fast vergessen wo man unseren Autopilot ausschaltet. ;o)
Finn und ich nutzen die Ruhe unter Segeln für die nächste Still- und Kuschelpause in der Achterkoje.

Um 16:15h kommen wir auf Hanö an. @Ina und Herbert: Wir denken an Euch!IMG_1188 IMG_1189

Die Insel mit ihrem Hafen gefällt uns auf Anhieb. Es ist so idyllisch und sehr gastfreundlich. Gleich mehrerer Menschen unterstützen mit Vorschlägen unsere Liegeplatzwahl, die Hafenmeisterin schenkt uns einen Brötchen-Gutschein für Morgen früh, Wasser, Strom und WLAN sind kostenlos.

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Angekommen stille ich mal wieder Finns Durst/Hunger und Lars prüft unsere Fernsehkanäle. Über Lars schwedische Frisörin wissen wir, dass das heutige Fußballspiel im schwedischen Fernsehen übertragen wird, wir gehen fest davon aus, dass wir es auf unserem Bordfernseher gucken können.

Perfekt – jetzt fehlt nur noch der Deutschlandsieg nachher beim Fussball :o)

 

Starthafen: Simrishamn/ Startzeit: 10:40 Uhr

Zielhafen: Hanö/ Ankunftszeit 16:15 Uhr

Tagesmeilen: 37,51 sm / Gesamtmeilen 275,82 sm

Durchschnittsgewindigkeit: xx kn / Speedmax: 7,59 kn

tatsächlicher Wind: 17-26 kn ;

Hafengeld: 180,00 SK/Tag

Zufällig getroffen… (Ystard – Simrishamn)

Heute Morgen ist es soweit. Die erste Waschmaschine wird bestückt.

Während der Wartezeit gibt es den ersten Kaffee am Morgen und Lars gelingt es die Daten des neuen AIS im kompletten Bord-WLAN (damit zB auch auf dem IPad, welches wir meist zum Navigieren nutzen) verfügbar zu machen. Dieses Ereignis wird ähnlich gefeiert, wie die Drehungen von Finn vor zwei Tagen, nur das am Morgen noch kein Bier/ Sekt auf den Tisch kommt ;o)

Nachdem die Wäsche fertig ist brechen wir auf, um Ystad zu erkunden. Ein sehr süßes Städtchen mit vielen alten Häusern, kleinen Straßen…
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Bei der Wärme und der unerbittlichen Sonne, die auf uns herab scheint, sehen wir jedoch schnell ein, dass wir keine „Land-Menschen“ sind. Wir kaufen noch ein paar Lebensmittel, Essen auf dem Markt unseren ersten (zwar schwedischen *aber besser als keinen*) HotDog und kehren dann zum Schiff zurück.

*was man mit einem kleinen Kind an einem Vormittag alles so schafft ist der Wahnsinn – der frühe Vogel fängt den Wurm ;o)*

12:35 Uhr laufen wir aus, 12:50 Uhr sind die Segel gesetzt, 10kn Wind aus SSO, großartiges Segeln mit Groß und Genua.
Hier auf dem Wasser sind die Temperaturen und die Sonne gut auszuhalten. Herrlich!
Finn erholt sich vom Ausflug in die Stadt und schläft bei sanftem Schaukeln in seinem Körbchen im Gepäcknetz unter Deck.

Während des Segelns geht der Wind immer mal wieder weg, kommt aber zum Glück auch wieder. Wir wechseln immer mal wieder zwischen Segeln und der Dieselgenua. Dennoch entscheiden wir uns weiter zu fahren, denn im Hafen würden wir bei dieser Hitze eingehen.

Um 17:15 erreichen wir Simrishamn, wieder einer der typischen Häfen auf dem Weg in die schwedischen Ost-Scheren.
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Ein Freund von Lars kommt nachher zufällig auch hier an. Lars hat das Schiff auf dem AIS entdeckt, nachdem er einen Hinweis auf Facebook gelesen hat. Lustiger Zufall, der sicher mit einem gemeinsamen Bier begossen wird.

@Mutsch: Leider haben wir den von Dir beschriebenen Laden in Ystad mit den Rucksäcken nicht gefunden. ;o(

@G+J IT-Kollegen: Folgendes Schild haben wir an einem Automaten in Skanör gefunden:
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„wenn die Maschine in einer schlechten Stimmung ist…“ Vielleicht eine Anregung für automatische Systemmeldungen ;o)

@Nils und Alke: Wir mussten bei diesem Hotel sofort an Euch und Eure Lütte denken ;o)
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Starthafen: Ystard/ Startzeit: 12:35 Uhr

Zielhafen: Simrishamn/ Ankunftszeit 17:15 Uhr

Tagesmeilen: 31,97 sm / Gesamtmeilen 238,31 sm

Durchschnittsgewindigkeit: xx kn / Speedmax: 7,20 kn

tatsächlicher Wind: 0-10 kn ;

Hafengeld: 200,00 SK/Tag

Auf in den Osten (Skanör – Ystad)

Man soll ja ehrlich sein… Diese Nacht war Finn irgendwie der Meinung, dass die sechs Stunden Schlaf am Stück von der Nacht davor weiterhin ausreichend für mich sind. Er gab sich recht „betreuungsintensiv“ (füttern, Nucki zurückstecken, trösten…). Ich war froh ihn um 6:30h an Lars abgeben und mich in die noch freie Seglerduschen zurückziehen zu können.

Ich starte damit zwar unausgeschlafen, aber super duftend, gar nicht bespuckt und in komplett frischen Klamotten in den Tag.

Der Himmel ist blau, es weht noch kein Lüftchen und im Hafen ist es daher super ruhig. Es gibt Kaffee, frisches Obst und einen Plausch mit meinen Eltern. Danach macht Lars uns Pfannekuchen *perfekt, die etwas durchwachsene Nacht habe ich bereits vergessen*

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Um 10 Uhr, nach der nächsten Stillmahlzeit, legen wir ab. Meine Eltern, die beschlossen haben noch einen weiteren Tag zu bleiben, verabschieden uns an der Mole.
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Uns zieht es weiter gen Osten. Nachdem wir festgestellt haben, dass Segeln mit Finn wirklich gut funktioniert, möchten wir die Chance nutzen, Orte zu erreichen, zu denen wir in den nächsten Jahren (mit einem mobilen Kleinkind und deutlich weniger Urlaub) nicht mehr so leicht kommen. *man soll die Feste feiern wie sie fallen ;o)*

Um 11:24 Uhr erreichen wir den Falsterbrokanal. Die Brücke ist noch geschlossen, daher legen wir kurz an.
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Plötzlich kommen meine Eltern mit Fahrrädern um die Ecke, um erneut einen Blick auf Finn zu werfen. Es scheint fast so, als wenn sie ihn vermissen werden in den nächsten zwei Monaten. ;o) Kaum zu glauben – vor genau zwei Monaten haben wir alle Finn erst kennengelernt…
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Um 12 Uhr öffnet die Brücke und wir fahren weiter. Meine Eltern begleiten uns  noch ein Stück auf ihren Fahrrädern.
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Direkt nach dem Kanal setzen wir die Segel und gleiten bei 6kn Wind, 70 Grad am Wind dahin :o)

13:50 Uhr, der Wind hat uns leider wieder verlassen. Nachdem Lars baden war starten wir den Motor. Um 18 Uhr sind wir in Ystad.
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Das Wetter war für uns Nordlichter heute definitiv zu warm. Wir sind froh den Tag auf dem Wasser verbracht zu haben, auch wenn der kühlende Wind nur durch die Fahrt unter Motor produziert wurde.

Ystad soll wunderschön sein. Der Hafen begeistert schon mal durch nutzbare Waschmaschine und Trockner und eine Sauna in Betrieb, die vom Männer- und Frauen-WC gleichermaßen betreten werden kann. Das ist was für Lars :o)

Morgen werden wir die Waschmaschine ausprobieren und Ystad ansehen.

*einen lieben Kuss für Finn, der heute zwei Monate alt geworden ist – so schön und immer noch etwas unglaublich, dass es ihn gibt*
Zur Feier des Tages wurde Finn heute Abend gebadet. :o)

 

Starthafen: Skanör/ Startzeit: 10:00 Uhr

Zielhafen: Ystad/ Ankunftszeit 18:00 Uhr

Tagesmeilen: 44,95 sm / Gesamtmeilen 206,34 sm

Durchschnittsgewindigkeit: xx kn / Speedmax: 7,37 kn

tatsächlicher Wind: 0-6 kn ;

Hafengeld: 200,00 SK/Tag

Familientreffen in Schweden (Klintholm – Skanör)

Mit dem Bloggen ist es in etwa so wie mit dem Stillen: Man muss erst seinen Rhythmus finden und wahrscheinlich verändert sich der gefundene Rhythmus auch immer mal wieder. Ich werde berichten ;o)
Heute habe ich meinen Blogeintrag während des Tages immer mal zwischendurch geschrieben – mal sehen wie das klappt. (Nachtrag: Online stellen wir den Eintrag verzögert, das Treffen mit meinen Eltern geht natürlich vor)

Heute Morgen greife auch ich wieder zu meiner kurzen Hose – das Wetter ist phantastisch!

Ich bin heute zum ersten Mal der Frühaufsteher bei uns. Es hat sich das schöne Ritual eingependelt, dass Lars Finn mit zum Kuscheln an seine Seite nimmt nach dem Stillen am frühen Morgen. Normalerweise nutze ich die Zeit, um noch einmal tief und fest zu schlafen (ohne ein Ohr bei Finn *zwinker*). Heute war ich top fit (Finn hat mich sechs Stunden am Stück schlafen lassen), so dass ich gut gelaunt zur Dusche, weiter zum dänischen Kaufmann und zurück durch die langsam erwachende Ferienhaussiedlung gewandert bin. Herrlich!

Lars beginnt den Tag mit einem Bad in der Ostsee, im Anschluss gibt es ein leckeres Frühstück im Cockpit – das Baby schläft immer noch :o) Zum ersten dänischen Frühstück gehört für mich:
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Um 10:30h stechen wir, nach einem kurzen Tankstop, in See.

Sobald wir um die Ecke gebogen sind, stellen wir fest, dass der Wind durch den Cap-Effekt stärker war als er auf See eigentlich ist. Wir haben einen schönen Blick auf die Kreidefelsen, aber leider (noch) keinen segelbaren Wind. Gutes Wetter und seine Schattenseiten ;o)
Finn verschläft den Blick auf die Felsenküste.
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Auf See wälzen wir die Seekarten. Bis Rødvig (unser eigentlich angedachtes Ziel) sind es 19sm. Wir könnten auch nach Skanör (einer der Lieblingshäfen meiner Eltern – dort gibt es tolle Golfplätze). Wir entscheiden uns für die 27sm nach Skanör.

Der Weg führt durch einen Kreisverkehr auf See *zwinker*
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12:50 Uhr, der Wind ist zwar nicht mehr, aber spitzer geworden. Bei ca 9kn Wind können wir gut mit Genua und Groß segeln und dem Motor endlich seine verdiente Pause gönnen.

Finn wandert im gleichen Zug vom Cockpit wieder zurück in seine kardanische Aufhängung unter Deck. Sein Gesichtsausdruck bleibt dabei unverändert fröhlich.
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13:40 Uhr, der Wind hat auf 14-18kn zugenommen. Wir ziehen das erste Reff ins Groß und sind mit der Genua weiterhin zügig unterwegs.

Um 16 Uhr kommen wir in Skanör an. Meine Eltern kommen kurz nach uns in den Hafen, so dass wir sogar nebeneinander im Päckchen liegen können.
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Wie schön, dass sich unsere Wege noch einmal kreuzen bevor wir nach Osten weiterfahren und meine Eltern gen Norden abbiegen.

Gegessen wird gemeinsam im Restaurant Mama (damit ist meine Mama gemeint – muss ich jetzt Restaurant Oma sagen?)
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Skanör gefällt uns wirklich gut. Es wirkt etwas wie das schwedische Anholt. Nur den dänischen HotDog, den vermissen wir, denn wir hatten in diesem Jahr noch keinen, unser Aufenthalt in Dänemark wär dafür einfach zu kurz. Zum Glück wird uns unser Weg ja auch noch einmal nach Dänemark führen. ;o)

Highlight: Heute Abend hat Finn sich das erste Mal (insgesamt 3x in Folge) auf dem Wickeltisch gedreht! :o))

 

Starthafen: Klintholm/ Startzeit: 10:30 Uhr

Zielhafen: Skanör/ Ankunftszeit 16:05 Uhr

Tagesmeilen: 31,26 sm / Gesamtmeilen 161,39 sm

Durchschnittsgewindigkeit: xx kn / Speedmax: 7,9 kn

tatsächlicher Wind: 5-24 kn ;

Hafengeld: 180,00 SK/Tag

Das Urlaubsgefühl entsteht (Warnemünde – Klintholm)

Gestern haben wir einen Hafentag in Warnemünde verbracht. Gestartet haben wir mit einem leckeren Frühstücksbrunch im Hotel Hohe Dühne. Wenn wir schon in einem 5-Sterne-Hafen liegen, wollen wir das Angebot auch nutzen. ;o)

Im Anschluss haben wir uns aufgeteilt. Finn und ich entdecken Warnemünde: den alten Strom, den traumhaften Strand…
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Lars bleibt an Bord und bastelt noch viele kleine und große Notwendigkeiten – endlich stehen wir ihm dabei nicht vor den Füßen herum ;o)
Die abgefallenen Holzleisten von den Taschen in der Achterkabine halten wieder, die Löschdecke wurde montiert, das neue AIS hat seinen perfekten Platz gefunden. Mit dem AIS zogen viele Kabel ins Schiff ein: DVBT-Antennenkabel, Netzwerkkabel für die neue W-Lan-Antenne…Am Ende des Tages sah das Schiff von außen fast unverändert aus, aber die wahren Werte liegen innen und offenbarten sich am nächsten Tag.
Zum Tagesabschluss sind wir drei noch einmal zum alten Strom und haben dort gemeinsam gegessen.

Heute sind wir mit strahlend blauem Himmel aufgewacht. Lars stellt fest, dass er bisher alle Tage in kurzer Hose unterwegs war. Ich ziehe heute auch den ersten Tag von Beginn an meine kurze Hose an. Der Wind weht – typisch für tolles Wetter – nur mäßig, dennoch entscheiden wir uns auszulaufen und zunächst unter Motor zu frühstücken. Im Anschluss entscheiden wir uns Klintholm als Ziel vorzunehmen, denn das wahre Urlaubsgefühl kommt doch erst auf, wenn wir die dänische Gastlandsflagge gesetzt haben.

Der Tag verläuft total entspannt. Finn liegt in seine Babywanne im Vorschiff, geschützt vor dem Motorenlärm und wird dort im Wechsel von Lars oder mir „betreut“.
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Die Betreuung verläuft jedoch sehr angenehm, denn durch die Entdeckung seiner Hände ist Finn aktuell sehr glücklich, wenn er sich ausgiebig mit ihnen beschäftigen kann. Wir sitzen daher vorn auf dem Vorschiff in der Sonne und haben ein Ohr/ Auge für Finn.
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Manchmal besticht Finn auch einen von uns und wir kommen zum Kuscheln mit in seine Koje.
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Auf der Fahrt nach Klintholm passieren wir ein Verkehrstrennungsgebiet. Der erste echte Einsatz für das AIS, denn wir können auf dem PC beobachten von welchen großen Schiffe wir den Weg kreuzen. Die Sendefunktion schalten wir vorrübergehend aus, muss ja nicht jeder sehen, dass beim „Rechten-Winkel“ etwas geschummelt wurde.

Ab 15 Uhr briest der Wind auf und wir können doch noch die Segel setzen.
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Mit rauschender Fahrt nähern wir uns Klintholm, so dass unsere Festmacher kurz nach 17 Uhr fest liegen. Nur wenige Minuten darauf verhilft uns die nächste Neuerung von gestern zu einem perfekten Abend: Dank des AIS (und Dank Lars) nutzt der Fernsehr nun unsere Mastantenne: das Deutschlandspiel landet ohne Probleme im Salon. *perfekt*

„Man of Perfect Match“: LARS!!! (Der Basteltag von gestern ist verziehen!!!)

Wir haben das Baby und das Spiel perfekt im Blick.
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In der Halbzeit gibt es Steaks mit Salat.

Spätestens jetzt ist das Urlaubsgefül da!

 

Starthafen: Warnemünde / Startzeit: 9:20 Uhr

Zielhafen: Klintholm / Ankunftszeit 17:05 Uhr

Tagesmeilen: 51,27 sm / Gesamtmeilen 130,13 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,88 kn / Speedmax: 7,65 kn

tatsächlicher Wind: 5-13 kn ;

Hafengeld: 150,00 DK/Tag

Auf der Suche nach einem interessanten Ort für einen Hafentag (Fehmarn – Warnemünde)

Die Nacht war super. Finn hat 5 1/2 Stunden am Stück geschlafen. Danach noch 2x 3 Stunden. So lange habe ich schon seit zwei Wochen nicht mehr am Stück geschlafen.
Die gesammte Crew ist am Morgen deutlich fitter als gestern, vergnügt und guter Dinge.

Orth hat uns wirklich gut gefallen. Dennoch wollen wir noch ein Stück weiter weg von unserer Heimat, daher entschließen wir uns heute weiter zu segeln. Das Wetter sieht wirklich einladend aus und da wir einen Hafen suchen an dem wir auch einen Hafentag einlegen könnten entscheiden wir uns für Warnemünde.

Um 11:20 Uhr verlassen wir Orth. Bereits im Hafen übernimmt der Autopilot das Steuer. An der Ansteuerungstonne setzen wir das Grossegel mit einem Reff. Raumschots geht es in das Fehmarn Belt Fahrwasser…. Nach 20 Min können wir ein Bisschen abfallen, so dass wir die Genua ausbaumen können. Bei herrlichen Sonnenschein segeln wir unter der Brücke durch.

Der Wind ist deutlich schwächer als es sich im Hafen anhörte. 11-14kn Wind, kein Gewitter oder Schauer in Sicht, also schnell das Reff aus dem Groß. Das Wetter lässt Zeit für Basteleien, also Pantera Katusche raus und Holzleisten in der Achterkoje, die sich gelöst hatten ,werden neu verklebt. (Das komplette Resultat veröffentlichen wir die nächsten Tage)

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Der Autopilot steuert den ganzen Tag. 2x schifften wir das Groß auf die andere Seite, da der Wind sich leicht veränderte. Einzig bei einem nah an uns vorbeiziehenden Schauer, rollen wir die Genua vorsorglich ein, direkt danach aber wieder aus.

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Bereits um 18:20 haben wir die 43 sm geschafft.

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Langsam wachsen uns Dreien Seebeine. Gestern durfte ich noch viel bei Finn in der Nähe unter Deck sein, um ihn zu beruhigen, seinen Nucki zurückzustecken etc.
Heute waren Finn und ich bereits fast Profis im Stillen auf See. Finn hat wunderbar in seiner Babywanne geschlafen, sich etwas erzählt oder seine neu entdeckten Hände in den Mund gestopft. Learing: Es passt immer nur eine Hand zur Zeit in den Mund.

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In Warnemünde angekommen hat Lars uns lecker Steak und Salat zubereitet während ich Finn etwas zu Essen gegeben habe.
Ein leckeres Essen sorgt somit für alle von uns für den perfekten Tagesausklang.

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Starthafen: Orth / Startzeit: 11:20 Uhr

Zielhafen: Warnemünde / Ankunftszeit 18:20 Uhr

Tagesmeilen: 43,69 sm / Gesamtmeilen 78,86 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,24 kn / Speedmax: 8,26 kn

tatsächlicher Wind: 11-23 kn ;

Hafengeld: 16,- EUR/Tag

Auf geht’s: Der Weg ist das Ziel

Die Nacht war – bedingt durch das gestrige Fussballspiel – doch recht kurz (vor allem für Ivonne, da die Nächte ja durch das Stillen immer wieder unterbrochen werden).
Dennoch haben wir heute Morgen die Taschen ausgepackt, die frischen Lebensmittel eingekauft und noch einmal Sprit gebunkert.Danach haben wir uns entschieden einfach loszufahren, denn erst wenn man den Heimathafen verlassen hat fängt der Urlaub richtig an.

Gegen 13:00 Uhr starten wir zur Tankstelle um unsere Dieslvorräte aufzufrischen. Dann geht es los. Erst nur mit Großssegeln aus der Förde, dann mit ausgebaumter Genua II in Richtung Fehmarn.

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Der Autopilot steuer diesen Kurs problemlos. Bullenstander gesetzt und einfach laufenen lassen. Wir können es noch gar nicht fassen, wir sind unterwegs, Urlaubsgefühl ist noch nicht da… In Orth angekommen, bekommen wir von Hafenmeister einen sehr schönen Liegeplatz an einem „Privatsteg“ zugewiesen.

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Kuchenbude aufbauen (es wird schwarz und donnert) und dann koche ich eine Bolognese dazu gibt es Salat… Da ist es sowiet…. Wir stoßen an.. AUF UNSEREN URLAUB!

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Starthafen: Laboe / Startzeit: 13:20 Uhr

Zielhafen: Ort (Fehmarn) / Ankunftszeit 18:40 Uhr

Tagesmeilen: 35,17 sm / Gesamtmeilen 35,17 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 6,6 kn / Speedmax: 9,22 kn

tatsächlicher Wind: 13-26 kn ;

Wann geht es endlich los?

Der Tag heute war richtig voll und ereignisreich. Lars wurde mit einem großen Fest von seinem Arbeitgeber verabschiedet. Ich habe die Zeit genutzt, um die letzten Sachen zu packen. Unser Leichtmatrose hat mit Abstand das meiste Gepäck.;o)

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Die Anzahl an Spucktüchern und Klamotten sollen hoffentlich dafür sorgen, dass wir nicht zu oft (nicht täglich *zwinker*) eine Waschmaschine aufsuchen müssen.

Außerdem haben Finn und ich uns auch noch von lieben Menschen verabschiedet – wenn Finn diese wieder sieht ist er doppelt so alt wie jetzt.
Unsere Hebamme war zum Abschlussgespräch da und Finn war noch einmal beim Osteopathen.
Jetzt sind wir bereit – es kann losgehen…

Finn startet im Alter von 7 Wochen mit einem Gewicht von 4.960g und der Kleidergröße 56 in unseren Segelsommer.

Am Abend können wir es nicht lassen. Es zieht uns aufs Schiff. Zum Glück startet das heutige Deutschlandspiel erst um 22 Uhr, so dass wir noch nach Laboe aufbrechen können. Die Fahrt führt uns über Niemeyer in Kiel, wo Lars sein AIS einsammelt *jetzt ist auch das „Spielzeug“ für den Urlaub gesichert* und Finn eine „Essenspause“ einlegt.
Am Schiff angekommen wird das Stauen wg. müden Eltern auf den nächsten Tag verschoben. Das Deutschlandspiel gucken wir aber natürlich trotzdem. Finn schläft während dessen ganz brav und ganz allein schon mal eine erste Runde in seinem Bettchen an Bord *unser großes Baby*

Endspurt – letztes Wochenende vor dem Start

Donnerstag und Freitag baut Lars seine letzten Urlaubstage ab. Am Montag wird er dann in seiner Firma verabschiedet, so dass uns jetzt ein langes Wochenende vor unserem tatsächlichen Start verbleibt.
Vieles ist schon vorbereitet für unseren Familien-Segel-Sommer, die wichtigsten Sachen sind bereits an Bord gestaut, denoch haben wir noch einige Punkte auf unserer Checkliste, die abgearbeitet werden wollen.

Heute steht zunächst ein Werftbesuch bei unserer Schiffswerft des Vertrauens – bei „becsen“ – auf dem Programm. Ziel: unser Ankerlicht soll reanimiert werden.
Morgens sendet Lars kurz ein WhatsApp zu Lutz mit der Frage wann wir kommen können. Daraufhin entsteht ein bisschen Hektik, da die direkte Antwort „Ihr könnt rüberkommen“ lautet. Wir lagen zu dem Zeitpunkt noch im Bett…
Aber auch die Experten konnten leider das Problem oben am Mast nicht lösen. Nach einigen Fehlversuchen stand fest, dass dieses Licht im Urlaub „erloschen“ bleibt. Wir werden also eine „mobile“ Alternative bereithalten und die Reparatur auf den Winter verschieben.

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Im Anschluß an den Werftbesuch starten wir in unsere „Generalprobe“. Wir wollen das lange Wochenende mit Dirk und Rieke in Schleimünde verbringen.
Die Windprognose: 3kn Wind in Böen 4 / Die Segelwahl: Dieselgenua.
Finn verbringt einen Großteil der Strecke bei Papa in der Manduca – prima Platz für kleine Pampersmatrosen.
Alle Gewitter ziehen auf der Fahrt an uns vorbei, wir bekommen 3 Tropen regen ab, die gut ohne Ölzeug auszuhalten sind. Um 15 Uhr sind wir da.. Erstmal ein Begrüßungsbierchen, welches übergeht in einen sehr netten Grillabend inkl. Fussball gucken auf der der „Felix“.

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Freitag wir ein Hafentag. Es ist kein so schönes Wetter angesagt, dennoch kommt morgens die Sonne raus und wir können den Tag richtig genießen, inkl. eines 12-Uhr-Bierchens in der neuen außen „Chill-out-lounge“ mit den Kindern.

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Erst gegen 17 Uhr wird es schwarz und ein leichtes Gewitter mit Regen und ein bisschen Wind verscheuchen die Sonne. Dennoch können wir wieder um 18:30Uhr troken auf der „Felix“ grillen. So ein „Restaurant-Schiff“ ist schon etwas Feines. ;o)

Samstag geht es zurück nach Laboe und dann auch weiter nach Hamburg. Ein letztes Mal zu Hause waschen und Sachen packen.  Außerdem bleibt Zeit sich inigen Lieben persönlich zu verabschieden.

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Wir freuen uns auf Dienstag!

 

Vorbereitung 3: Besorgungen

Ursprünglich wollten wir an diesem Wochenende noch einmal segeln gehen. Die Wind und Wetterprognosen enthielten jedoch diverse Gewitter- und Starkwind-Warnungen. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Pläne kurzfristig geändert und sind heute mit dem Auto nach Flensburg gefahren, um unsere Segel bei UK zum kürzen abzugeben.

 

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Auf dem Rückweg haben wir uns für die Reise mit pfandfreien Getränken in Kappeln eingedeckt. Dabei fällt auf: mit Baby und einer stillenden Mutter verlagern sich die Schwerpunkte – weniger Stauraum für Bier, Wein und anderen Alkohol, mehr Platzbedarf für Windeln & Co.

Finn hat die Autotour hervorragend gemeistert *super Baby*

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Vorbereitung 2: Rettungswesten

Auf unserer Vorbereitungsliste steht noch der wichtige Punkt: „Jedes Crewmitglied brauch eine Rettungsweste“

Da die Reise in diesem Jahr eine längere wird, haben Lars und ich für uns tolle, neue Rettungswesten von Kadematic gekauft.

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Finn muss noch ein paar Jahre wachsen, um in diese Westen zu passen, daher führte uns der Weg zum Yachtausrüster.
Die kleinste Kinderschwimmweste (5-10 Kilo) sieht ganz schön groß aus neben Finn.
Aktuell wiegt Finn 4.580g, bis zum 01.07.14 dürfte er die 5kg aber erreicht haben.

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Zufällig gab es beim Yachtausrüster auch noch ein AIS für Lars – er braucht ja im Urlaub etwas zum Basteln und Spielen.

Mit zwei glücklichen Männern konnte ich den Laden dann wieder verlassen.

 

 

Vorbereitung 1: Kinderreisepass

Langsam heben wir den Kopf aus der Baby-Eingewöhnungsphase und es geht auf die Zielgrade für die Vorbereitung unserer Familienauszeit.
Lars muss, abzüglich einiger Urlaubstage, nur noch sechs Tage arbeiten *unglaublich*

Bzgl. der Themen haben wir – da müssen wir ehrlich sein – eher eine klassische Aufteilung. Lars verantwortet die Technik, das Bauwesen und den Einkauf.
Ich bin für die häuslichen Themen und alles rund um Finn zuständig.
Wir sind zufrieden mit der Aufteilung – Hauptsache alle Themen sind besetzt.

Die Bürokratie verlangt auch für Babys einen Reisepass. Vor diesem Hintergrund haben Finn und ich uns heute auf den Weg gemacht. Die erste Hürde war das biometrischen Bild für Finn. Wie bringt man einem Baby bei für ein Foto den Kopf grade zu halten, bitte mit offenen Augen geradeaus zu gucken und dabei ein ernstes Gesicht zu machen?

Zum Glück sind wir an eine findige Fotografin geraten, die Finn auf eine Decke gelegt hat und selbst auf einen Stuhl gestiegen ist, um von oben den optimalen Fotowinkel zu finden. Mir blieb dann nur noch die Aufgabe dafür zu sorgen, dass Finn die Augen öffnet und nicht lacht *Kleinigkeit*

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Die zweite Hürde – das Ausstellen des Passes – war einfacher zu nehmen, denn wir hatten einen vereinbarten Termin beim Bezirksamt. Nun ist es mit Baby nicht unbedingt einfach pünktlich zu einem Termin, in respektablem Äußeren (= ohne Spuckflecken auf Mama oder Baby) und ohne Geschrei zu erscheinen, aber es ist gelungen.
Die Fragen der Beamtin habe ich nach besten Wissen und Gewissen beantwortet. „Welche Augenfarbe hat Ihr Kind?“; „Wie groß ist Ihr Sohn?“…
Was glauben die wie lange diese Angaben richtig sind?

Der Pass ist bis 2020 gültig. *ohne Worte*

 

Pfingstsamstag: Laboe – Damp

Guten Moren liebes Wochenende!
Es begrüßt uns Nebel, als Lars morgens das erste Mal aufwacht. Also schnell zum WC und wieder ab ins Bett… war ja auch erst 6 Uhr.
Zwei Stunden später steht Lars dann auf und nimmt sein morgendliches Bad in der Ostsee.*brrr* Nach dem Bad nimmt er mir Finn ab und geht mit ihm im Kinderwagen shoppen. Voll gepackt kommen die beiden zurück und ich bin entspannt und geduscht :- ))

Nach einem gemütlichen Frühstück im Cockpit und dem Besuch von Tine (Baby gucken) geht es los. Die Sonne hat sich inzwischen durchgesetzt, aber leider weht bislang noch kein Wind. Da auch die Windvorhersage schwach umlaufend ist, lassen wir die Segel erstmal eingepackt und starten unter Motor und Autopilot.

Kurz vor Bülk erspähen wir Caro und Mark. Lars will Fotos machen, daher ändern wir unseren Kurs und machen eine kurze Fotosession von „Charlo“.

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Finn ist heute ab und zu wach und möchte häufiger auf den Arm. Der Wind hat sich auch noch nicht durchgesetzt, daher steht unser Ziel schnell fest: Wir motoren nur noch eine kurze Strecke und werden in Damp festmachen. Zeit für Erholung und ausgibiges Spielen und Kuscheln mit Finn…

Schade, wir haben uns auf ein Treffen mit unseren Clubkameraden in Grauhöft gefreut, aber wir wollen nichts erzwingen und sparen uns die weiteren zwei Stunden fahrt.

Nächstes Jahr sind wir in Grauhöft wieder dabei! *versprochen*

Pfingsten: Start ins lange Wochenende

Feierabend, schnell los, das lange Wochenende steht vor der Tür :o)

Lars kann pünktlich um 14 Uhr im Büro Schluss machen und kommt schnell nach Hause. Ich habe schon alles vorbereitet und die letzten Sachen sind schnell gepackt. Finn hat schon „Mittag“ gegessen (gefühlt ißt er dauernd, aber ich will ja nicht so sein *zwinker*) und damit kann es losgehen.
Wir sind gespannt, denn es ist Finns erste Autofahrt am Nachmittag und die Verkehrsnachrichten sind mäßig optimal. Wir entscheiden uns für „Augen zu und durch“

Lars umfährt den Stau in Hamburg, indem wir erst in Norderstedt auf die Autobahn fahren. Und wir haben Glück – die Verkehrslage ist besser als gedacht. Finn verschläft die komplette Autotour ohne Probleme.

In Laboe angekommen gibt es dann erstmal ein Menü für Finn. Im Anschluss geht es zum Spanier – lecker Essen für die Eltern.

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Andere Reisen: Auch unser Start ist nicht mehr lange hin

In unserem Clubnewsletter von Rüdiger Sommer habe ich gelesen, dass Bernd und Waltrud mit der „Trio e uno“ auf großer Ostseerundtour sind. Sie brichten auf der Internetseite http://www.trio-e-uno.de von Ihrer Reise und stellen viele Bilder ein.

Vielen Dank dafür, meine Mittagspause ist gerettet :- )

Die letzten Wochen im Büro brechen an. Viele Themen die im montlichen Rythmus auf der Tagesordnung stehen, werden nun zum letzten Mal bearbeitet: komisches Gefühl aber auch irgendwie schön.

Nur noch 25 Tage, dann starten auch wir…

 

Himmelfahrt Rücktour: Grauhöft – Laboe

Heute ist Lars ohne die Hilfe der Sonne aufgewacht, denn diese ist noch hinter einer zarten Wolkendecke versteckt. *dem geneigten Leser fällt sicher auf, dass die Eltern immer vor dem Baby (bei uns auch „Schläfer“ genannt) wach sind – das ist wirklich so!*
Lars zögerte etwas, bevor er sich für sein morgentliches Bad in der Ostsee/ Schlei entschließen konnte. Letzendlich konnte ihn die fehlende Sonne jedoch nicht abhalten…

Beim Frühstück ist dann auch die Sonne aus ihren Wolken gekrochen und es versprach wieder ein schöner Tag zu werden. DP07 hat für unseren Bereich allerdings Böenwarnungen herausgegeben, d.h. wir müssen mit Boen bis 7Bft rechnen.

Wir entschließen uns zurück nach Laboe zu segeln, denn die Windrichtung ist günstig, so dass und (und Finn) die Boen nichts anhaben können.
Gegen 10 Uhr starten wir, Groß und Genua angeschlagen, aber wir wollen unseren Motor noch ein Bischen testen und motoren ganz gemütlich aus der Schlei. Finn liegt wieder zurfrieden in der erprobten Aufhängung unter Deck.
Nach Schleimünde rollen wir die kleine Genua aus und machen den Motor aus. Gleich nach dem Ausrollen, geht Lars nach unten und schaut nach Finn. (Wir sehen ihn aus dem Cockpit, aber wir gucken trotzdem in regelmäßigen Abständen nach ihm und seiner Aufhängung). Finn liegt wieder, trotz leichter Schräglage, sicher, zufrieden und im Tiefschlaf in seinem Reich.
Wir segeln bis kurz vor Damp dicht unter Land und fallen erst spät ab, um die Eckernförder Bucht zu queren. Über Seefunk bekommen wir mit, dass in der Flensburger Förde eine Person über Bord gegangen ist. Es ist erstaunlich, dass noch bevor die Position genau fest stand, ein Hubschrauber sein Standby meldete. Nach kurzer Zeit war die Person wieder an Bord und Einsätze nicht mehr notwendig. Dennoch ist es beruhigend zu wissen, dass rettende Engel zur not zur Stelle wären.

Bei dem Wind und dem kleinen Vorsegel steuert der Autopilot problemlos. Wir sind erstaunt, wie entspannt wir alle drei Wind und Wellen genießen. Bei Bülk bekommt Finn dann seine erste Mahlzeit auf See – Wind und Welle können weder Finn noch mir etwas anhaben.

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In die Förde geht es etwas höher ran aber auch dass geht problemlos. Ganz entspannt kommen wir in Laboe an. Ein toller Segeltag!
Kurz das Schiff klarmachen, Finn bekommt eine neue Windel und dann geht es zu Britt. Ich habe Lust auf Kaffee und Kuchen, Lars eher auf Currywurst und Bier.
Nachmittags bastelt Lars noch etwas an Perfect Match: Relingsstützen und die Decks-Rumpf-Verbindung im hinteren Bereich des Schiffes wollen mit Silikon neu abgedichtet werden.
Zur Belohnung bleibt die Küche heute kalt und Finn geht mit Lars Pizza holen.
Wir lassen den erfolgreichen Tag ruhig im Cockpit zu dritt ausklingen.

Finns erster Segeltag: Laboe – Grauhöft

Die Sonne hat Lars heute wieder früh wachgeküsst. Nach einem Bad in der Ostsee hat er sich Finn geschnappt und ist mit ihm im Kinderwagen zum Brötchen holen entschwunden. Zeit für mich, um mich und das Frühtück zu richten.

Nach dem Frühstück und einer Stillmahlzeit für Finn haben wir uns segelfertig gemacht.
Finns Babywanne haben wir zu diesem Zweck in einem Gepäcknetz unter die Salondecke gehängt (= kardanische Aufhängung). An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Tine und Kay von Tabaluga, die uns das Gepäcknetz inkl. Zubehörutensilien und Einweisung zur Verfügung gestellt haben.

Trotz der Leichtwindprognose haben wir uns für das kleine Vorsegel entschieden. Nach dem ersten Ausrollen der Genua musste jeder von uns erstmal gucken wie es Finn geht, ob die Aufhängung hält etc. Finn hat das Ganze wieder einmal verschlafen, mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck.
Nun hatten auch wir ein gutes Gefühl, so dass wir kurze Zeit später auch das Großsegel gesetzt haben. Damit machte das Segeln dann richtig Spaß und mit Böen von 5-6kn waren wir zügig in Richtung Schlei unterwegs.

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In die Schlei sind wir dann motort. Dabei zeigte sich, dass Lars mit seiner Motorreparatur von gestern Erfolg hatte. Der Dieselgeruch war weg, der Motorraum trocken. *freu*

In Grauhöft angekommen starten wir mit den üblichen Handgriffen: Aufklaren, Kuchenbude aufbauen (= Schatten für Finn), Stillmahlzeit für Finn. Danach zieheln Lars und Finn los, um Bier aus Kappeln zu holen – so ein Kinderwagen ist auch praktisch ;o)

Den Tag lassen wir mit einer entspannten Grillage ausklingen:IMG_0732 IMG_0733 IMG_0735 IMG_0737 IMG_0738 IMG_0740 IMG_0747