Urlaub in der Heimat

Zu Hause in Laboe ist es auch schön!

Heute Morgen wurden wir vom Sonnenschein geweckt – zugegeben, das ist nur fast richtig, denn geweckt wurden wir natürlich von unserem Peer, aber ein Blick nach draußen hat sofort gezeigt, dass es ein schöner Sommertag wird.

Unseren Ärger von gestern haben wir dem Handwerker natürlich noch umgehend mitgeteilt. Er hat uns versprochen, dass er heute um 12 Uhr bei uns im Haus ist und den Boden im Erdgeschoss verlegt.

Direkt nach dem Aufwachen durfte ich in unser Haus gehen und ungestört, heiß und lange duschen. *Luxus*
Lars ist mit den Kids etwas später nachgekommen und während er unsere Dusche ausgiebig genutzt hat habe ich mit den Kids in unserer Küche gefrühstückt, d.h. das Geschirr konnte hinterher direkt in den Geschirrspühler *kein Abwasch* und die Familien-Laune ist klasse.

Hinterher haben wir noch etwas mit unseren Kids in deren Kinderzimmern gespielt, um dann zum Kinderarzt zu fahren (der Termin wegen dem wir eigentlich zurück nach Laboe gekommen sind). Wir benötigen nämlich für jedes Kind eine aktuelle Gesundschreibung für den KiTa-Start nächste Woche.

Beide Kinder haben den Arzttermin ohne Probleme „bestanden“ und Peer wurde sogar noch geimpft. Ein sehr erfolgreicher Vormittag!

Zurück am Schiff wartet auf uns eine schöne Überraschung. Die SY Fifty-Fifty liegt neben uns – ein Wiedersehen mit lieben Segel-Freunden!

Nach einem kurzen Plausch bei einem Kaffee geht es für uns dann erstmal zu unserem Haus. Ist der Handwerker wie versprochen da? Kommt er gut voran?

Es läuft!
Wir können ab Morgen den Boden in unserem Erdgeschoss wieder betreten, die Schränke im Flur wieder aufstellen und auch die weiteren Arbeiten gehen nun zügig voran.

Darauf gönnen wir uns erstmal ein leckeres Essen im BalticBay

und wir erfüllen Finns sehnlichen Wunsch: Rettungskreuzer Berlin angucken

Peer interessiert sich nicht wirklich für den Rettungskreuzer,

er findet es spannender bei uns am Schiff mit der Fernbedienung von unserer Selbststeueranlage zu hantieren oder seine Feinmotorik an meinen Wasserflaschen zu perfektionieren.

Wir haben heute genug Zeit, damit jeder zu seinem Recht kommt.

Wir unterhalten uns lange mit Hans und Chrischi,
„segeln“ um die Wette (nein, wir trocknen nur beide unsere Segel von dem Ritt gestern)

und genießen den lauen Abend.

Alles wird gut!

Heißer Ritt nach Hause

Nach dem traumhaften Sommertag erwartete uns der gestrige Tag, wie vorhergesagt, mit Regen und kräftigem Wind.

Da wir am Mittwoch (also Heute) in Laboe sein mussten, haben wir den Tag genutzt, um mit schönem Rückenwind segeln zu gehen. Geplantes Ziel: Marstal

Leider mussten wir uns daher von den Crews der Auszeit und der Sowieso verabschieden, denn Beide haben noch länger Urlaub und haben sich daher bei den Bedingungen für einen Hafentag in Lundeburg entschieden.

„Tschüss, Ihr Lieben! Es war schön Euch gesehen zu haben!!!“

Für uns ging es, gut eingepackt in Ölzeug, los.

Der Wind hat uns schnell gen Marstal geschoben.

Finn und Peer haben einen Teil der Zeit – als der Regen zu stark wurde – unter Deck verbracht. Auch das ging ziemlich gut, da wir auf dem Kurs sehr geschützt und mit wenig Kränkung unterwegs waren.

Marstal war bei unserer Ankunft um 14 Uhr allerdings wirklich voll – die Crew der Auszeit berichtete bereits davon – und bei dem starken Wind sind auch nur wenige Schiffe überhaupt ausgelaufen. Wir haben nur noch Plätze ohne Luv-Pfahl oder im Päckchen bzw. an der Spuntwand gefunden. Bei jedem Platz wären wir auf ein anderes Schiff oder die Spuntwand gedrückt worden. Die Nacht wäre unruhig geworden, daher haben wir uns spontan entschieden die 3,5 Stunden weiter bis Laboe zu segeln.

Bessere Segelbedingungen als diesen „Raum-Schoot-Schiebe-Kurs“ konnten wir gar nicht bekommen und am nächsten Tag (also heute) hätten wir eh nach Laboe aufbrechen müssen…

Nach dem erneuten Segelsetzen habe ich das Ruder übernommen und Lars hat für uns Pfannkuchen gebacken. Damit war die Stimmung der Crew wieder erfolgreich gehoben. Selbst Peer hat seinen Pfannkuchen mit Genuss gegessen. Für Finn haben wir darüber hinaus eine weitere Ausnahme gemacht: Er durfte seine Rettungskreuzer mit zum Spielen in den Salon nehmen. Mit den Booten ist er problemlos 1,5 Stunden beschäftigt ohne dass ich etwas zur Unterhaltung beitragen muss. Perfekt!

Nach dem Essen haben wir unsere Besegelung neben dem vollen Groß wieder um die Genua ergänzt, diesmal ausgebaumt.

Der Wind wurde allerdings stetig mehr – soviel Wind war gar nicht angesagt…

6-7 Windstärken, ordentliche Wellenberge – Lars musste konzentriert und engagiert steuern, um uns im Surf zu halten. Spitzengeschwindigkeit:

Die immer größer werdenden Wellen haben die Kids in den Schlaf geschaukelt.
Finn hat zur Sicherheit neben seinen Rettungskreuzerbooten geschlafen *grins*

Ich war froh, dass ich zum Ende des Törns auch mal an Deck gehen konnte und nicht nur unter Deck für die Unterhaltung, Sicherung und Versorgung der Kids zuständig war.

Der Surf auf den Wellen hat viel Spaß gemacht, dennoch waren wir froh als wir um
17 Uhr in Laboe auf unserm Platz fest lagen. Die Kinder sind wirklich erst wieder aufgewacht als wir vertäut waren. Gutes Timing – oder Glück!

Leider endete die Geschichte nicht an dieser Stelle mit einem Happyend…

Wir hatten den Kids (vor allem Finn) versprochen, dass wir als Belohnung für sein tapferes Durchhalten unterwegs, noch am Dienstag direkt nach Hause gehen.
Dort sind dann seine ganzen Spielsachen, sein tolles Bett und vor allem ganz viele trockene Sachen.

Das bedeutete, dass ich direkt nach unserer Ankunft das Nötigste in Taschen gepackt habe. Dann ist Lars mit der ersten Taschenladung im Regen zum Haus hochgelaufen, um das Auto zu holen und mich und die Kids möglichst schnell nachzuholen.
Leider kam Lars zwar mit dem dem Auto, aber einer schlechten Nachricht zurück zum Schiff. Unser Haus ist „unbewohnbar“, denn die Handwerker haben nicht wie versprochen in unserem Urlaub den zentralen Flur im Erdgeschoss neu verlegt, sondern sie haben zwar den Bodenbelag entfernt, aber keinen neuen aufgebracht. *grrrr*

Das Schiff versank im Chaos, draußen regnete es, drinnen war es klamm, kalt und ungemütlich und wir hatten alle Hunger…

Lars und ich haben gelächelt. Den Kids hätte unser Ärger nicht weitergeholfen.
Wir haben Finn angeboten, dass er mit Lars zum Haus darf, um sich das Desaster anzusehen und ich habe derweil mit Peer (meist auf dem Arm) versucht das Schiff wieder wohnlich zu gestalten, damit wir weiter auf PerfectMatch schlafen konnten.

Zum Glück ist Finn echt hart im nehmen. Er hat die Baustelle in unserem Haus gesehen, hat sein sehnlich vermisstes Polizeiauto und Polizeiboot selbständig aus seinem Kinderzimmer geholt und meinte zu Lars: „Wir können jetzt wieder auf Perfi gehen – die Handwerker haben hier ja gar nicht ordentlich gearbeitet!“

Gesagt getan. Zurück auf dem Schiff war Finn sofort wieder glücklich.

Peer kommt nach mir. Er war glücklich nachdem er seinen Abendbrei bekommen hatte und ich war glücklich(er) als die Kids endlich schliefen und Lars uns schnell eine Pizza aus dem BalticBay organisiert hatte.

Bauen ist echt zum Abgewöhnen!
Morgen ist ein neuer Tag ;o)

Endlich: Treffen mit „Team Auszeit“!

Am nächsten Tag sind die Bedingungen spitze. Wir werden zwar von einem Schreianfall von Peer – er schläft diesmal nach der 5-Uhr-Flasche auch nicht wieder ein *das ist so gar nicht meine Aufstehzeit* – geweckt, aber mit einem traumhaften Sonnenaufgang entschädigt:

Auf den Feldern hängt noch der Morgennebel und das Schiff ist noch feucht, aber es verspricht ein schöner, sonniger Tag zu werden.

Wir nehmen es wie es kommt und fahren mit den Kids, die viel zu früh in den Tag gestartet sind und daher sicher irgendwann vor Müdigkeit zusammenbrechen werden, einfach früh los.

Die Stimmung ist gut. Finn und Peer machen Quatsch im Cockpit:

Finn balanciert und Peer hilft beim Segeln.

Wir fahren nach Lundeburg, um uns hier mit dem „Team Auszeit“ zu treffen.
Allerdings sind wir durch unseren sehr frühen Start in den Tag etwas früh dort.
Dafür bekommen wir einen tollen Platz und meine Männer nutzen die Zeit, um
Perfect Match etwas zu polieren bzw. zu putzen. Klasse Crew!

Als nächstes trifft die Sowieso-Crew ein. Unser „Kinder-Garten-Schiff“wurde schon vermisst. *zwinker* Zunächst muss aber Lars in den Einsatz auf der Sowieso, um ein Fall aus dem Mast zu bergen…

Danach ist Zeit für Kinderbetreuung.
Finn geht mit Oma und Opa Fisch kaufen und Eis essen:

Peer hält seinen Mittagsschlaf und bekommt danach erstmal eine Stärkung bei uns an Bord:

Und dann ist es soweit – Team Auszeit trifft ein :o)))

Wie schön, dass Ihr da seit!!!

Für einen kurzen Moment liegt die Auszeit neben uns, dann können wir verholen und beide Schiffe liegen hintereinander:

Die Kids starten sofort eine Krebs-Angel-Session, während wir ein Einlaufbier/ -Wein trinken.

Brigitte ist nicht ganz so entspannt wie wir. Sie sieht Finn die ganze Zeit beim Hantieren mit Krebsangel, Eimer, Köder und den anderen Kindern das Gleichgewicht verlieren und ins Wasser fallen. Wir platzieren sie mit dem Rücken zu Finn, wirklich helfen tut es allerdings nicht. *Oma unentspannt ;o)*

Finn ist guter Dinge und total glücklich. Wir vertrauen ihm, dass er das gut hinbekommt

und es geht tatsächlich alles gut. Kein Kind landet im Wasser. Wir sind entspannt, denn sie haben ja alle Schwimmwesten an. ;o)
Irgendwann hat aber auch Finn verstanden, dass er sich beim Angeln besser hinlegen sollte…

Peer genießt es auf der Auszeit – immerhin gibt es eine neue Salontreppe, die er erobern kann und Onkel Nils passt super auf ihn auf!

Abgerundet haben wir den Abend mit einem leckeren gemeinsamen Grillen. Für viele gab es gegrillten Lachs, da der Fischladen hier wirklich super ist.

So schön, dass wir uns getroffen haben!

Nachtrag: Sonne und Regen auf Omö

Memo an mich selbst: „Sag nie wieder, dass es zum Glück trocken ist!“

Kurz nach meinem letzten Eintrag ging ein Regenguss auf uns Omö auf uns nieder, der seines Gleichen sucht…

Zum Glück ist die Kinderbetreuung auf der SY Sowieso erstklassig, so dass es keine Schlecht-Wetter-Depression aufkommt.

Und wenig später sah man schon das bessere Wetter kommen,

die Regenwolken verzogen sich und machten einem wirklich schönen Nachmittag/ Abend Platz:


Unfreiwillig eingeweht auf Omö

Jetzt hat uns das schlechte Wetter auch mal erwischt…
Man kann nicht immer Glück haben und die Stimmung ist zum Glück noch nicht „verregnet“. ;o)

Gestern konnten Lars und ich richtig viel Kinder-freie Zeit genießen (die Kids wurden von Oma und Opa bespielt – TOLL!!!), dabei war das Wetter nebensächlich. Wenn das so weiter geht mit der Kinderbetreuung, dann haben Lars und ich bald unsere ganzen liegengebliebenen ToDos abgearbeitet und wir könnten die freie Zeit nutzen, um Sport zu machen oder uns sogar miteinander zu unterhalten. Verrückter Ansatz *lach*

Zunächst nutzt Lars die Zeit aber für dringend notwendige Bastelarbeiten.
Zum Glück ist er so gut darin! Wir wären aufgeschmissen, wenn das in meinen Verantwortungsbereich fallen würde. ;o)

Die Kids lieben es bei Oma und Opa auf der SY Sowieso zu sein. Da wird gespielt,

Peer hat eine neue Salon-Treppe als Kletter-Herausforderung, außerdem darf er bei Oma und Opa endlich mal an die Technik

Mit Oma und Opa geht es auch zum Spielplatz und zum „Fähre gucken“.

Gestern Abend haben wir uns herzlich mit einem leckeren Essen bei uns an Bord bedankt!

Peer war auch mit von der Partie, wurde aber während des Essens in seinem Autositz mit leckerem Knäckebrot beschäftigt ;o)

Eigentlich wollten wir dann heute am frühen Morgen – 5 Uhr, Ihr wisst warum – gen Marstal aufbrechen, um uns dort mit der Crew der „Auszeit“ zu treffen. Aber aus dem Plan wurde leider nichts. Die ganze Nacht hat es hier in Strömen geregnet und gestürmt. Als der Wecker klingelte – Peer brauchte natürlich wieder keine 5-Uhr-Flasche *ohne Worte* – haben Lars und ich gleichzeitig „zu viel Wind“ befunden und uns umgedreht und weitergeschlafen.

Heute Morgen wurden wir erstmal mit einem leckeren Spiegelei-Frühstück auf der SY Sowieso „getröstet“.

Leider bläst der Wind auch jetzt noch mit 5-6 Windstärken, so dass wir heute leider nicht mehr aufbrechen werden.
Wir sehen das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn wir haben uns auf das Treffen mit der Crew der „Auszeit“ sehr gefreut. Allerdings kommen Lars und ich so erneut in den Genuss eines Tages mit Kinderbetreuung und die Crew der Sowieso hat uns für heute Abend sogar zum Essen eingeladen. Es hätte schlimmer kommen können. ;o)

Heute Vormittag hatten wir gemeinsam Spaß auf dem Spielplatz:

Lars hatte sogar Zeit auch ein paar Fotos zu machen,

dh ich bin auch mal zu sehen ;o) Hier bei Laufübungen mit Peer – er liebt es!

Liebe Grüße aus dem windigen Omö – zur Zeit zum Glück ohne Regen!

„Urlaubsbeginn“ auf Omö

Von Kerteminde aus sollte es für uns nach Omö gehen.
Da wir aktuell besonders entspannt unterwegs sind, wenn die Kinder (oder zumindest Peer – 1 Jahr alt) einen Teil der Fahrt verschlafen, war der Plan wieder früh zu starten.

Unser „Super-Baby“ (Peer) ist eigentlich ein ganz guter Schläfer (wenn er nicht gerade einen Zahn bekommt oder ihn irgendetwas anderes drückt…). Das heißt, er schläft ab 19:30 Uhr durch, braucht aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Flasche um ca. 5 Uhr morgens. Daher war unser Plan nach der Morgenflasche, die uns ja eh weckt, nach Omö zu starten.

Ich brauche nicht erwähnen, dass Peer gerade gestern Morgen natürlich keine Flasche um 5 Uhr verlangt hat. Wir hätten also „ausschlafen“ können. *grrrr*
Egal, wir waren also um 4:30 Uhr wach und sind gen Omö gestartet.
Gutes, ungestörtes (Aus-)Schlafen müssen wir wohl auf eine andere Lebensphase vertagen. ;o)

Währendt der Tour kam noch Nebel  auf:


Navi und Ais beruhigen dann ein wenig… mit hoher Aufmerksamkeit geht es durch den Nebel

Als die Kids wach wurden, wurde auch die Sicht langsam besser.

In Omö angekommen wurden wir wieder mit Sonnenschein bedacht.
Schönes Wetter, um den Spielplatz ausgiebig zu nutzen und für uns Eltern die Möglichkeit uns etwas im Gras auszuruhen.


Es wurde sogar so warm, dass wir ein paar Wasserspiele in der Ostsee machen konnten. Danach waren beide Kids komplett nass. *komisch*

Omö ist ein kurzweiliger Hafen – auch für uns Erwachsene.
Die Kinder sind gut beschäftigt und im Hafen gibt es eigentlich immer etwas zu gucken.

Omö bei unserer Ankunft – der Hafen ist fast leer…

Omö am Abend – der Hafen ist voll.
Dazwischen liegen viele An- und Ablegemanöver, bei denen man zugucken kann ;o)

Es gibt hier aber einen lieben Hafenmeister, der neu-ankommenden Schiffen, sobald es enger wird, Plätz aufzeigt. Toller Service!

Wir haben einen tollen Platz mit Blick auf die Hafeneinfahrt. Finn und Peer spielen klasse bei uns an Bord, so dass wir mal richtig entspannt die Ruhe genießen können.

Finn hat Papa gestern im Supermarkt um den Finger gewickelt. Er hat in der Spielzeugabteilung – es gab wirklich viele unterschiedliche Spielsachen – ein Boot entdeckt, welches er unbedingt haben wollte. Papa war so gerührt, dass Finn sich bei dem großen Angebot ausgerechnet ein Boot ausgesucht und mit Engelszungen argumentiert hat warum er genau das benötigt, dass er es spontan für Finn gekauft hat.

Die „Investition“ hat sich total gelohnt. Sobald wir an Bord sind sitzt Finn ausdauernd vor seinen zwei Booten (mit zwei Beibooten!) und spielt Rettungskreuzer im Einsatz.
So süß!

Während Finn unter dem Tisch spielt können wir auch hervorragend, ungestört Abendessen und müssen dabei nur noch auf unser „Kamikaze-Baby“ achten ;o)

Peer hat es nämlich „Faust-dick“ hinter den Ohren. Nachdem er jetzt die Salontreppe absolut sicher rauf und runter klettern kann benötigen wir unsere beiden Fatboys (=übergroße Sitzkissen) zur Sicherung/ Absperrung des Gasherdes – Peer möchte so gern an den Knöpfen drehen, wir finden es aber nur mäßig lustig, wenn er das Gas anmacht *grrr* – und zur Sicherung der Motorbedienung. Peer hat bei Papa genau beobachtet welche Knöpfe man drücken muss, um den Motor zu starten und es gelingt ihm tatsächlich – Anmachen, Vorglühen, Starten!
Wir warten auf den Tag an dem das Baby in einem unbeobachteten Moment allein mit dem Schiff auf Tour geht *grrr*
Man sieht dem kleinen Kerlchen gar nicht an wie groß sein Schalk im Nacken ist. ;o)

Heute Morgen
– so sieht übrigens ein typischer Frühstückstisch bei uns aus:

Es herrscht immer Chaos. Ich weiß auch nicht, was da jedes Mal auf dem Tisch passiert… –
haben wir eine kurze Wanderung über die Insel gemacht.

Zurück im Hafen haben wir Wolle und Mutsch mit der SY Sowieso einlaufen sehen. Welch eine Freude – Oma und Opa sind da!!!

Omas und Opas sind eine tolle Erfindung denken Lars und ich und sitzen entspannt, zu zweit, im Cockpit, während Wolle und Mutsch die Kids auf dem Spielplatz bespielen. Unser Urlaub beginnt *zwinker*

Zu heiß, um an Land zu bleiben…

Unsere „Pizza-Abschieds-Party“ auf Anholt war sehr gelungen.
Immer wieder verließ eine neue, leckere Pizza unseren Ofen. Es nahm kein Ende…

Vitamine waren auch dabei – immerhin schwamm Gurke im Gin Tonic –

und es war gesellig. Platz zum Spielen ist in der kleinsten Hütte ;o)

Unser Plan war es am nächsten Tag, nach dem Brötchen holen, gen Süden abzulegen.
Das Schiff haben wir noch am Abend reisebereit gemacht, um die Rüstzeit am nächsten Morgen möglichst zu verkürzen.

Aber wie das bei uns mit den Plänen so ist, meistens entscheiden wir spontan anders…
Diesmal wurden wir – eher ich – von unseren Nachbarn „geweckt“. Sie hatten angekündigt um 3 Uhr in der Nacht aufbrechen zu wollen und so waren leise Vorbereitungsgeräusche ab ca. 2 Uhr zu hören.

Da die Nacht davor Peer mit einem lauten Rumms aus seiner Koje gefallen ist – der arme Knopf, er hatte sich zum Glück aber nur gehörig erschrocken, wirklich passiert ist ihm nichts – waren meinen Mama-Radar-Systeme wieder besonders sensibel aufs Hören eingestellt. Fazit – ich war wach.

Als dann auch noch Peer um ca. 3h anfing im Bett zu schreien – wahrscheinlich hat er von seinem Kojen-Sturz geträumt ;o) – waren wir restlos wach, so dass wir beschlossen haben einfach auch zu starten…
Also Ölzeug an, denn nachts ist es aktuell schon recht kalt, und los ging es.

Beim Auslaufen aus dem Hafen haben wir nicht schlecht gestaunt. Gestern – während unserer Pizza-Session – sind noch viele Segler angekommen (die beginnenden Sommerferien in Hamburg und Schleswig-Holstein sind wahrscheinlich die Ursache). Anholt war voll!
Wir sind an mehreren 10er Päckchen, Schiffen, die in zweiter Reihe ankern oder sich dicht um die Molenköpfe mit Heckanker gescharrt haben und ankernden Schiffen im Vorhafen vorbeigefahren.

Tschüß Anholt! Bis zum nächsten Jahr!
Unser Ziel: Sejerö

Bei Sonnenaufgang bekommt der Schiffsführer einen Kaffee.

Es ist windstill, die Wolkendecke ist noch ziemlich dicht.

Da hilft nur ein gutes Frühstück – Apfel, Banane, Blaubeere mit Müsli und griechischem Joghurt:

Um ca. 7 Uhr stehen die Kids auf und nach ihrem Frühstück drehen die Jungs eine erste Runde über Deck:

„Guck mal, da schwimmt ein Seehund!“

Telefonat mit Opa Wolle:

Kuscheln mit Mama:

Da kommt ein großer Frachter und fährt zum Glück an uns vorbei:

und die Schnellfähre:

Knäcke-Brot-Pause:

Noch an dem Leuchtturm vorbei

und dann sehen wir Sejerö:

Sejerö ist für uns Neuland. Wir waren noch nie da.
Der Hafen ist eigentlich ganz süß, allerdings wird gerade die komplette Spuntwand erneuert, so dass viel Baulärm den Hafen beschallt. Außerdem brennt mittlerweile die Sonne vom Himmel und es ist noch immer komplett windstill.

Ich gehe mit den Kids auf den Spielplatz, während Lars einkaufen geht.

Fazit: Für uns ist es zu heiß!
Wie war das noch mal mit den Plänen?
Ein guter Plan ist dafür da, situationsbedingt angepasst zu werden.

Wir verlassen Sejerö wieder und beschließen lieber weiter zu fahren. Auf dem Wasser ist es generell kühler und dazu erfrischt uns noch der Fahrtwind. Peer gibt den Kurs ein:

Danach macht Peer erstmal seinen Mittagsschlaf und Finn und Lars backen Pfannkuchen.

Für das leibliche Wohl der Eltern ist auch gesorgt

und dann wird zur Poolparty eingeladen:

Als der Wind auffrischt und Peer aus seinem Mittagsschlaf erwacht, bauen wir den Pool wieder ab. Finn und Papa können aber auf Wasserspiele noch nicht verzichten, also wird das Boot vom Anholt-Sand befreit.

Auf dem letzten Stück unserer Reise – das neue Ziel: Kerteminde – dreht uns leider der Strom auf den Kopf. 2 Knoten Strom von vorne. Die letzten 1,5 Stunden ziehen sich etwas, aber beide Kinder sind total tapfer!
Am Ende haben wir 94,5 Seemeilen auf der Tagesuhr. Zur Belohnung gibt es Pizza und Pommes auf einer Wiese, damit die Kids vor dem Schlafen noch etwas Auslauf haben und wir nicht verhungern. ;o)

Heute Morgen freuen sich Finn und Peer schon wieder auf den nächsten Tag und begrüßen ihn auf der Treppe

Wir bleiben hier in Kerteminde und gehen ins Aquarium…

„Eingesonnt“

Eingesonnt – den Begriff hat Wolle mal „erfunden“, um einen langen Anholt-Aufenthalt zu beschreiben und es ist erstaunlich wie treffend er auch immer wieder auf unsere Anholt-Aufenthalte zutrifft.

Hier ist es einfach unendlich schön:

Wir verbringen die Tage in einem wunderschönen „Flow“, so dass ich sogar vergesse Fotos zu machen…

Am Samstag hatten wir Vollgas-Sonne ohne Wind. Der Tag war für mich definitiv zu heiß. Wir haben im Schatten gesessen, Eis gegessen und ich habe das erste Mal in der Ostsee gebadet.

Der Sonntag-Vormittag war dann der Ausgleich. Es war wirklich verregnet, so dass wir die Zeit bis 13 Uhr im Schiff und unter der Kuchenbude verbracht haben.
Ausgiebiges Frühstück mit Croissant mit Nutella für Finn – er genießt es! – und Brei für Peer.

Spielen auf engem Raum…

Finn wärmt sich die Füsse an der Heizung:

Peer isst den ersten Schokoladen-Keks in seinem Leben. Er ist noch etwas skeptisch…

Die restliche Zeit hatten wir hier fast durchgehend Sonne, allerdings mit ordentlichem Wind. Wir konnten dennoch schön spielen,

den Kitesufern zusehen und

selbst am Strand buddeln.


Wir waren auch fleißig,
haben gewaschen,

getankt,

gearbeitet,

und die Insel mit dem Fahrrad erkundet (leider ohne Foto, wie so viele Erlebnisse hier *grins*).

Gegrillt wurde natürlich auch – wir wollen ja unseren Schnitt halten –
Der Grillplatz liegt direkt neben dem Krebs-Angel-Steg, so dass sich die Kids sofort auf dem Weg zum Keschern gemacht haben…

Natürlich muss der Fang direkt am Essenstisch präsentiert und bestaunt werden…
Diesmal gab es Krabben, keine Krebse ;o)
Peer wurde von Lene bespaßt oder mit Essen beschäftigt ;o)

und es war Zeit für „Männergespräche“ in unterschiedlichen Konstellationen

Aktuell ist Anholt noch fest in dänischer Hand,

wir haben an unserem Steg

jedoch ganz liebe Boots-Nachbarn aus der Schlei. Beide Kids lieben es mit ihnen zu flirten und zu erzählen. Großartig, so eine „Kinder-Betreuung“ über den Seezaun. :o)

Peer genießt auch sonst die Freiheit einfach übers Boot streifen zu dürfen…

Morgen werden wir unsere Zelte hier wohl leider abbrechen…
Bis zum nächsten Jahr liebes Anholt!

Während Peer seinen Mittagsschlaf hält und ich blogge, bereiten Lars und Finn gerade einen Pizzateig für unser Abschiedsessen vor. *lecker*

„Sundowner“ oder „Vernunft versus Anholt“

Hätte man Lars und mich vor unserem Urlaub gefragt, dann hätten wir voller Überzeugung geantwortet, dass Tunö in diesem Jahr sicher der nördlichste Hafen unserer Reise sein wird. Schließlich haben wir nur 2,5 Wochen Urlaub und durch den KiTa-Start der Jungs auch einen finalen, unumstößlichen Rückkehrtermin.
Außerdem ist Reisen mit zwei Kleinkindern anstrengend und wir wollen sie und uns nicht überfordern…

Soviel zur Theorie…

Wir haben die Tage auf Tunö sehr genossen. Das Wetter war spitze und es ist auch für die nächsten Tage mit einem Hochdruckgebiet zu rechnen… So weit ist Anholt ja gar nicht entfernt… nur eine Nachttour… ein Segelurlaub ohne Anholt ist ja eigentlich auch kein richtiger Segelurlaub… die Bedingungen sind spitze… die Kids fühlen sich an Bord mittlerweile mehr als zu Hause… wir würden die Crew der Felix dort sehr wahrscheinlich wieder treffen, die haben Tunö einen Tag vor uns verlassen…

Was sollen wir sagen… Spontan haben wir also gestern beschlossen den Kids noch Abendbrot auf Tunö anzubieten und dann gen Anholt zu starten.

Um 18:15 Uhr ging es los…

Peer hat die ersten Seemeilen noch an Deck verbracht, Finn hat Fähre gespielt und gar nicht richtig gemerkt, dass wir unterwegs waren. *zwinker*

Um kurz nach 19 Uhr habe ich erst Peer, dann Finn ins Bett gebracht. Beide Kinder haben sich völlig unbeeindruckt davon gezeigt, dass wir unterwegs waren. Es hat halt etwas geschaukelt, aber das Abendritual fand für Beide wie gewohnt statt.
Zugegeben, es gab nur eine kleine Katzenwäsche, denn müde Kinder auf wackeligem Untergrund muss man ziemlich stark festhalten, damit der Tag ohne Unglück zu Ende geht und da war mir das Vermeiden von Beulen wichtiger als die perfekt gebürsteten Zähne. ;o)
Peer hat geschlafen sobald sein Kopf die Matratze berührt hat, Finn hat noch drei Seiten lang von seinem Feuerwehrbuch zugehört, dann fielen auch seine Augen zu.

Hinterher hatte ich „Wach-Dienst“ und Lars hat uns etwas zu Essen gezaubert.
Kein Lokal könnte uns ein besseres Ambiente für ein romantisches Dinner bieten *strahl*

Noch ein Telefonat mit Wolle und Mutsch

und dann ging es in die Nacht…

Um 2:15 Uhr sind wir auf Anholt angekommen. Wir haben uns längsseits an eine Mole gelegt, um niemanden mehr zu wecken. Die Kids haben auch die Veränderungen der Motorengeräusche und das Anlegemanöver verschlafen.

Heute Morgen waren Finn und Peer allerdings leider um 6 Uhr wach und fit. *grrrr*
Aber irgendetwas ist ja immer. ;o)

Der Himmel ist strahlend blau, wir haben uns einen schönen Platz gesucht

und die Müdigkeit mit einer Dusche und einem gemütlichen Frühstück (wegen der starken Sonne unter der Kuchenbude) vertrieben.

Im Anschluss haben die Kids etwas an Bord gespielt und wir haben das Chaos der Nacht beseitigt.

Die Crew der Felix ist auch angekommen :o)))
Finn berichtete eben strahlend, dass er schon mit ihnen Schlauchboot fahren war.
Jetzt geht es an den Strand…

Wir genießen dann mal die Sonne – sicher werden wir hier einige Hafentage sammeln.
Liebe Grüße!

PS1: Finn liebt die viele, uneingeschränkte Papa-Zeit hier an Bord.
Er darf immer bei allem dabei sein, mitmachen oder zumindest genau zugucken.
Lars hat dabei eine unendliche Geduld und macht fast alles möglich. Hier stecken Beide zusammen in der Baxkiste und reparieren einen Lautsprecher :o)

PS2: Peer liebt hier an Bord vor allem die vielen Klettermöglichkeiten und vor allem liebt er die Treppe zum Niedergang…

Uns bleibt jedes Mal das Herz stehen, wenn er alleine rauf und wieder runter klettert, denn wir würden ihn ungern abstürzen sehen…

Das führt leider dazu, dass wir unten im Salon aktuell immer den großen Fatboy-Sitzsack als Absturzsicherung liegen haben müssen und je weiter der Tag sich dem Ende zuneigt, desto besser ist es, wenn einer von uns Eltern direkt hinter Peer steht, um ihn zu sichern. Abends lassen die Kräfte nämlich nach, aber leider nimmt der Kletterwille nicht proportional mit ab. *grrr – wir haben sonst ja nichts zu tun, außer dauernd diese Treppe mit Peer rauf, runter und wieder rauf zu klettern*

Von Außen sieht es aber schon süß aus, wenn des Baby da alleine aus dem großen Schiff guckt, um nach dem Rechten zu sehen…

Wahrscheinlich wundern sich vorbeigehende Segler, denn sie sehen ja nicht, dass das Baby von unten immer gesichert ist…

Natürlich findet Finn die Treppe nicht minder attraktiv. Zwei Kinder auf einer Treppe macht das Ganze jedoch nicht unbedingt sicherer. *ohne Worte*

Lars und ich sind auf jeden Fall mehr als froh, wenn Peer im nächsten Jahr die Treppe genauso sicher besteigt wie Finn und wir diesen Aufpass-Posten aufgeben können.
Toi, toi, toi!!!

Sommer-Sonnen-Tage auf Tunö

In Tunö angekommen riss sofort der Himmel auf. Sonne satt :o))

Wir haben die Gunst der Stunde genutzt und einen Spaziergang ins Dorf gemacht.
Die berühmten Tunö Kartoffeln und Erbsen kaufen wir natürlich am Marktstand.

Zurück am Hafen genießen wir das Wiedersehen mit der Crew der Felix.

Herrlich – einfach etwas in der Sonne liegen, während die Kids um uns herum flitzen.

Hier gibt es zum Glück unheimlich viel zu entdecken.
Finn angelt einen Krebs:

Finn und Papa sind sehr erfolgreich. Der Eimer wird super schnell voll.
Während ich fotografiere sieht Peer von seinem Kinderwagen aus zu, denn da ist er gesichert. Er soll ja nicht die Krebse im Wasser besuchen. *zwinker*

Der Kinder-Krebs-Steg beschäftigt unsere Kids den ganzen Nachmittag und Abend.
Gut, dass sie alle eine Schwimmweste tragen! Finn sucht sich immer die lustigsten Orte zum Keschern aus, bisher ist er aber noch nicht reingefallen. Toi, toi, toi ;o)

Wenn die Eimer voll mit Krebsen sind, dann wird ein Krebs-Rennen veranstaltet.

Krebs-Rennbahnen gibt es fast in jedem dänischen Hafen. Mir tun die Krebse jedes Mal leid, aber sie bekommen von den fleißigen Krebs-Fängern ja leckere Köder im Gegenzug und abends haben die Krebse Pause. Ich hoffe, sie sehen das genauso. ;o)

Peer kommt auch zu seiner Spielzeit, denn auf der Wiese kann man herrlich spielen und Stehen und Laufen üben.

Die Wiese direkt am Hafen ist so schön, dass wir dort auch frühstücken

und grillen zum Abendbrot

Neben dem Kaufmann im Dorf gibt es noch ein paar weitere Anreize die Wiese und den Krebs-Steg mal kurzfristig zu verlassen…
Z.B. einen Besuch auf der SY Felix,
dort gibt es leckere Pfandkuchen und es werden Schlauboot-Touren angeboten ;o)

„Fähre gucken“
Das Be- und Endladen der Fähre findet Finn auch jedes Mal wieder super spannend.

und unser Schiff

Finn und Peer genießen es auch einfach mal an Bord eine Pause zu machen.
Hier wird dann nach Schiffen Ausschau gehalten:

oder „Boot“ gespielt

Abends sind beide Kinder von der vielen frischen Luft und den diversen Aktivitäten so erschlagen, dass wir sie zum Glück recht einfach ins Bett locken können.
Es braucht meist nur eine sehr, sehr kurze Geschichte und dann schlafen sie seelig.

Dann bleibt Zeit für uns, um z.B. noch etwas die schöne Abendstimmung im Hafen zu genießen.

Tunö ist verdammt schön. Heute Morgen sind wir alle wieder fröhlich aufgestanden.

Wir bleiben noch und für mich gibt es jetzt erstmal einen Kaffee mit einem leckeren, dänischen Kuchen :o)

Vorfreude auf Tunö

Auch heute Morgen hat es ordentlich geregnet. Die Stimmung an Bord war aber deutlich fröhlicher, denn beide Kinder haben durchgeschlafen. Juhu!

Da der Wetterbericht für Morgen Sonne angesagt hat halten wir an unserem Plan fest nach Tunö zu segeln. Die Crew der Felix kommt auch mit und so starten wir gemeinsam, in Ölzeug gen Tunö…

Während Finn Navigations-Unterricht bekommt, isst Peer unter Deck, gesichert in seinem Autositz, seinen Mittagsbrei.

Und wieder haben wir Glück – der Himmel reißt auf und Tunö erwartet uns im Sonnenschein :o)

Hier wollen wir nun mindestens einen Hafentag machen.
Ich bin gespannt, ob uns das gelingt.

Jetzt versuchen wir erstmal beim Einlaufbier ganz leise zu sein, denn Peer schläft noch. Psst ;o)

„Regentag“ in Julesminde

Gestern Morgen wurden wir um 7 Uhr durch das Plätschern des Regens geweckt.
Ich hatte Mühe meine schlechte Laune nicht die Überhand gewinnen zu lassen. Nicht nur, dass die Aussicht auf einen Regentag mit zwei Kleinkindern auf einem Schiff nicht unbedingt einen Traumtag verspricht, zusätzlich hat Peer mich in der Nacht auch noch vier Stunden wach gehalten und beschäftigt, so dass mir eine nicht unerhebliche Menge Schlaf gefehlt hat. *grrr*

Lars hat beide Kids trotz des Regens tapfer mit zum Brötchen holen genommen, so dass ich mich zumindest in Ruhe waschen und in Wohlfühl-Klamotten werfen konnte. Dann wurde gefrühstückt, um sich im Anschluss gestärkt dem Regen entgegenzustellen.

Wir sind ausgelaufen mit dem Ziel Julesminde zu erreichen.
Regen und kein Wind. *ohne Worte*

Lars hat mit Finn unterwegs eine Putz-Party veranstaltet.

Finn war glücklich, stolz, beschäftigt und nass, aber Letzteres hat er gar nicht gemerkt :o)))
Peer hat unterwegs seinen fehlenden Schlaf nachgeholt und ich hatte Zeit zu bloggen. Alles nur halb so schlimm ;o)

Und unser tapferer Ansatz wurde belohnt….
Schon auf dem Weg nach Julesminde kam die Sonne raus, so dass wir direkt nach der Ankunft zunächst einen Eincreme-Marathon bewältigen mussten:

Dazu gab es ein Einlaufbier mit der Crew der Felix, die wieder direkt neben uns einen Platz gefunden haben.

Die Kids sollten ja auch nicht leer ausgehen, daher hat Dirk ihnen Pfandkuchen gebacken. Lecker! Ich wollte keinen, hab dann aber doch einen gegessen… Köstlich :o)

Nur Peer und Lars haben den Pfandkuchen verweigert – sie sahen dennoch zufrieden aus.

Im Anschluss haben wir uns den Ort angesehen.

Es endete in einem kulinarischen Spaziergang, denn wir haben Fisch für das Abendessen gekauft,

es gab HotDogs – Lars musste schließlich auch endlich auf seine Kosten kommen –

und Eis…

Nur Finn hat etwas abgestaubt – eine tolle, neue Sonnenbrille

Nach dem vielen Essen war eine Pause dringend notwendig:
Peer hat sich bespaßen und kuscheln lassen. Er weiß wie er zu seinem Recht kommt ;o)

Wieder bei den Schiffen angekommen konnten wir noch unsere Gasflasche tauschen, um dann genug Energie für das Abendessen bei uns an Bord zu haben.

Leckerer Räucherfisch mit Kartoffeln. Ich war glücklich!

Der arme Lars hat sich mit Kartoffeln und Quark zufrieden gegeben müssen – zum Glück gab es heute Mittag HotDogs – und Finn hat auch lieber einen Bogen um den Fisch gemacht und sich die Zeit mit Schiff-spielen vertrieben ;o)

Zum Abendritual gab es dann noch direkt neben unseren Schiffen ein Ständchen – Trompetenspiel zum Einholen der Flaggen.

So ein Regentag könnte definitv schlechter laufen :o)

Neuland entdeckt – Strib!

Von Aarö ging es für uns nach Strib. Der Hafen war für uns Neuland. Liebe Segelfreunde haben ihn uns empfohlen und so mussten wir ihn doch einmal ausprobieren.

Der erste Kontakt war etwas ernüchternd. Unser Schiff passt nicht mehr in den ursprünglichen Hafen (die Boxen sind zu schmal) an dem auch das Vereinsheim, die WCs etc. liegen.

Ich war froh, dass wir mit der PerfectMatch nicht in der engen Hafeneinfahrt „stecken geblieben sind“ und habe erleichtert ausgeatmet als wir das nächste Hafenbecken angesteuert haben. Lars hat sich natürlich keine Sekunde gesorgt, aber auch da scheint es genetische Muster zu geben, die man nur schwer durchbrechen kann. *zwinker*

Im zweiten Hafenbecken haben wir problemlos einen Platz gefunden. Ich habe die wirklich guten sanitären Einrichtungen für eine ausgiebige Dusche genutzt und dann war auch schon die Crew der Felix da. Wie schön!

Nach einem gemeinsamen Einlaufbier ging es wieder zum Krebse angeln. Diese erste Kennen-Lern-Stunde hat ausgereicht, damit Finn sich bereitwillig Johann, Lene und Dirk anschloss und mit ihnen Schlauchboot fahren ging,

während Lars, Peer und ich einen Spaziergang durch Strib und zum nächsten, wirklich großen und gut sortierten SuperBrugsen (=Supermarkt) machen konnten.

Abends haben wir gegrillt. Wenn sich zwei vierköpfige Familien auf den Weg zum Grillplatz machen, dann sieht es ein Bißchen aus wie eine kleine Karavane…

aber der Weg hat sich definitiv gelohnt und hier haben wir Strib dann wirklich lieben gelernt. Es gibt einen Grillplatz in einem eingezäunten Kinderspielplatz, mit Blick auf den Belt. Die Dänen sind einfach phantastische Hafen-Gestalter!

Wir konnten also gemütlich Grillen

während die Kids beschäftigt waren

und haben dabei den wunderschönen Ausblick genossen.

Strib ist berühmt dafür der Tümmler-reichste Aussichtspunkt Dänemarks zu sein und das können wir bestätigen. Während des Grillens haben wir immer wieder Tümmler-Flossen gesehen. So schön!