Marstrand ist in diesem Jahr der nördlichste Punkt unserer Reise auf der Westseite Schwedens.

Wir fahren zwar Heute noch etwas durch die Schären, aber dann sind wir auch froh wieder auf die offene Ostsee zu kommen. Das Schärensegeln – so sehr wir es auch lieben – ist mit Baby etwas anstrengender als bisher. Da ich mich um Finn kümmere und dadurch immer mal wieder unter Deck bin, muss Lars häufig an Deck alles allein machen. D.h. Segel trimmen, steuern und navigieren. In den Schären ist die Navigation jedoch deutlich anspruchsvoller, so dass ein zweiter Mann/ Frau an Deck nicht schlecht wäre.
Wir haben es in den Schären dennoch sehr genossen, werden jetzt aber umdrehen und freuen uns auf das schöne Dänemark, dort werden wir uns noch ganz viel Zeit lassen.
Heute Morgen starten wir aber erstmal ganz ruhig.
Wir haben Ole und seine Crew zu uns zum Frühstück eingeladen.

Unser kleines Schiff hat ein extrem gemütliches Cockpit und spätestens als Lars den Milchkaffee mit Milchschaumhaube serviert war die Begeisterung auf ihrem Höhepunkt.
Irgendwann trennen sich jedoch unsere Wege. Die Nordstern will nach Göteborg zum Shoppen und um ein neues Crewmitglied am Samstag in Empfang zu nehmen.

Wir fahren erstmal tanken

unsere zweite Gasflasche tauschen (für Pizza, Brot etc. muss ja ausreichend Gas an Bord sein) und einkaufen auf der Festlandseite von Marstrand.

Während dessen spielt Finn unter Deck.

Im Anschluss starten wir ebenfalls. Es ist so ein schöner Segeltag :o)

Wir motoren noch durch den Sund,

dann setzen wir die Segel


Finn ist auch mit an Deck, bis er so müde wird, dass er einschläft.

Die Maro aus Laboe fährt an uns vorbei

und die Wuchtbrumme sehen wir auch wieder

Um 16h kommen wir auf Vinga an, unser Ziel für heute.

Der Hafen – ein Tipp von Nils *Danke!* – sieht aus, als wenn er genau unseren Geschmack trifft. Leider ist er bereits so voll, dass uns der Hafenmeister keinen Platz mehr anbieten kann. Es gäbe die Möglichkeit bis 17:45h Kreise zu drehen, denn dann legt die letzte Fähre ab und hinterlässt freie Plätze für die Nacht. Wir entscheiden uns gegen diese Option und fahren weiter.
Sehr schade. Vinga, wir versuchen es erneut, versprochen!
Schnell muss ein neuer Plan her. Lars stellt sich dieser Aufgabe allein, da Finn lautstark sein Essen einfordert. Die Auswahl treffen wir dennoch gemeinsam. Lars stellt mir die möglichen Alternativ-Häfen vor und wir entscheiden uns für Donsö. D.h. wir cruisen noch etwas durch die Schären.

Donsö ist sechs Meilen entfernt. Wir kommen um 17h dort an.
Der Hafen sieht ebenfalls voll aus, aber wir sind uns einig:
Hier bleiben wir für heute, denn wir haben Hunger! ;o)
Als wir auf der Suche nach einem Platz in den Hafen einfahren entdecken wir die Atlantis von Jens und Jelva. Das ist doch der perfekte Platz für uns…

Hier liegt unsere kleine „Perfect Match“ gut und sicher.
Die Wettervorhersage für morgen sagt Wind mit bis zu 32kn voraus.
Es könnte also sein, dass wir hier Morgen einen Hafentag einlegen.
Es könnte schlimmere Plätze geben ;o)
Fundstücke
Hausboot aus einem Container

In Marstrand findet nächste Woche die Meisterschaft der RC44 statt. Die Vorbereitungen laufen. Die Schiffe sehen klasse aus:

Unser aktueller Standort auf einer Karte, hier klicken
Starthafen: Marstrand / Startzeit: 12:30 Uhr
Zielhafen: Donsö / Ankunftszeit 17:45 Uhr
Tagesmeilen: 27,48 sm / Gesamtmeilen 954,48 sm
Durchschnittsgewindigkeit: 5,23 kn / Speedmax: 7,4 kn
tatsächlicher Wind: 7 kn
Hafengeld: 200,- SK/Tag