Die Entdeckung der Langsamkeit (Marstal)

Den Blog-Lesern unter Euch, die auch die letzten Beiträge gelesen haben, ist vielleicht eine Veränderung in unserer Reisegeschwindigkeit aufgefallen.
Damit meine ich nicht, dass wir Gestern nur 9 Meilen gesegelt sind – so wenig wie an keinem anderen Segeltag bisher – sondern, dass wir in den letzten zwei Häfen jeweils einen Hafentag gemacht haben.

Diese Serie setzen wir heute fort. Nach fast 2 Monaten gelingt es uns tatsächlich Tempo rauszunehmen. Wir entdecken die Langsamkeit! ;o)

Damit reisen wir genau so, wie wir uns das vorgestellt haben. Am Ende, so der Plan, lassen wir in unserem Heimatrevier noch einmal richtig die Füße baumeln, damit wir wirklich vollkommen entspannt zu Hause ankommen.

Der Plan für diese Vorgehensweise kam – glaube ich – von Lars.
Er kennt mich und weiß, dass wenn es etwas zu entdecken gibt, noch ein Abstecher sich anbietet etc. ich nicht wirklich zu halten bin.
In unserem Heimatrevier jedoch, da gelingt es sogar mir einen Tag einfach mal so vergehen zu lassen. Denn was wir hier und heute nicht entdecken, lernen wir einfach beim nächsten oder übernächsten Besuch kennen. ;o)
Hinzu kommt, dass der Weg nach Hause von hier im Zweifel sehr kurz ist, so dass wir bei einer Schlechtwetterperiode problemlos beidrehen könnten. Wir müssen also keine Meilen mehr machen.

Beste Voraussetzungen also für eine tatsächliche Entschleunigung. Daher war schon gestern abgemacht, dass wir heute auf jeden Fall einen Hafentag machen.

Heute morgen waren wir dann noch einmal mehr zufrieden mit dieser Entscheidung, denn den ganzen Vormittag prasselte der Regen aufs Deck. Bei diesen Bedingungen ist es sehr leicht einfach nur zu chillen. Jeder geht seinen Interessen nach.
Lars hat etwas „ge-nerd-elt“ = einen Raspberry programmiert?!?!? *bitte keine Fragen zu diesem Thema an mich ;o)* Ich habe mit Finn spielend und lesend im Vorschliff gelegen. *total schön*

Wir haben auch mal unsere Position gewechselt und unter der Kuchenbude dem Treiben draußen zugesehen. *wie gut, dass wir nicht raus müssen*
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In einer regenfreien Stunde haben wir einen kleinen Spaziergang durch Marstal gemacht.
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Lars hat auch einen Laden gefunden, der sein Interesse geweckt hat ;o)
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Der wichtigste Wegweiser für Morgen:
*heute gabe es wegen des Regens Aufbackbrötchen*
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Dann nähert sich die nächste Regenfront:
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Wir gehen schnell zurück zum Schiff:
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Als das nächste Mal die Sonne rauskommt setzen wir unsere Aerø-Flagge, damit die Insulaner sich freuen. ;o) *Vielen Dank an Carsten Esch*
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Die nächsten beiden Tage ist auch noch eher mäßiges Wetter vorausgesagt. Danach wird es angeblich wieder schön. Wir werden es sehen.

Noch haben wir keine Eile nach Hause zu kommen. Uns reichen die Sonnen-Augenblicke, die sich jeden Tag irgendwann mal ergeben und genießen das Familienleben, welches so viel Raum fürs Miteinander gibt, ganz in Ruhe.
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Abendstimmung auf der Perfect Match bei diesem Schmuddelwetter. Der Fernseher läuft seit der WM das erste Mal wieder.
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Fundstücke:
Lars spricht immer wieder davon, dass er sich darauf freut ein Modellboot für Finn kaufen zu können. Ich hoffe, ihm schwebt nicht so etwas vor. ;o)
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Hundefiguren aus Porzellan:
Beim Spaziergang durch dänische Dörfer achte ich immer auf die Hundefiguren in den Fenstern der Häuser.
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Mich amüsiert die Geschichte – Ist es ein Märchen oder stimmt es? – dass die Figuren einen Hinweis auf die Anwesenheit des Herren des Hauses geben.
Wenn beide Hunde nach drinnen Blicken ist der Herr des Hauses (früher der Seemann) zu Hause.
Wenn beide Hunde nach draußen blicken ist der Herr des Hauses nicht zu Hause und das Eintreten des Liebhabers ist seitens der Dame des Hauses erwünscht.
Wenn ein Hund nach drinnen und einer nach draußen guckt, dann ist der Herr des Hauses nicht zu Hause, aber die Dame hat kein Interesse an einem Liebhaber. ;o)
(Vielleicht habe ich die Geschichte nicht ganz korrekt wiedergegeben. Falls jemand einen Link auf die tatsächlichen Hintregründe zu den Porzellan-Hunden hat, freue ich mich über einen Hinweis darauf)

 

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