Könnte Finn sprechen, dann hätte sein Satz von heute Morgen ungefähr gelautet: „Papa, Mama, erst wenn Ihr wach seit und so richtig den Tag begonnen habt, dann kann ich wieder seelenruhig einschlafen, denn dann kann ich nämlich besonders gut entspannen.“
Unser Schicksal ist, das er den Satz um 6h morgens gesagt hätte. *grrr*
Die positive Sicht auf diese Situation:
Von diesem Tag werden wir richtig viele Stunden genießen können ;o)
Wenn er uns dann aber so lieb anstrahlt verzeihen wir dem kleinen Mann alles *zwinker*

In so einem Fall hilft nur ein gutes Frühstück.
Lars kauft mir zum Trost außerdem eine leckere Zimtschnecke. *freu*
Das Wetter lässt sich hier im Hafen schwer einschätzen. Wir liegen durch die Stadt in der Windabdeckung. Es ist wieder recht viel Wind angesagt (6 Windstärken). Wir beschließen daher uns das Ganze draußen anzusehen.
Wetter ist bei uns aktuell schon ein Thema. Bisher haben wir Glück, denn die Sonne begleitet uns, aber seit zwei Tagen hängen unsere kurzen Hosen im Schrank und wir sind auf Jeans und Funktionskleidung umgestiegen. Der Wind bläst auch seit mittlerweile 2 Wochen konstant mit 5-6 Windstärken oder mehr.
Ist das jetzt schon der Herbst?
Wir beschließen heute weiter gen Heimat zu fahren, denn wenn das Wetter jetzt so „herbstlich“ bleibt, ggf. noch Regen dazu kommt, dann sind wir schnell zu Hause. ;o)
Wir starten – wie könnte es anders sein – um 10h. Obwohl wir so früh wach waren bzw. geweckt wurden, sind wir trotzdem nicht eher dran. *ohne Worte*
Wir sind froh unseren Platz in Aarhus zu verlassen,

denn sowohl rechts von uns, als auch links von uns liegen Schiffen, die stark verwahrlost sind.

Wir wollen auf keinen Fall, dass dieser Zustand auf unsere „PerfectMatch“ überspringt.
Als wir draußen sind kreuzt als erstes eine Schnellfähre unseren Weg.
Mit der wollen wir uns nicht messen, die ist definitiv stärker ;o)


Der Wind ist amtlich:

27,5kn, das sind 7 Windstärken.
Er strahlt aber stark, dh wir sehen auch mal nur 15kn Wind.
Wir entscheiden uns dafür nur mit Genua zu segeln.
Bei halbem Wind und kaum Welle sind wir zügig unterwegs.

Als wir das erste Mal 33kn Wind auf der Uhr haben rollen wir die Genua weg und nehmen den Motor. *sicher ist sicher*

Ups, wir passieren ein, in unserer Seekarte nicht enthaltenes Mini-Sperrgebiet. Dadrin schwimmen Fischernetze. Gut, dass wir es noch rechtzeitig bemerkt haben. Das hätte man auch leicht übersehen können…

Kurz vor Hov entscheiden wir noch weiter zu fahren.

Es läuft gut und so kommen wir noch etwas weiter Richtung Heimat, denn die Windvorhersagen für die nächsten Tage sind nicht besser.
Julesminde ist unser Ziel.
Dann kommt allerdings eine Phase die auch den Titel für den heutigen Tag hätte liefern können: „Geschüttelt, nicht gerührt“
Wir werden nämlich von den Wellen ordentlich durchgeschüttelt.
Bei 6-8 Windstärken baut sich hier eine nicht unerhebliche Welle auf.
Lars und ich werden im Cockpit ordentlich nass, obwohl es gar nicht regnet.
Dafür ist es „Finns Wetter“. Er schläft tief und fest erst auf meinem Arm, später in seiner Babywanne – 4 Stunden am Stück. *unglaublich – das macht er sonst tagsüber nie*

Um 16h kommen wir in Julesminde an.

Wir gehen eine Runde durch den Hafen.

Für jeden von uns gibt es dann das zu essen, was wir gern mögen:

Am Abend bekommt wir noch etwas Entertainment. Die Mittwochsregatta wird ausgetragen. Die Boote segeln trotz des starken Windes mit Spi.
Wir sind beeindruckt.

Wir sind gespannt was das Wetter noch für uns bereit hält.
Bekommen wir noch einen schönen Spätsommer oder beginnt jetzt der Herbst?
Fundstück: Hier wird schon gekrant…

Unser aktueller Standort auf einer Karte, hier klicken
Starthafen: Aarhus/ Startzeit: 10:00 Uhr
Zielhafen: Julesminde/ Ankunftszeit 16:00 Uhr
Tagesmeilen: 37,69 sm / Gesamtmeilen 1.188,68 sm
Durchschnittsgewindigkeit: 6,28 kn / Speedmax: 7,77 kn
tatsächlicher Wind: 15-36 kn
Hafengeld: 150,- DK/Tag