Da wir schon wussten, dass wir am nächsten Tag wieder starten werden, gönnen wir uns am Montag Abend noch ein Bier und einen Nachtisch auf Anholt im Hele (Molevitten).

Finn hat tagsüber den Weg in die Kneipe schon gefunden:

Bis er sein Bier am Tresen bestellen kann muss er aber noch etwas wachsen. ;o)

Am Dienstag Morgen weht es noch recht kräftig. Der Wind soll aber gegen Mittag nachlassen, daher beschließen wir nach einem ausgiebigen Frühstück zu starten.
Mit Finn waren wir noch einmal einkaufen und ein paar Meter laufen, damit er genug Energie abgebaut hat für den Törn.
Wir beschließen den guten Wind zu nutzen und nach Schweden zu segeln. Das wird ein langer Törn, aber die Bedingungen sind einfach perfekt.
Bei 18kn Wind aus West sind wir mit einem Reff unterwegs, es steht von den letzten Sturmtagen noch eine ziemliche Welle als wir aus dem Hafen kommen, aber es geht der Sonne entgegen. :o)

In seinem Autositz mochten wir Finn wegen der starken Wellen nicht lange sitzen lassen. Wir holen ihn daher gleich nach dem Hafenmanöver an Deck und ziehen mit ihm zusammen die Segel. Im Anschluss legt sich Finn ins Cockpit und hält seinen verdienten Mittagsschlaf. Von den Wellen begünstigt dehnt er diesen auf 3 Stunden aus. Uns gefällt das sehr *zwinker*

Als Finn wieder wach ist wird er von uns abwechselnd „bespielt“.

Natürlich wird auch navigiert und gesteuert:

Finn ist – das geben wir zu – nicht den ganzen Tag begeistert. Er beschäftigt sich gut und spielt viel vor sich hin, aber ab und zu wird er auch richtig sauer, immer dann wenn die Wellen ihn daran hindern seine erworbenen Fähigkeiten (freies Stehen, Becher stapeln, erste freie Schritte) weiter zu perfektionieren. Manchmal hilft dann nur noch Trost (von seinem Teddy) und eine Pause bei Mama oder Papa:

Einmal kommen wir dicht an einem Dampfer vorbei – Beobachten lenkt Finn auch von seinem Ärger ab.

Irgendwann ist es geschafft. Die ersten Scheren tauchen auf:

Lars navigiert uns sicher zum Hafen:

Wir beenden den Tag mir 57,01 sm im Kielwasser (Segelzeit ca. 11h – 19h).
Bei der Ankunft sind wir alle erledigt, aber Finn ist total guter Stimmung.

Wir sind glücklich! Finn scheint uns die lange Tour nicht übel genommen zu haben.
Er bekommt als aller erstes nach der Ankunft einen extra großen Abendbrei und wir spielen noch etwas auf dem Steg, d.h. ohne Schwanken unter den Füßen, damit Finn mit der Gewissheit ins Bett gehen kann, dass er seine Fähigkeiten doch nicht verloren hat.
Mit dieser Tour ist es bewiesen. Finn hat Seebeine :o))
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Starthafen: Anholt
Zielhafen: Vrangö
Tagesmeilen: 57,1 sm
Gesamtmeilen 394,47 sm