Silberstreifen gesucht (Kalmar – Sandvik)

Finn hat heute bis 7:00 geschlafen mit nur einer Stillpause in der Nacht. Die Nacht war trotzdem zu kurz – warum brauchte es auch unbedingt die Verlängerung, um die WM zu gewinnen? ;o)

Aber wie war das: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ = Shopping!
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Wir nutzen die sehr guten Versorgungsmöglichkeiten, um uns für unsere weitere Reise auszustatten. Wir haben es nicht zu hoffen gewagt, dass das Segeln mit Finn so gut klappen würde. Daher haben wir in Deutschland noch kein Geld in Seekarten und Schärenhandbücher für dieses Seegebiet investiert. Da wir diese aber nun definitiv brauchen haben wir unsere Kreditkarte heute einmal zum Glühen gebracht. Die Seekarten liefert UPS nun nach Västervik, wo wir sie die nächsten Tage abholen können.

Dank des gut sortierten Bootsausrüsters hier vor Ort gab es neben Schären-Handbüchern auch gleich noch zwei zusätzliche Fender, die wir für die Durchfahrt durch den Götakanal bräuchten (Jetzt wagen wir es auf eine problemlose Weiterreise zu hoffen *Daumen drück*) Darüber hinaus besorgt Lars uns noch eine schwedische Telefonkarte – Internet für die nächste Zeit ist gesichert. :o)
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Nach dem Shopping-Trip machen wir uns bereit zum Auslaufen. Finn ist heute etwas quängelig – er ist wohl sauer, dass er gestern nicht mit Fußball gucken durfte – und beruhigt sich nur bei mir auf dem Arm. Sobald er eingeschlafen ist und das Ablegen in seiner Babywanne ohne Probleme klappt starten wir. Genau zu diesem Zeitpunkt zieht ein Regenschauer auf. Wie sich die Prioritäten ändern. Früher hätten wir diesen vielleicht noch abgewartet, heute nutzen wir die Chance sobald Finn schläft oder beschäftigt ist und wir zu zweit sind, um das Ablegemanöver gut hinzubekommen.

Wir motoren um 13:20h aus dem Hafen. Finn schläft noch immer. Mit dem Segelsetzen warten wir bis die Regenfront durchgezogen ist. Lars wird natürlich nass, aber er trägt ja Ölzeug ;o)
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Um 13:50h setzen wir die Segel (Groß mit einem Reff und die kleine Genua). Der Strom fließt mit uns und wir sind bei 15kn Wind gut unterwegs.

Unser Ziel Borgholm erreichen wir um 16h.

Borgholm ist das touristische Zentrum Ölands und der Hafen somit sehr beliebt. Schon bei der Ansteuerung hören wir laute Musik aus einem Festzelt. Wir legen neben einem netten Schweden an, der uns aufklärt. Heute wird die Kronprinzessin 37 Jahre alt. In dem Zelt ist ein Fest zu ihren Ehren – leider nur für geladene Gäste. Da die Musik wirklich richtig laut ist, es regnget und wir daher eher ans Schiff gebunden sind, das Spektakel angeblich auch noch die ganze Nacht so weitergehen wird und man nicht mitfeiern kann, entschließen wir lieber doch weiter zu segeln.

Borgholm scheint sonst hübsch zu sein, wenn wir mal wieder in der Gegend sind kommen wir gern wieder.

Um 16:40 setzen wir daher wieder die Segel und rauschen mit tollem Speed weiter zum nächsten Hafen. Das Wetter ist heute wirklich nicht auf unserer Seite. Es regnet Bindfäden, aber da nun eh alles nass ist und wir das Ölzeug bereits anhaben, ist es verlockender noch etwas zu segeln, als sich mit Diskomusik beschallen zu lassen.

18:30 Uhr liegen wir fest in Sandvik.
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Die Kuchenbude haben wir in Rekordzeit aufgebaut – darin werden wir immer besser. Im Anschluss verschwindet Lars sofort in der Kombüse – wir haben Hunger!!!

Als wir so in unserem kleinen „Mini-Orbit“ sitzen, Finn nun doch vorn ganz ruhig unter seinem Mobile liegt und die Heizung alles heimelig warm gemacht hat, gucken wir uns an und stellen fest: Wir möchten trotzdem nirgendwo anders sein.

So sind wir halt – ein Bißchen verrückt :o)

Wir bilden uns ein für Morgen einen Silberstreifen am Horizont zu entdecken. Der Abend schenkt uns auf jeden Fall schon mal ein paar schöne Eindrücke:
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Unser aktueller Standort auf einer Karte, hier klicken

Starthafen: Kalmar/ Startzeit: 13:20 Uhr

Zielhafen: Sandvik/ Ankunftszeit 19:00 Uhr

Tagesmeilen: 32,50 sm / Gesamtmeilen 418,3 sm

Durchschnittsgewindigkeit: 7 kn / Speedmax: 8,75 kn

tatsächlicher Wind: 15-20kn

Hafengeld: 200,00 SK/Tag

 

Ein Gedanke zu „Silberstreifen gesucht (Kalmar – Sandvik)

  1. Finn ist gerade erst auf der Welt und schon sind wir Fußball Weltmeister, wenn das so weiter geht, gewinnen wir auch irgendwann den Americas Cup.
    Auf Anholt hat es auch Bindfäden geregnet, muss wohl daran liegen, dass der Papst Argentiner ist, aber die Trauer ist bald vorbei und dann kommt wieder gutes Wetter.

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