Gestern Morgen war es soweit. Wir haben uns von unserem geliebten Rörö und damit leider auch von meinen Eltern verabschiedet. Wir wollen uns langsam gen Süden treiben lassen.
Der Plan stand schnell. Vinga wurde als nächstes Ziel ausgesucht.

Von dort ist die Distanz nach Anholt nicht ganz so lang und außerdem wurde uns Vinga von vielen Seiten empfohlen. Nachdem wir den Hafen im letzten Jahr nicht kennengelernt haben, soll es dieses Jahr klappen.
Wir starten direkt nach dem Aufstehen um ca. 8Uhr, ohne Frühstück. Finn bekommt nach dem Auslaufen dann als erstes sein Frühstück. Wir nehmen nur einen Kaffee und warten bis zur Ankunft, um dann dort gemütlich zu frühstücken.

Beim Auslaufen aus Rörö war noch sehr starker Seenebel zu sehen. Unterwegs sehen wir die Nebelfelder auch noch, aber Innen (= im Schärengarten, da wo wir langfahren) ist die Sicht absolut klar. Der Nebel scheint nur über der offenen See zu sein.


Finn erinnert uns daran, dass wir uns eincremen und wendet sich erst wieder seinem Spiel zu nachdem Lars und ich sonnengeschützt sind ;o)

Kurz vor Vinga holt uns der Nebel dann doch noch ein.
Vinga liegt bei unser Ankunft auch stark im Nebel:

Vinga ist ein sehr, sehr kleiner Hafen. Es gibt eigentlich nie auf Anhieb freie Plätze.

Das ist auch der Grund, warum wir im letzten Jahr hier nicht festmachen konnten.
Unsere Ankunftszeit in diesem Jahr ist perfekt gewählt. Wir sind um kurz nach 10h vor Ort und müssen nur kurze Zeit in einem Päckchen am Fähranleger warten, bis ein schöner Platz mit eigener Muringleine für uns frei wird.
Passend zu unser Ankunft am Liegeplatz reißt der Himmel auf und wir können einen Gang über die Insel unternehmen.
Die beiden Hafeneinfahrten:

Wir laufen zum Wahrzeichen von Vinga – dem Leuchtturm mit dem roten „Kegel-Haus“ daneben.
Ivonne und Finn im Taube-Museum auf der Insel:

Auf den Leuchtturm kann man steigen, allerdings ist dieser Aufstieg mit/für Finn aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Lars und ich wechseln uns also ab. Einer besteigt den Leuchtturm, der andere hört mit Finn den Seemannsliedern zu, die live in dem roten „Kegel-Haus“ dargeboten werden:

Man muss oben auf dem Leuchtturm für den Ausblick eine Leiter besteigen und dann durch eine Bodenklappe klettern. Das wäre in der Tat mit Finn nicht so einfach gewesen:

Die Aussicht auf die Insel ist jedoch klasse:

Richtung Göteborg klare Sicht:

Richtung Kattegat sieht man noch die Nebelbänke:

Nach dem Besuch auf dem Leuchtturm drehen wir noch eine Runde über die Insel – der Hafen ist wieder bis auf den letzten Platz gefüllt:


Am Nachmittag bekommt Finn sein eigenes „Pool-Deck“ mit privater Pool-Party.
Es ist einfach so warm, dass eine Abkühlung notwendig ist:

Im Anschluss – schade, dass die tollen Momente immer so schnell vorbei gehen – wird ohne Pool im Cockpit gespielt. Finn ist genügsam, eine Wäscheklammer und eine leere Flasche sorgen auch für Spaß ;o)

Am Abend gibt es bei uns dann nur schnelle (aber super leckere!) Nudeln und dann gehen wir früh ins Bett, denn Lars und ich stehen schon um kurz nach 24h wieder auf, um die Nachttour nach Anholt in Angriff zu nehmen…
Unser Fazit zu Vinga: Der Hafen ist wirklich süß und hat seinen eigenen Charme. Der Leuchtturm und das „Kegel-Haus“ sind ein tolles Fotomotiv, die Menschen hier lieben ihre Insel und der Hafenmeister, der hier den Überblick behält, ist besonders sehenswert.
Wir kommen wohl dennoch nicht so schnell wieder. Die Tatsache, dass man selten auf Anhieb einen Platz bekommt macht es kompliziert und es gibt einfach so viele schöne Orte und Schären hier in der Nähe. Wir würden in der Hauptsaison eher eine andere Anlaufmöglichkeit beim nächsten Mal wählen. Es war aber schön Dich kennengelernt zu haben, Vinga!
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Unser aktueller Standort auf einer Karte, hier klicken
Starthafen: Rörö
Zielhafen: Vinga
Tagesmeilen: 12,03 sm
Gesamtmeilen 539,86 sm
Vielleicht war Vinga die falsche Entscheidung. Auf Röffeltöffel hättet ihr wohl auch Spaß gehabt 😉